BMW i3 Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

BMW i3 Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Der BMW i3 gehört zu den markantesten gebrauchten Elektroautos auf dem deutschen Markt. Dieser Ratgeber bezieht sich auf den ursprünglichen BMW i3 I01 als kompaktes Schrägheckmodell, das von 2013 bis zum Produktionsende 2022 angeboten wurde. Er ist nicht mit späteren oder anders positionierten i3-Namensvarianten zu verwechseln, denn der ursprüngliche i3 hat eigene Batteriegrößen, Ladegrenzen und Anschlussdetails.

Für aktuelle Besitzer und Gebrauchtwagenkäufer sind vor allem drei Punkte wichtig: Handelt es sich um ein 60-Ah-, 94-Ah- oder 120-Ah-Modell? Welche AC-Ladeleistung unterstützt das konkrete Fahrzeug? Und ist bei frühen Fahrzeugen CCS-Schnellladen tatsächlich vorhanden? Zu Hause und an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten lädt der BMW i3 über Typ 2. DC-Schnellladen erfolgt, sofern vorhanden, über CCS Combo 2 mit fest angeschlagenem Kabel an der Ladesäule.

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BMW i3 Batterie- und Ladespezifikationen

Der ursprüngliche BMW i3 nutzt in Europa einen Typ-2-Anschluss für AC-Laden. Fahrzeuge mit Schnellladefunktion haben die CCS-Combo-2-Buchse: Dabei sitzen unterhalb des Typ-2-Bereichs zwei zusätzliche größere DC-Kontakte. Der Ladeanschluss befindet sich hinten rechts am Fahrzeug, was beim Einparken an öffentlichen Ladepunkten hilfreich zu wissen ist.

Die Ladeleistung hängt stark von Baujahr, Batterieversion und Ausstattung ab. Frühe 60-Ah-Fahrzeuge werden häufig mit bis zu 7,4 kW AC angegeben. Spätere 120-Ah-Modelle können an einer passenden dreiphasigen Versorgung bis zu 11 kW AC aufnehmen. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten Bereich weit verbreitet; die tatsächliche Ladeleistung bestimmt aber immer das Bordladegerät des Fahrzeugs.

Beim DC-Schnellladen liegen spätere BMW i3 typischerweise bei rund 47 bis 50 kW. Für den 120-Ah-i3 werden etwa 49 kW genannt. Bei frühen 60-Ah-Modellen sollte man CCS jedoch nicht voraussetzen, da Schnellladen je nach Ausstattung nicht immer vorhanden war. Der einfachste erste Check ist ein Blick in die Ladebuchse: Fehlen die zwei unteren DC-Kontakte, kann das Fahrzeug keine CCS-Schnelllader nutzen.

Batterieoptionen

Den BMW i3 gab es über die Bauzeit hinweg mit mehreren Batterieversionen. Der frühe i3 60 Ah, etwa von 2013 bis 2017 angeboten, besitzt eine Bruttokapazität von 21,6 kWh und rund 18,8 kWh nutzbare Kapazität. Als realistische Reichweite werden etwa 110 km genannt. Bei heutigen Gebrauchtwagen können Alter, Temperatur, Reifen, Fahrprofil und Batteriezustand spürbaren Einfluss haben.

Der später eingeführte BMW i3 94 Ah erhöhte die Kapazität auf 33,2 kWh brutto und rund 27,2 kWh nutzbar. Seine realistische Reichweite liegt grob bei etwa 160 km. Für viele Fahrer ist diese Version ein guter Kompromiss, wenn das leichte, kompakte i3-Konzept gefällt, aber mehr Reichweite als beim frühen 60-Ah-Modell gewünscht ist. Die Ladeausstattung sollte trotzdem immer am konkreten Fahrzeug geprüft werden.

Die letzte und reichweitenstärkste Schrägheckversion ist der BMW i3 120 Ah, der ab 2018 bis zum Produktionsende angeboten wurde. Er hat eine Batterie mit 42,2 kWh brutto und rund 37,9 kWh nutzbarer Kapazität. Der i3s 120 Ah nutzt dieselbe Batteriegröße, ist aber sportlicher abgestimmt und etwas weniger effizient. Wer einen möglichst unkomplizierten gebrauchten i3 sucht, findet beim 120-Ah-Modell meist die modernste Kombination aus größter Batterie, Typ-2-AC-Laden und CCS-DC-Laden.

AC-Ladeleistung

AC-Laden ist relevant für das Laden zu Hause, am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen Normalladepunkten. Beim BMW i3 erfolgt AC-Laden über Typ 2. Ist die Wallbox oder öffentliche Ladesäule nicht mit einem festen Kabel ausgestattet, benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.

Ein BMW i3 120 Ah oder i3s 120 Ah kann an einer passenden dreiphasigen AC-Ladeinfrastruktur bis zu 11 kW laden. An einer 11-kW-Wallbox bedeutet das für eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % ungefähr 4 Stunden 15 Minuten. Im Alltag wird meist nicht von komplett leer auf voll geladen, sodass die tatsächliche Standzeit oft deutlich kürzer ausfällt.

Bei früheren Fahrzeugen sollte man 11 kW nicht automatisch erwarten. Der 60-Ah-i3 wird üblicherweise mit bis zu 7,4 kW AC angegeben. Einige 94-Ah-Fahrzeuge können je nach Ausstattung und Markt variieren. In Deutschland ist zusätzlich wichtig: Eine typische 11-kW-Wallbox stellt 16 A je Phase bereit. Ein einphasig ladendes Fahrzeug erreicht daran unter Umständen nur rund 3,7 kW, sofern keine höhere einphasige Ladeleistung installiert und zulässig ist. Deshalb lohnt sich der Blick in Fahrzeugunterlagen, Ausstattungsliste oder das reale Ladeverhalten an einer geeigneten Säule.

DC-Schnellladen

DC-Schnellladen ist vor allem auf längeren Fahrten relevant. Das Ladekabel ist am Schnelllader fest angeschlagen; ein eigenes DC-Kabel müssen Sie für den BMW i3 nicht mitführen. Wenn das Fahrzeug entsprechend ausgestattet ist, nutzt es CCS Combo 2.

Für den BMW i3 120 Ah wird eine DC-Ladeleistung von etwa 49 kW angegeben. Ein typischer Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert unter günstigen Bedingungen rund 36 Minuten. In der Praxis können Ladezustand, Batterietemperatur, Außentemperatur, Ladepunktleistung und die aktuelle Ladekurve dazu führen, dass ein Stopp eher im Bereich von etwa 36 bis 42 Minuten liegt.

Wie bei den meisten Elektroautos ist der schnellste Teil des DC-Ladens unterhalb von etwa 80 %. Danach reduziert das Fahrzeug die Ladeleistung zum Schutz der Batterie. Auf Reisen ist es daher häufig sinnvoller, bis etwa 80 % zu laden und weiterzufahren, statt lange auf die letzten Prozent bis 100 % zu warten.

Besonders wichtig ist der Hinweis für frühe 60-Ah-Fahrzeuge: Nicht jeder BMW i3 dieser frühen Baujahre besitzt CCS. Wenn Schnellladen für Sie wichtig ist, prüfen Sie vor dem Kauf oder vor der Reiseplanung die Ladebuchse. Sind unter dem Typ-2-Anschluss keine zwei großen DC-Kontakte vorhanden, ist nur AC-Laden möglich.

Reichweite und Effizienz

Der BMW i3 wurde als kompaktes Stadtauto mit besonders leichter LifeDrive-Architektur entwickelt. Dazu gehören ein Aluminium-Fahrmodul und eine Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die kurze Karosserie, das geringe Gewicht und die effiziente Raumnutzung machen den i3 besonders passend für Stadt, Pendelstrecken und regionale Fahrten.

Die Reichweite hängt stark von der Batterieversion ab. Der 60-Ah-i3 liegt in realistischen Angaben bei etwa 110 km. Der 94-Ah-i3 kommt auf ungefähr 160 km. Der 120-Ah-i3 erreicht als stärkste Version bis zu 307 km WLTP und in realitätsnahen Angaben etwa 230 km. BMW nannte für den 120-Ah-i3 ebenfalls bis zu 307 km WLTP.

Der i3s 120 Ah nutzt dieselbe 42,2-kWh-Bruttobatterie, ist aber sportlicher ausgelegt und etwas weniger effizient. Für ihn werden etwa 283 km WLTP und rund 230 km realistische Reichweite genannt. Im Winter, bei Autobahntempo, starkem Regen oder viel Heizungseinsatz sollte man konservativer planen.

Laden zu Hause

Für viele BMW-i3-Fahrer in Deutschland ist eine eigene Wallbox die bequemste Ladelösung. Eine 11-kW-Wallbox ist im deutschen Markt sehr verbreitet und passt gut zu späteren i3-Modellen mit dreiphasigem 11-kW-AC-Laden. Das Fahrzeug lädt jedoch nie schneller, als es sein Bordladegerät erlaubt.

Wenn Ihre Wallbox ein fest angeschlagenes Typ-2-Kabel besitzt, können Sie den BMW i3 direkt anschließen. Bei einer Wallbox mit Steckdose benötigen Sie ein Typ-2-Ladekabel. Ein 32-A-Kabel ist eine gängige Wahl, weil es an vielen AC-Ladepunkten nutzbar ist. Wer einen späteren 11-kW-fähigen i3 fährt und regelmäßig dreiphasige AC-Ladepunkte nutzt, sollte auf ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel achten.

Ein Schuko-Ladekabel sollte beim BMW i3 vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Das Laden an einer Haushaltssteckdose belastet Steckdose und Leitung über viele Stunden dauerhaft. Regelmäßiges Schuko-Laden sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat. Für den Alltag ist eine fachgerecht installierte Wallbox die deutlich passendere Lösung.

Öffentliches Laden

Öffentliches Laden mit dem BMW i3 teilt sich im Wesentlichen in AC-Normalladen und DC-Schnellladen. AC-Ladepunkte finden sich an Supermärkten, Parkhäusern, Hotels, Arbeitsplätzen und in Innenstädten. Viele dieser Säulen haben keine fest angeschlagenen Kabel, daher ist ein eigenes Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel wichtig.

Eine öffentliche 22-kW-AC-Säule lädt den BMW i3 nicht automatisch mit 22 kW. Entscheidend ist das Bordladegerät des Autos. Ein 120-Ah-i3 kann an kompatibler dreiphasiger AC-Infrastruktur bis zu 11 kW aufnehmen. Frühere oder einphasig begrenzte Fahrzeuge laden entsprechend langsamer. Das ist normal und bedeutet nicht, dass Ladekabel oder Ladesäule defekt sind.

Für Schnellladen nutzen Sie den fest angeschlagenen CCS-Stecker der Ladesäule. Das ist besonders hilfreich für Strecken außerhalb der komfortablen Alltagsreichweite. Die DC-Ladeleistung des i3 ist im Vergleich zu neueren Langstrecken-Elektroautos eher moderat, aber die Batterie ist auch kleiner. Gut geplante Stopps im Bereich von etwa 10 bis 80 % bleiben daher praktikabel.

Fahrzeugspezifische Hinweise

Beim BMW i3 lohnt sich ein genauer Blick auf die konkrete Ausführung. Der ursprüngliche i3 als Schrägheckmodell ist ein eigenes Fahrzeugkonzept. Reichweiten- oder Ladeangaben späterer Namensvarianten sollten nicht auf diesen i3 übertragen werden.

Außerdem gab es frühere BMW i3 mit Range Extender, kurz REx. Diese Fahrzeuge sind keine klassischen Plug-in-Hybride, bei denen ein Verbrennungsmotor direkt die Räder antreibt. Der kleine Benzinmotor dient als Generator, um den Batterieladezustand zu stützen. Spätere 120-Ah-Modelle in Europa wurden als reine Elektroautos angeboten.

Eine Wärmepumpe war beim BMW i3 nicht grundsätzlich in jedem Fahrzeug vorhanden, sondern ausstattungsabhängig. Gebrauchtwagenkäufer sollten daher die Ausstattungsliste prüfen. Funktionen wie Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Home oder Vehicle-to-Grid sollten beim ursprünglichen BMW i3 nicht vorausgesetzt werden.

Ladetipps

  • Prüfen Sie zuerst die Batterieversion: 60 Ah, 94 Ah oder 120 Ah.
  • Kontrollieren Sie bei frühen Fahrzeugen optisch, ob CCS vorhanden ist: Entscheidend sind die zwei unteren DC-Kontakte.
  • Für Wallboxen und öffentliche AC-Säulen ohne Kabel benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.
  • Eine 11-kW-Wallbox ist in Deutschland üblich, aber das Auto bestimmt die maximal nutzbare AC-Ladeleistung.
  • Erwarten Sie an einer 22-kW-AC-Säule keine 22 kW, wenn der BMW i3 nur 7,4 oder 11 kW aufnehmen kann.
  • Planen Sie DC-Schnellladestopps auf Reisen bevorzugt im Bereich von etwa 10 bis 80 %.
  • Nutzen Sie Schuko-Laden nur gelegentlich oder nach fachlicher Prüfung der Installation für dauerhafte Belastung.
  • Verlassen Sie sich beim Gebrauchtwagenkauf nicht allein auf das Baujahr, sondern prüfen Sie Ausstattung und Ladebuchse.

Häufige Fragen

Welches Ladekabel braucht der BMW i3?
Der ursprüngliche BMW i3 nutzt für AC-Laden einen Typ-2-Anschluss. Für Wallboxen oder öffentliche AC-Ladesäulen ohne festes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel. DC-Schnellladen erfolgt, sofern das Fahrzeug CCS besitzt, über das fest angeschlagene CCS-Kabel der Schnellladesäule.

Hat jeder BMW i3 CCS-Schnellladen?
Nein. Spätere Fahrzeuge haben CCS häufig, bei frühen 60-Ah-Modellen sollte man es aber nicht voraussetzen. Prüfen Sie die Ladebuchse auf die zwei großen unteren DC-Kontakte unterhalb des Typ-2-Anschlusses.

Kann der BMW i3 mit 11 kW laden?
Einige spätere Modelle, insbesondere der i3 120 Ah und i3s 120 Ah, können an einer passenden dreiphasigen AC-Ladeinfrastruktur bis zu 11 kW laden. Frühe 60-Ah-Fahrzeuge sind in der Regel mit bis zu 7,4 kW angegeben, und bei 94-Ah-Fahrzeugen kann die Ausstattung variieren.

Wie lange lädt ein BMW i3 zu Hause?
Ein BMW i3 120 Ah benötigt an 11 kW ungefähr 4 Stunden 15 Minuten von 0 auf 100 %. An 7,4 kW sind es etwa 6 Stunden 15 Minuten. Kleinere Batterieversionen können entsprechend schneller voll sein, wobei Start-Ladezustand, Temperatur, Batteriezustand und Ladeleistung eine Rolle spielen.

Kann ich den BMW i3 an Schuko laden?
Ja, mit einem geeigneten Schuko-Ladekabel ist das grundsätzlich möglich. Es sollte aber vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung dienen. Für regelmäßiges Laden muss eine Elektrofachkraft prüfen, ob Steckdose und Installation für die dauerhafte Belastung durch E-Auto-Laden geeignet sind.

Ist der BMW i3 als Gebrauchtwagen noch sinnvoll?
Für Fahrer, die ein kompaktes, effizientes und eigenständiges Elektroauto für Stadt, Pendelstrecke und regionale Fahrten suchen, kann der i3 weiterhin gut passen. Entscheidend ist, dass Batteriegröße, Reichweite und Ladeausstattung zum eigenen Nutzungsprofil passen.

Was das für Fahrer bedeutet

Der BMW i3 ist unkompliziert zu laden, sobald die konkrete Version bekannt ist. Bei einem späteren 120-Ah-Modell ist eine 11-kW-Wallbox in Deutschland eine sehr passende Lösung. Bei früheren Fahrzeugen sollten Sie genauer prüfen, ob das Auto einphasig oder dreiphasig lädt und welche Leistung an Ihrer Wallbox tatsächlich erreicht wird.

Der wichtigste Gebrauchtwagen-Check bleibt CCS. Wenn Schnellladen für Ihre Fahrten relevant ist, sollten Sie die Ladebuchse vor dem Kauf prüfen und nicht nur auf Modelljahr oder Anzeigeangaben vertrauen. Ist die Ladeausstattung geklärt, bleibt der i3 ein effizientes und charakterstarkes kompaktes Elektroauto mit gut beherrschbaren Ladeanforderungen.

Passendes Ladekabel für BMW i3

Für den BMW i3 ist in den meisten Fällen ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte ohne festes Kabel. Bei späteren 11-kW-fähigen Fahrzeugen ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll, während bei früheren Ausführungen die tatsächliche Ladeleistung vom Bordladegerät und der Installation abhängt.

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Hinweis: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladeleistung und Ausstattung können je nach Modelljahr, Marktversion und individueller Fahrzeugkonfiguration abweichen. Für verbindliche Angaben sollten Sie immer die Fahrzeugunterlagen und das Benutzerhandbuch prüfen.

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