BYD Dolphin Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

BYD Dolphin Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Der BYD Dolphin ist ein vollelektrischer fünftüriger Kompaktwagen mit Typ-2-Anschluss für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Dolphin hat exakt dieselben Ladedaten. Je nach Batteriegröße, Ausstattung, Modelljahr und Marktversion können sich AC- und DC-Ladeleistung unterscheiden.

Dieser Ratgeber hilft dabei, die passende Ladeausstattung für den BYD Dolphin einzuordnen. Er erklärt die Batterieoptionen, das Laden zu Hause, öffentliches Laden und die Auswahl des richtigen Ladekabels. Besonders bei gebrauchten oder früher ausgelieferten Fahrzeugen lohnt sich ein genauer Blick in die Fahrzeugunterlagen.

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BYD Dolphin Batterie- und Ladespezifikationen

Der BYD Dolphin ist ein reines Elektroauto und kein Plug-in-Hybrid. Er nutzt BYDs LFP-Blade-Batterietechnologie und basiert auf der e-Platform 3.0. Für das Laden ist die Anschlusslogik einfach: Typ 2 für AC-Laden an Wallboxen und vielen öffentlichen AC-Ladepunkten, CCS Combo 2 für DC-Schnellladen.

Beim AC-Laden bestimmt der Onboard-Lader des Fahrzeugs die maximale Ladeleistung. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten Bereich weit verbreitet, sofern die elektrische Installation dafür geeignet ist. Wenn der jeweilige Dolphin 11 kW AC unterstützt und die Wallbox entsprechend dreiphasig angeschlossen ist, kann diese Leistung genutzt werden. Unterstützt das Fahrzeug nur eine geringere AC-Leistung, lädt es auch an einer stärkeren Wallbox nur mit seiner eigenen Grenze.

Fahrzeug BYD Dolphin
Fahrzeugtyp Vollelektrischer Kompaktwagen
AC-Ladeanschluss Typ 2
DC-Schnellladeanschluss CCS Combo 2
Typisches Laden zu Hause in Deutschland Häufig bis 11 kW an einer geeigneten dreiphasigen Wallbox, abhängig von Fahrzeugvariante und Installation
Maximale AC-Ladeleistung Je nach Variante bis 11 kW
Maximale DC-Schnellladeleistung Abhängig von Batterie und Modelljahr; aktuelle Daten für 60,4-kWh-Modelle nennen bis zu 110 kW

Batterieoptionen

Beim BYD Dolphin sind vor allem zwei Batteriegrößen relevant. Welche Version Sie haben, beeinflusst Reichweite, Ladezeit und die sinnvolle Ladeplanung.

44,9 kWh Active / Boost: Frühere Fahrzeuge können mit einer 44,9-kWh-LFP-Blade-Batterie ausgestattet sein. Für diese Versionen wurden WLTP-Reichweiten von etwa 340 km für Active und etwa 311 km für Boost genannt. Die nutzbare Kapazität liegt ungefähr im Bereich von 44,9 kWh. Diese Batterie ist besonders bei Gebrauchtfahrzeugen oder älteren Lagerfahrzeugen relevant.

60,4 kWh Comfort / Design: Comfort- und Design-Modelle nutzen die größere Batterie. Für diese Version wird eine WLTP-Reichweite von etwa 426 km angegeben. Die nutzbare Kapazität liegt ungefähr bei rund 60,5 kWh. Gerade bei der DC-Schnellladeleistung sollten Fahrer dennoch Modelljahr und genaue Ausstattung prüfen, da sich Angaben je nach Version unterscheiden können.

AC-Ladeleistung

Für AC-Laden nutzt der BYD Dolphin einen Typ-2-Anschluss. Das betrifft das Laden an der heimischen Wallbox, an vielen Ladepunkten am Arbeitsplatz sowie an AC-Ladesäulen an Hotels, Supermärkten, Parkhäusern oder öffentlichen Parkplätzen.

Bei aktuellen 60,4-kWh-Versionen wird eine maximale AC-Ladeleistung von bis zu 11 kW genannt. Dafür müssen Fahrzeug, Ladekabel und Ladeinfrastruktur passend ausgelegt sein. An einer üblichen 11-kW-Wallbox in Deutschland kann der Dolphin dann dreiphasig laden, sofern die jeweilige Fahrzeugversion dies unterstützt. Für eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % ist beim größeren Akku grob mit einer Nacht zu rechnen; bei 7,4 kW werden für die 60,4-kWh-Version etwa 9 Stunden 45 Minuten genannt, an 11 kW entsprechend weniger.

Bei früheren 44,9-kWh-Fahrzeugen ist die Spezifikation genauer zu prüfen. Für Active wurden 7 kW beziehungsweise 7,4 kW AC genannt, für Boost finden sich je nach Datenstand unterschiedliche Angaben bis 11 kW beziehungsweise 7,4 kW. Wer einen gebrauchten Dolphin kauft oder besitzt, sollte daher nicht nur nach Ausstattungslinie gehen, sondern die fahrzeugspezifischen Unterlagen, die CoC-Papiere oder die Herstellerangaben zum konkreten Fahrzeug prüfen.

Eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule bedeutet nicht, dass der BYD Dolphin mit 22 kW lädt. Die maximale AC-Ladeleistung wird immer durch den Onboard-Lader des Autos begrenzt. Das Fahrzeug zieht also nur die Leistung, die es selbst unterstützt.

DC-Schnellladen

Für längere Strecken nutzt der BYD Dolphin DC-Schnellladen über CCS Combo 2. Dabei wird der Onboard-AC-Lader umgangen; die Batterie wird direkt mit Gleichstrom geladen. Die tatsächliche Ladeleistung hängt von der Ladesäule, dem Ladezustand, der Batterietemperatur, der Auslastung des Ladepunkts und der fahrzeugeigenen Ladekurve ab.

Für aktuelle 60,4-kWh-Modelle werden bis zu 110 kW DC-Ladeleistung und etwa 36 Minuten für 10 bis 80 % unter geeigneten Bedingungen genannt. Das ist ein sinnvoller Planungswert, aber kein garantiert erreichbarer Wert bei jeder Ladesitzung. Bei kalter Batterie, hoher Auslastung, geteilten Ladepunkten oder höherem Start-Ladezustand kann die Ladeleistung niedriger ausfallen.

Frühere Angaben für Comfort- und Design-Versionen nannten 88 kW DC und etwa 29 Minuten für 30 bis 80 %. Die 44,9-kWh-Versionen Active und Boost liegen niedriger; hier wurden 65 kW DC und rund 28 Minuten für 30 bis 80 % genannt. Für 44,9-kWh-Fahrzeuge ist für 10 bis 80 % ein vorsichtiger Planungswert von etwa 38 bis 40 Minuten sinnvoller als die neueren 110-kW-Angaben der größeren Batterie.

Die wichtigste Schlussfolgerung: Nicht jeder BYD Dolphin lädt mit 110 kW. Prüfen Sie Batteriegröße, Ausstattung und Modelljahr, bevor Sie Schnellladestopps auf langen Strecken planen.

Reichweite und Effizienz

Die offizielle WLTP-Reichweite variiert je nach Version. Für die 44,9-kWh-Version Active wurden etwa 340 km genannt, für Boost etwa 311 km. Die 60,4-kWh-Versionen Comfort und Design werden mit etwa 426 km WLTP angegeben. Diese Werte sind gut zum Vergleichen, ersetzen aber keine realistische Alltagsplanung.

Im Alltag beeinflussen Fahrstil, Autobahntempo, Außentemperatur, Beladung, Reifendruck, Reifenwahl sowie Heizung und Klimaanlage die Reichweite deutlich. Für die 60,4-kWh-Version wird eine realistische Reichweite im Bereich von rund 346 km genannt. Damit eignet sich der Dolphin gut für Pendelstrecken, Stadtverkehr und regionale Fahrten; für längere Autobahnetappen sollte DC-Schnellladen eingeplant werden. Fahrer der 44,9-kWh-Versionen sollten mit einer kürzeren nutzbaren Reichweite rechnen und Ladestopps etwas konservativer planen.

Laden zu Hause

Für viele Fahrer ist das Laden zu Hause die bequemste und oft auch günstigste Lösung. In Deutschland ist eine fest installierte Wallbox mit 11 kW eine übliche Wahl, sofern Hausanschluss, Leitung, Absicherung und Installation dafür geeignet sind. Ob der BYD Dolphin die 11 kW tatsächlich nutzt, hängt von der konkreten Fahrzeugvariante ab.

Bei einer Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel ist das Ladekabel bereits an der Wallbox vorhanden. Bei einer Wallbox ohne festes Kabel benötigen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel. Für den BYD Dolphin ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel oft eine flexible Wahl, weil es auch an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten verwendet werden kann. Die tatsächliche Ladeleistung richtet sich dennoch nach Fahrzeug und Ladepunkt.

Ein Schuko-Ladekabel kann als Not- oder Gelegenheitslösung hilfreich sein, etwa wenn keine Wallbox verfügbar ist. Für regelmäßiges Laden sollte eine Schuko-Steckdose jedoch nur verwendet werden, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat. Verzichten Sie auf Verlängerungskabel, beschädigte Steckdosen, Mehrfachsteckdosen und unbekannte Außensteckdosen.

Öffentliches Laden

Beim öffentlichen Laden gibt es zwei wichtige Kategorien: AC-Laden mit Typ 2 und DC-Schnellladen mit CCS Combo 2.

Öffentliche AC-Ladepunkte sind häufig nicht mit einem fest angeschlagenen Kabel ausgestattet. In diesem Fall benötigen Sie Ihr eigenes Typ-2-Ladekabel. Solche Ladepunkte sind sinnvoll, wenn das Auto ohnehin länger steht, zum Beispiel während der Arbeit, beim Einkaufen, im Hotel, im Parkhaus oder bei einem Stadtbesuch.

Ob eine AC-Ladesäule mit 11 kW oder 22 kW ausgewiesen ist, ändert nichts an der fahrzeugseitigen Grenze. Ein BYD Dolphin mit 11-kW-Onboard-Lader lädt an einer 22-kW-Säule maximal mit 11 kW. Unterstützt die konkrete Version nur 7,4 kW, bleibt es entsprechend bei dieser Grenze.

DC-Schnelllader und HPC-Lader haben in der Regel ein fest angeschlagenes CCS-Kabel. Dafür verwenden Sie kein eigenes Typ-2-Ladekabel. Bei der 60,4-kWh-Version ist unter guten Bedingungen ein 10-bis-80-%-Stopp von etwa 36 Minuten ein realistischer Planungswert. Bei 44,9-kWh-Fahrzeugen sollten eher etwa 38 bis 40 Minuten für 10 bis 80 % eingeplant werden.

Auf langen Fahrten ist es meist effizienter, von einem niedrigeren Ladezustand bis etwa 70 oder 80 % zu laden, statt auf 100 % zu warten. Die Ladeleistung sinkt typischerweise, je voller die Batterie wird. Die letzten Prozent dauern daher oft unverhältnismäßig lange.

Fahrzeugspezifische Hinweise

  • LFP-Blade-Batterie: Der BYD Dolphin nutzt BYDs LFP-Blade-Batterietechnologie. LFP-Zellen sind ein zentraler Bestandteil des Fahrzeugkonzepts.
  • Variante genau prüfen: 44,9-kWh- und 60,4-kWh-Versionen unterscheiden sich bei Reichweite und teils auch bei der Ladeleistung.
  • AC-Grenze beachten: 22-kW-AC-Ladesäulen können praktisch sein, erhöhen aber nicht die maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs.
  • DC-Ladeleistung variiert: Je nach Modelljahr und Batterie werden unterschiedliche Spitzenwerte genannt. Für die Reiseplanung ist der konkrete Fahrzeugstand entscheidend.
  • Kälte einplanen: Niedrige Temperaturen können Reichweite und Schnellladeleistung reduzieren. Planen Sie im Winter etwas mehr Reserve ein.

Ladetipps

  • Exakte Version feststellen: Prüfen Sie, ob Ihr Fahrzeug die 44,9-kWh- oder die 60,4-kWh-Batterie hat.
  • 11-kW-Wallbox sinnvoll nutzen: In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox häufig die passende Lösung für zu Hause, wenn Installation und Fahrzeug dies unterstützen.
  • Nicht auf 22 kW AC verlassen: Auch an einer 22-kW-AC-Säule lädt der Dolphin nur mit der vom Onboard-Lader erlaubten Leistung.
  • Typ-2-Ladekabel im Auto lassen: Es ist nützlich für öffentliche AC-Ladesäulen ohne festes Kabel und für Wallboxen ohne angeschlagenes Kabel.
  • Schnellladen im effizienten Bereich: Auf Reisen ist 10 bis 80 % oft sinnvoller als 10 bis 100 %.
  • Schuko nur vorsichtig verwenden: Ein Schuko-Ladekabel ist vor allem für Notfälle oder gelegentliches Laden gedacht. Für regelmäßiges Laden ist eine geprüfte Installation erforderlich.

Häufige Fragen

Welches Ladekabel braucht der BYD Dolphin?

Der BYD Dolphin nutzt ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden an Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten. Für DC-Schnellladen wird der CCS-Combo-2-Anschluss verwendet; das Kabel ist am Schnelllader fest angeschlagen.

Kann der BYD Dolphin mit 22 kW AC laden?

Nein, 22 kW AC werden vom BYD Dolphin nicht als fahrzeugseitige AC-Ladeleistung genutzt. Eine 22-kW-Ladesäule kann vorhanden sein, aber das Auto lädt nur mit der Leistung, die sein Onboard-Lader unterstützt, je nach Variante also beispielsweise bis 7,4 kW oder bis 11 kW.

Wie schnell lädt der BYD Dolphin an einer DC-Schnellladesäule?

Das hängt von der Version ab. Für aktuelle 60,4-kWh-Modelle werden bis zu 110 kW und etwa 36 Minuten für 10 bis 80 % genannt. Frühere 44,9-kWh-Versionen haben eine niedrigere DC-Ladeleistung; hier sind etwa 38 bis 40 Minuten für 10 bis 80 % ein vorsichtiger Planungswert.

Ist der BYD Dolphin ein Plug-in-Hybrid?

Nein. Der BYD Dolphin ist ein reines Elektroauto. Er hat keinen Benzinmotor und ist kein Plug-in-Hybrid.

Reicht ein Schuko-Ladekabel für den BYD Dolphin?

Ein Schuko-Ladekabel kann als Not- oder Gelegenheitslösung ausreichen, ist aber nicht die bevorzugte Lösung für regelmäßiges Laden. Wenn regelmäßig über Schuko geladen werden soll, muss eine Elektrofachkraft prüfen, ob Steckdose und Installation für die dauerhafte Belastung geeignet sind.

Was das für Fahrer bedeutet

Der BYD Dolphin ist unkompliziert zu laden, wenn die genaue Fahrzeugversion bekannt ist. Im Alltag reicht oft eine passende Wallbox zu Hause, ergänzt durch ein Typ-2-Ladekabel für öffentliche AC-Ladepunkte. Für längere Strecken steht DC-Schnellladen über CCS Combo 2 zur Verfügung.

Entscheidend ist, nicht alle Dolphin-Versionen gleich zu behandeln. Ein 60,4-kWh-Comfort- oder Design-Modell hat andere Lade- und Reichweitenwerte als ein früheres 44,9-kWh-Active- oder Boost-Fahrzeug. Wer gebraucht kauft, sollte Batteriegröße, Modelljahr und Ladeangaben sorgfältig prüfen. Für Reisen empfiehlt sich eine Planung mit realistischen Ladezeiten und zusätzlicher Reserve bei Kälte oder stark frequentierten Ladeorten.

Passendes Ladekabel für BYD Dolphin

Für den BYD Dolphin benötigen Sie für AC-Laden ein Typ-2-Ladekabel. Es eignet sich für Wallboxen ohne festes Kabel und für viele öffentliche AC-Ladepunkte. Wählen Sie ein Kabel, das zu Ihrer Wallbox, zur Fahrzeugvariante und zu Ihrer typischen Nutzung passt.

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Hinweis: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können sich je nach Modelljahr, Marktversion und Ausstattung unterscheiden. Verbindliche Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung und in den fahrzeugspezifischen Unterlagen.

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