Der Citroën ë-Berlingo, auch als e-Berlingo geschrieben, ist die vollelektrische Version des praktischen Berlingo-Konzepts: Schiebetüren, viel Stauraum, flexible Sitzmöglichkeiten und ein Innenraum für Familie, Freizeit oder gewerbliche Nutzung. Seit 2021 gibt es die Pkw-Versionen unter anderem als M mit 5 Sitzen und als XL mit bis zu 7 Sitzen. Zusätzlich existiert der ë-Berlingo Van, der ähnliche Ladetechnik nutzen kann, dessen Reichweite und Nutzlast jedoch abweichen können.
Für die Auswahl des passenden Ladekabels ist entscheidend: Der Citroën ë-Berlingo nutzt für AC-Laden einen Typ-2-Anschluss und für DC-Schnellladen CCS Combo 2. Nicht alle Modelle ab 2021 haben jedoch dieselbe Batteriekapazität, Reichweite oder AC-Ladeleistung. Frühere Modelle von 2021 bis Anfang 2024 verwenden den ursprünglichen 50-kWh-Akku, während das Facelift beziehungsweise aktuelle Modell mit größerer nutzbarer Kapazität und höherer offizieller Reichweite angegeben wird. Serienmäßig ist ein einphasiger 7,4-kW-Onboard-Lader vorgesehen; für bestimmte Versionen wurde ein dreiphasiger 11-kW-Onboard-Lader als Option gelistet.
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Citroën ë-Berlingo / e-Berlingo Batterie- und Ladespezifikationen
Der ë-Berlingo ist ein batterieelektrisches Fahrzeug und kein Plug-in-Hybrid. Er fährt ausschließlich elektrisch und wird über eine externe Stromquelle geladen. In Europa nutzt er die Kombination aus Typ 2 und CCS Combo 2: Der obere Typ-2-Teil der Ladebuchse wird für AC-Laden an Wallboxen, am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten verwendet. Der größere CCS-Anschluss wird für DC-Schnellladen an Schnellladesäulen genutzt.
Bei den relevanten Pkw-Versionen liegt die DC-Schnellladeleistung bei bis zu 100 kW. Die AC-Ladeleistung hängt dagegen nicht nur von der Wallbox oder Ladesäule ab, sondern vor allem vom im Fahrzeug verbauten Onboard-Lader. Viele Fahrzeuge sind auf 7,4 kW einphasig ausgelegt. Nur wenn der optionale 11-kW-Drehstrom-Onboard-Lader verbaut ist, kann der ë-Berlingo an einer geeigneten dreiphasigen AC-Ladequelle bis etwa 11 kW nutzen.
Batterieoptionen
Bei Modellen ab 2021 sollte zwischen zwei Batterieständen unterschieden werden. Die ursprüngliche Pkw-Version von 2021 bis Anfang 2024 wurde mit einer 50-kWh-Lithium-Ionen-Batterie angegeben. Für diese Version werden etwa 46,3 kWh nutzbare Kapazität genannt; die offizielle WLTP-Reichweite lag bei bis zu rund 280 km.
Das aktuelle beziehungsweise überarbeitete Modell ab etwa 2024 wird je nach Unterlage mit einer größeren Batterie angegeben. Citroën-Unterlagen nennen 52 kWh, während andere technische Daten etwa 52,0 kWh nominal und rund 50,0 kWh nutzbar aufführen. In einigen aktuellen Modellinformationen taucht auch eine 54-kWh-Angabe auf. Wenn die exakte Batteriekapazität wichtig ist, sollten daher Fahrzeugschein, Kaufunterlagen oder das konkrete Datenblatt des jeweiligen Fahrzeugs geprüft werden.
Die offiziellen WLTP-Reichweiten des aktuellen Modells liegen ungefähr bei 340 bis 343 km für die M-Version und bei rund 332 km für die XL-Version, abhängig von Ausstattung und Prüfgrundlage. Deshalb sollte für den ë-Berlingo ab 2021 nicht pauschal eine einzige Batteriekapazität oder Reichweite angenommen werden.
AC-Ladeleistung
Die serienmäßige AC-Ladetechnik vieler ë-Berlingo-Modelle ist ein einphasiger 7,4-kW-Onboard-Lader. Unter passenden Bedingungen entspricht das einer Ladezeit von etwa 7,5 bis 8 Stunden für eine vollständige Ladung, je nach Batterieversion, Ladezustand und Temperatur.
Für Deutschland ist dabei wichtig: Eine typische private Wallbox hat häufig 11 kW dreiphasig, also 16 A pro Phase. Ein ë-Berlingo mit einphasigem 7,4-kW-Lader kann daran nicht automatisch 7,4 kW ziehen. Je nach Wallbox, Installation und zulässiger einphasiger Stromstärke kann die tatsächliche Ladeleistung niedriger liegen, zum Beispiel bei etwa 3,7 kW an 16 A einphasig. Die konkrete Leistung hängt von der Elektroinstallation und den Einstellungen der Wallbox ab.
Ein optionaler 11-kW-Onboard-Lader wurde für bestimmte Versionen gelistet. Dieser ist besonders relevant in Deutschland, weil 11-kW-Drehstrom-Wallboxen im privaten Bereich weit verbreitet sind. Der Vorteil gilt aber nur, wenn das konkrete Fahrzeug diesen dreiphasigen Onboard-Lader tatsächlich besitzt und die Ladequelle dreiphasig bereitstellt.
Auch an öffentlichen AC-Ladesäulen gilt: Die Nennleistung der Ladesäule ist nicht automatisch die Ladeleistung des Autos. An einer 22-kW-AC-Säule lädt ein ë-Berlingo mit serienmäßigem 7,4-kW-Onboard-Lader weiterhin nur im Rahmen seiner einphasigen Fahrzeugbegrenzung. Mit optionalem 11-kW-Drehstromlader sind an geeigneten AC-Ladepunkten bis etwa 11 kW möglich, nicht 22 kW.
DC-Schnellladen
Für längere Strecken kann der ë-Berlingo über CCS Combo 2 mit bis zu 100 kW DC laden. Citroën nennt für eine Ladung von 0 auf 80 % an einer geeigneten 100-kW-DC-Schnellladesäule etwa 30 Minuten. Für das aktuelle Modell wird als praxisnahe Planungsgröße häufig ein Bereich von rund 28 Minuten für 10 bis 80 % genannt.
In der Praxis hängt die Schnellladeleistung von mehreren Faktoren ab: Batterietemperatur, Ladezustand, Außentemperatur, Leistung und Auslastung der Ladesäule sowie der Ladekurve des Fahrzeugs. Für kurze Stopps ist es meist sinnvoller, mit niedrigerem Akkustand anzukommen und bis etwa 80 % zu laden, statt auf die letzten 20 % zu warten. In diesem oberen Bereich reduziert das Fahrzeug die Ladeleistung üblicherweise deutlich.
Reichweite und Effizienz
Die Reichweite hängt stark davon ab, welche Version des ë-Berlingo gefahren wird. Die ursprüngliche Pkw-Version von 2021 bis Anfang 2024 wurde offiziell mit bis zu rund 280 km WLTP angegeben. Das aktuelle Facelift-Modell erreicht je nach Version etwa 340 bis 343 km WLTP als M und rund 332 km WLTP als XL.
Im Alltag liegt die Reichweite meist unter den WLTP-Werten, vor allem im Winter, bei hohem Autobahntempo, voller Beladung oder mit Dachträgern. Für das aktuelle M-Modell werden realistisch etwa 233 km unter gemischten Bedingungen genannt. Besitzer älterer Modelle sollten wegen der kleineren nutzbaren Batterie mit einer geringeren Alltagsreichweite rechnen als beim aktuellen Facelift.
Der ë-Berlingo ist auf Nutzwert ausgelegt, nicht auf maximale aerodynamische Effizienz. Die hohe Karosserie, die große Stirnfläche und der flexible Innenraum machen ihn praktisch, erhöhen aber bei schneller Fahrt den Energieverbrauch. Im Stadtverkehr, auf Pendelstrecken und bei gemischter Nutzung wirkt die Reichweite meist komfortabler als auf wiederholten schnellen Autobahnetappen.
Laden zu Hause
Für das regelmäßige Laden zu Hause ist in Deutschland in der Regel eine fest installierte Wallbox die sinnvollste Lösung. Häufig wird eine 11-kW-Wallbox installiert, die dreiphasig arbeitet. Ob der Citroën ë-Berlingo diese Leistung vollständig nutzt, hängt vom verbauten Onboard-Lader ab: Fahrzeuge mit optionalem 11-kW-Drehstromlader können eine 11-kW-Wallbox passend nutzen, während Fahrzeuge mit serienmäßigem 7,4-kW-Einphasenlader entsprechend begrenzt sind.
Wenn die Wallbox kein fest angeschlagenes Kabel hat, wird ein eigenes Typ-2-Ladekabel benötigt. Für den normalen AC-Betrieb ist ein 32-A-Typ-2-Ladekabel eine sinnvolle Wahl. Wer sicher weiß, dass der eigene ë-Berlingo den optionalen 11-kW-Drehstromlader besitzt und regelmäßig an dreiphasigen Ladepunkten lädt, sollte ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel wählen. Ein dreiphasiges Kabel kann auch an einphasigen Ladepunkten verwendet werden; ein rein einphasiges Kabel ermöglicht jedoch kein dreiphasiges 11-kW-Laden.
Ein Schuko-Ladekabel kann als Not- oder Gelegenheitslösung nützlich sein, etwa auf Reisen oder wenn keine Wallbox verfügbar ist. Für regelmäßiges Laden sollte eine Schuko-Steckdose nur verwendet werden, wenn eine Elektrofachkraft Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat. Haushaltssteckdosen sind nicht grundsätzlich für viele Stunden hoher Dauerlast ausgelegt. Für den Alltag ist eine korrekt installierte Wallbox in der Regel sicherer, schneller und komfortabler.
Öffentliches Laden
An öffentlichen AC-Ladepunkten nutzt der ë-Berlingo ein Typ-2-Ladekabel. Viele AC-Ladesäulen an Supermärkten, Hotels, Parkhäusern, Firmenstandorten oder innerstädtischen Ladepunkten haben kein festes Kabel. Deshalb sollte ein passendes Typ-2-Ladekabel im Fahrzeug liegen.
Eine 22-kW-AC-Ladesäule bedeutet nicht, dass der ë-Berlingo mit 22 kW lädt. Das Fahrzeug wird durch seinen Onboard-Lader begrenzt. Ein Modell mit serienmäßigem 7,4-kW-Einphasenlader bleibt entsprechend unterhalb dieser Säulenleistung; ein Modell mit optionalem 11-kW-Drehstromlader lädt an geeigneten AC-Ladepunkten mit bis zu etwa 11 kW.
Beim DC-Schnellladen ist das Kabel normalerweise fest an der Ladesäule montiert. Hier wird der CCS-Combo-2-Anschluss verwendet. Der ë-Berlingo kann bis zu 100 kW DC aufnehmen. Eine Ladesäule mit höherer Nennleistung kann problemlos genutzt werden, das Fahrzeug nimmt aber nur die Leistung auf, die es unter den aktuellen Bedingungen verarbeiten kann.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Wichtig sind vor allem die Unterschiede zwischen M und XL sowie zwischen frühen und aktuellen Batterieversionen. Die M-Version ist die kürzere 5-Sitzer-Variante. Die XL-Version bietet mehr Platz und bis zu 7 Sitze, kann aber durch Größe und Gewicht eine etwas geringere offizielle Reichweite haben.
Beim Gebrauchtkauf sollte geprüft werden, ob es sich um ein Modell von 2021 bis Anfang 2024 mit kleinerer nutzbarer Batterie oder um ein aktuelleres Facelift-Modell handelt. Ebenso wichtig ist die Frage, ob der optionale 11-kW-Drehstrom-Onboard-Lader verbaut ist. Das lässt sich nicht zuverlässig allein aus der äußeren Ladebuchse ableiten, da Typ 2 und CCS Combo 2 bei den Versionen grundsätzlich gleich aussehen können.
Ladetipps
- Modelljahr prüfen: Fahrzeuge von 2021 bis Anfang 2024 haben in der Regel eine kleinere nutzbare Batterie als aktuelle Facelift-Versionen.
- Onboard-Lader bestätigen: Nicht automatisch von 11 kW AC ausgehen. Serienmäßig ist häufig 7,4 kW einphasig.
- Typ-2-Ladekabel passend wählen: Ein 32-A-Typ-2-Ladekabel ist für den normalen AC-Betrieb sinnvoll; bei 11-kW-Drehstromlader empfiehlt sich ein dreiphasiges Kabel.
- 11-kW-Wallbox richtig einordnen: Eine deutsche 11-kW-Wallbox liefert dreiphasig 16 A. Ein einphasiger ë-Berlingo nutzt daran nicht automatisch 7,4 kW.
- CCS für Langstrecken nutzen: Schnellladestopps am besten im Bereich etwa 10 bis 80 % planen.
- Beladung und Wetter berücksichtigen: Passagiere, Gepäck, Kälte, Dachaufbauten und hohe Geschwindigkeit reduzieren die Reichweite.
- Van und Pkw nicht direkt vergleichen: Nutzlast, Aufbau und Einsatzprofil können die realen Verbrauchswerte deutlich verändern.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Citroën ë-Berlingo?
Für AC-Laden nutzt der Citroën ë-Berlingo einen Typ-2-Anschluss. Für öffentliches DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2; das Schnellladekabel ist dabei normalerweise fest an der Ladesäule angebracht.
Kann der Citroën ë-Berlingo mit 22 kW AC laden?
Nein, bei den hier betrachteten Pkw-Versionen sollte nicht von 22 kW AC-Ladeleistung ausgegangen werden. Serienmäßig ist häufig ein 7,4-kW-Einphasenlader verbaut. Einige Versionen haben optional einen 11-kW-Drehstromlader, der an geeigneten AC-Ladepunkten bis etwa 11 kW ermöglicht.
Wie lange lädt der Citroën ë-Berlingo an der Wallbox?
Bei 7,4 kW AC dauert eine vollständige Ladung typischerweise etwa 7,5 bis 8 Stunden, abhängig von Batterieversion, Ladezustand und Bedingungen. An einer deutschen 11-kW-Wallbox kann ein Fahrzeug mit einphasigem Onboard-Lader jedoch niedriger laden, wenn nur 16 A auf einer Phase genutzt werden. Mit optionalem 11-kW-Drehstromlader kann eine geeignete 11-kW-Wallbox besser ausgenutzt werden.
Wie schnell lädt der Citroën ë-Berlingo an einer Schnellladesäule?
Der ë-Berlingo unterstützt DC-Schnellladen über CCS Combo 2 mit bis zu 100 kW. Eine Ladung von 0 auf 80 % wird mit etwa 30 Minuten an einer geeigneten 100-kW-Säule angegeben; für 10 bis 80 % sind beim aktuellen Modell rund 28 Minuten eine sinnvolle Planungsgröße.
Ist der Citroën ë-Berlingo ein Plug-in-Hybrid?
Nein. Der Citroën ë-Berlingo ist ein vollelektrisches E-Auto. Er besitzt keinen Benzin- oder Dieselmotor für den Antrieb.
Reicht ein Schuko-Ladekabel für den Alltag?
Ein Schuko-Ladekabel ist vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung gedacht. Für regelmäßiges Laden sollte eine Schuko-Steckdose nur genutzt werden, wenn sie samt Elektroinstallation von einer Elektrofachkraft für dauerhafte E-Auto-Ladebelastung geprüft wurde. Für den Alltag ist eine Wallbox meist die bessere Lösung.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Citroën ë-Berlingo ist grundsätzlich unkompliziert zu laden, aber die genaue Version ist wichtig. Die Anschlussarten sind klar: Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Unterschiede gibt es bei nutzbarer Batteriekapazität, offizieller Reichweite und der Frage, ob der optionale 11-kW-AC-Onboard-Lader verbaut ist.
Für viele Fahrer in Deutschland ist eine fest installierte Wallbox die komfortabelste Ladelösung. Wer ein Fahrzeug mit 11-kW-Drehstromlader besitzt, kann eine typische 11-kW-Wallbox gut nutzen. Bei Fahrzeugen mit 7,4-kW-Einphasenlader sollte die tatsächliche Ladeleistung an der eigenen Wallbox geprüft werden. Für öffentliches AC-Laden gehört ein passendes Typ-2-Ladekabel ins Fahrzeug; für längere Strecken bietet CCS-Schnellladen mit bis zu 100 kW eine praktikable Möglichkeit, Ladepausen planbar zu halten.
Passendes Ladekabel für Citroën ë-Berlingo / e-Berlingo
Für Citroën ë-Berlingo Modelle ab 2021 eignen sich Typ-2-Ladekabel für Wallboxen, Arbeitsplatzladen und öffentliches AC-Laden. Je nach Fahrzeugausstattung und Nutzung kann ein einphasiges oder dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll sein.
Citroen e-Berlingo (Modelle ab 2021) Ladekabel ansehen
Hinweis: Diese Informationen dienen als Ratgeber. Ladeleistungen und technische Daten können je nach Modelljahr, Ausstattung und Marktversion abweichen. Für verbindliche Angaben sollten immer Fahrzeugunterlagen und Bedienungsanleitung geprüft werden.


