Fiat 500e Charging Cables (2020-) Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Fiat 500e Charging Cables (2020-) Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Der Fiat 500e der neuen Generation, auch als Fiat 500 Electric bekannt, ist ein kompaktes batterieelektrisches Auto für Stadt, Pendelstrecken und den Alltag im Umland. Die seit 2020 angebotenen europäischen Modelle sind klar vom früheren nordamerikanischen Fiat 500e zu unterscheiden. Für den deutschen Markt wichtig: Der Fiat 500e nutzt Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen.

Besonders relevant ist die Unterscheidung zwischen den beiden Batterievarianten. Das kleinere 24-kWh-Modell ist stärker auf kurze Alltagsstrecken ausgelegt und lädt an DC-Schnellladern mit einer niedrigeren Spitzenleistung. Die 42-kWh-Version bietet mehr Reichweite und eine höhere DC-Ladeleistung. Beide Varianten können an geeigneter dreiphasiger AC-Infrastruktur bis zu 11 kW laden, wobei das Fahrzeug immer durch seinen Onboard-Lader begrenzt ist.

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Fiat 500e (Modelle ab 2020) Batterie- und Ladespezifikationen

Der Fiat 500e ist ein reines Elektroauto, kein Plug-in-Hybrid und kein Mildhybrid. Europäische Modelle ab 2020 haben einen Typ-2-Anschluss für AC-Laden zu Hause, an der Wallbox oder an öffentlichen AC-Ladepunkten. Für DC-Schnellladen wird CCS Combo 2 genutzt. Die Ladebuchse sitzt bei europäischen Fahrzeugen hinten rechts an der Fahrzeugseite.

Spezifikation Fiat 500e 24 kWh Fiat 500e 42 kWh
Batteriegröße 23,8 kWh brutto, ca. 21,3 kWh nutzbar 42 kWh brutto, ca. 37,3 kWh nutzbar
Offizielle WLTP-Reichweite bis zu ca. 190 km je nach Version ca. 299–320 km
Geschätzte Praxisreichweite ca. 130 km ca. 230 km
AC-Laden Typ 2, bis 11 kW dreiphasig Typ 2, bis 11 kW dreiphasig
Typisches Laden zu Hause in Deutschland meist bis 11 kW an dreiphasiger Wallbox meist bis 11 kW an dreiphasiger Wallbox
DC-Schnellladen CCS Combo 2, bis 50 kW CCS Combo 2, bis 85 kW

Batterieoptionen

Die 24-kWh-Version besitzt eine Batterie mit 23,8 kWh Bruttokapazität und etwa 21,3 kWh nutzbarer Kapazität. Fiat rundet diese Variante üblicherweise auf 24 kWh und nennt eine WLTP-Reichweite von bis zu rund 190 km. In der Praxis eignet sich diese Ausführung vor allem für Stadtverkehr, Pendelstrecken, kurze Tagesetappen und regelmäßiges Nachladen zu Hause oder am Zielort.

Die 42-kWh-Version ist die flexiblere Wahl, wenn mehr Reichweite benötigt wird. Je nach Ausstattung, Karosserieform und Spezifikation liegen die offiziellen WLTP-Werte bei etwa 299 bis 320 km. Praxiswerte fallen niedriger aus, doch die größere Batterie bietet deutlich mehr Reserve für gemischte Fahrprofile und gelegentliche längere Strecken.

AC-Ladeleistung

Beide Batterievarianten unterstützen AC-Laden über Typ 2 mit bis zu 11 kW. Dafür wird eine geeignete dreiphasige Stromversorgung benötigt. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten Bereich weit verbreitet und für den Fiat 500e ein sehr passender Ladepunkt. Auch an vielen öffentlichen AC-Ladesäulen mit 11 oder 22 kW kann der Fiat 500e laden; entscheidend ist jedoch immer die maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs. Selbst an einer 22-kW-Säule lädt der Fiat 500e daher nur mit bis zu 11 kW.

An einer 11-kW-Wallbox kann der Fiat 500e mit 24-kWh-Batterie typischerweise in etwa zweieinhalb Stunden von leer auf voll geladen werden. Die 42-kWh-Version benötigt wegen der größeren Batterie ungefähr vier bis viereinviertel Stunden. An einphasigen 7,4-kW-Ladepunkten dauert der Ladevorgang entsprechend länger: grob etwa dreieinhalb Stunden beim 24-kWh-Modell und rund sechs Stunden beim 42-kWh-Modell.

Für AC-Laden ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl. Für 11 kW reicht technisch ein dreiphasiges 16-A-Typ-2-Ladekabel aus. Ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel kann sinnvoll sein, wenn es auch mit anderen Fahrzeugen oder an unterschiedlichen öffentlichen Ladepunkten genutzt werden soll; die Ladeleistung des Fiat 500e bleibt dennoch auf maximal 11 kW AC begrenzt.

DC-Schnellladen

Beim DC-Schnellladen unterscheiden sich die beiden Batterievarianten am deutlichsten. Das 24-kWh-Modell unterstützt CCS-Schnellladen mit bis zu 50 kW. Fiat nennt für 0–80 % einen Richtwert von etwa 30 Minuten; unter günstigen Bedingungen liegen 10–80-%-Ladevorgänge häufig im Bereich von gut 20 Minuten.

Das 42-kWh-Modell kann an einem geeigneten CCS-Schnelllader mit bis zu 85 kW laden. Fiat nennt rund 35 Minuten für 0–80 %, wobei 10–80 % unter idealen Bedingungen kürzer ausfallen können. Wichtig ist: Nicht jeder Fiat 500e lädt mit 85 kW. Diese höhere Spitzenleistung gilt für die 42-kWh-Version, während das 24-kWh-Modell auf bis zu 50 kW DC begrenzt ist.

Wie bei den meisten Elektroautos ist der schnellste Teil des DC-Ladevorgangs meist im mittleren Ladebereich zu finden. Oberhalb von etwa 80 % sinkt die Ladeleistung oft spürbar. Für längere Fahrten ist es daher meist effizienter, Ladestopps im Bereich von etwa 10–80 % zu planen, statt an jedem Schnelllader bis 100 % zu warten.

Reichweite und Effizienz

WLTP-Werte sind nützlich, um Modellvarianten zu vergleichen, sie sind aber keine Garantie für Autobahn- oder Winterreichweiten. Der Fiat 500e mit 24-kWh-Batterie wird mit bis zu rund 190 km WLTP angegeben; praxisnah sind eher etwa 130 km anzusetzen. Kälte, höhere Geschwindigkeiten, Steigungen, starker Regen und häufiges Heizen des Innenraums können die verfügbare Reichweite verringern.

Der Fiat 500e mit 42-kWh-Batterie erreicht offiziell je nach Version etwa 299 bis 320 km WLTP. In der Praxis liegt die Reichweite häufig eher um rund 230 km. Damit eignet sich diese Variante besser für Fahrer, die regelmäßig aus der Stadt herausfahren oder weniger oft laden möchten. Auf der Autobahn bei dauerhaft höherer Geschwindigkeit steigt der Verbrauch jedoch deutlich gegenüber langsamerem Stadtverkehr, wo der 500e besonders effizient ist.

Laden zu Hause

Für viele Fahrer ist das Laden zu Hause die bequemste Möglichkeit, den Fiat 500e im Alltag zu nutzen. Eine fest installierte Typ-2-Wallbox ermöglicht planbares Laden über Nacht oder während Standzeiten. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox für den Fiat 500e der naheliegende Standard, sofern Hausanschluss, Installation und Netzbetreiber-Vorgaben dazu passen.

Eine Wallbox ohne fest angeschlagenes Kabel wird mit einem eigenen Typ-2-Ladekabel verwendet. Das hält die Installation flexibel und das Kabel kann bei Bedarf separat ersetzt werden. Eine Wallbox mit festem Kabel ist komfortabel, weil das Ladekabel immer bereit hängt. Welche Variante besser passt, hängt vor allem vom Stellplatz, der gewünschten Ordnung und der Nutzung öffentlicher AC-Ladepunkte ab.

Ein Schuko-Ladekabel sollte beim Fiat 500e vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Es lädt deutlich langsamer als eine Wallbox und ist für regelmäßige Vollladungen, besonders beim 42-kWh-Modell, meist wenig komfortabel. Regelmäßiges Laden an Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für eine dauerhafte E-Auto-Ladebelastung geprüft hat.

Öffentliches Laden

Öffentliche AC-Ladepunkte sind nützlich an Supermärkten, Parkhäusern, Hotels, Arbeitsplätzen, Freizeiteinrichtungen und in Innenstädten. Viele dieser Ladepunkte haben eine Typ-2-Buchse ohne festes Kabel. In diesem Fall wird ein eigenes Typ-2-Ladekabel benötigt. Ladepunkte mit fest angeschlagenem Typ-2-Kabel können ebenfalls genutzt werden.

Für schnelleres Laden unterwegs nutzt der Fiat 500e CCS Combo 2. DC-Schnelllader haben immer ein fest angeschlagenes Kabel, ein eigenes DC-Kabel wird also nicht benötigt. Fahrer der 42-kWh-Version profitieren stärker von leistungsfähigeren CCS-Ladern als Fahrer der 24-kWh-Version. Dennoch liegt die Spitzenleistung des 42-kWh-Modells bei bis zu 85 kW und damit unter den Ladeleistungen größerer Elektroautos mit 150 kW oder mehr. Die 24-kWh-Version ist auf bis zu 50 kW DC begrenzt.

Fahrzeugspezifische Hinweise

Der Fiat 500e ab 2020 nutzt eine 400-Volt-Architektur und wurde in Europa unter anderem als Limousine, Cabrio und in manchen Märkten beziehungsweise Modelljahren auch als 3+1-Version angeboten. Das zentrale Ladeprofil ist einfach: Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für Schnellladen.

Auf Basis der hier zugrunde liegenden technischen Daten sollten Wärmepumpe, Batterie-Vorkonditionierung, Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Grid oder Vehicle-to-Home nicht als gesicherte Ausstattungsmerkmale eingeplant werden. Für die Praxis bedeutet das: Schnellladestopps sollten konservativ geplant werden, insbesondere bei Kälte, und bidirektionale Stromfunktionen sollten nicht vorausgesetzt werden.

Ladetipps

  • Vor längeren Fahrten prüfen, ob das Fahrzeug die 24-kWh- oder die 42-kWh-Batterie hat, da Reichweite und DC-Ladeleistung deutlich unterschiedlich sind.
  • Für zu Hause ist eine 11-kW-Typ-2-Wallbox in Deutschland meist die passendste Lösung, sofern die Elektroinstallation dafür geeignet ist.
  • Für öffentliche AC-Ladepunkte ein Typ-2-Ladekabel mitführen; Typ-1-Kabel sind für den europäischen Fiat 500e ab 2020 nicht passend.
  • An DC-Schnellladern nach Möglichkeit Ladestopps im Bereich von etwa 10–80 % planen, da die Ladeleistung oberhalb von 80 % meist abnimmt.
  • Beim 24-kWh-Modell Schnellladen eher als nützliche Unterstützung verstehen, nicht als Hauptlademethode für den Alltag.
  • Beim 42-kWh-Modell längere Fahrten entlang von CCS-Ladern planen, aber die maximale Fahrzeug-Ladeleistung von bis zu 85 kW berücksichtigen.

Häufige Fragen

Welches Ladekabel nutzt der Fiat 500e ab 2020?

Der europäische Fiat 500e ab 2020 nutzt ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2; Schnelllader haben dafür ein fest angeschlagenes Kabel.

Kann der Fiat 500e zu Hause mit 11 kW laden?

Ja, wenn eine geeignete dreiphasige Wallbox und eine passende Elektroinstallation vorhanden sind. Der Fiat 500e kann AC-seitig bis zu 11 kW aufnehmen. An stärkeren AC-Ladepunkten, etwa 22-kW-Säulen, bleibt er trotzdem auf maximal 11 kW begrenzt.

Lädt jeder Fiat 500e mit 85 kW DC?

Nein. Die 42-kWh-Version kann bis zu 85 kW DC aufnehmen. Die 24-kWh-Version ist auf bis zu 50 kW DC begrenzt.

Wie lange lädt der Fiat 500e an der Wallbox?

Als grober Richtwert lädt die 24-kWh-Version an 11 kW in etwa zweieinhalb Stunden von leer auf voll. Die 42-kWh-Version benötigt ungefähr vier bis viereinviertel Stunden. Die tatsächliche Ladezeit hängt unter anderem von Ladezustand, Batterietemperatur und Ladeleistung ab.

Ist der Fiat 500e für längere Strecken geeignet?

Die 42-kWh-Version eignet sich deutlich besser für gelegentliche längere Strecken als das 24-kWh-Modell. Die kleinere Batterie ist stärker auf Stadt- und Pendelverkehr ausgelegt. Autobahnfahrten sind möglich, benötigen aber mehr Planung und häufigere Ladestopps.

Was das für Fahrer bedeutet

Der Fiat 500e ist unkompliziert zu laden, doch die richtige Erwartung hängt stark von der Batterie ab. Die 24-kWh-Version passt besonders gut zu Stadtverkehr, kurzen Pendelstrecken und regelmäßigem Nachladen zu Hause oder am Ziel. Die 42-kWh-Version bietet mehr Reichweitenreserve und die höhere CCS-Ladeleistung für gelegentliche längere Fahrten.

Für die meisten Fahrer in Deutschland sind eine geeignete 11-kW-Wallbox und ein Typ-2-Ladekabel die wichtigste Grundlage. Wer häufig öffentliche AC-Ladepunkte nutzt, sollte ein eigenes Typ-2-Ladekabel im Fahrzeug haben, da viele Ladepunkte nur eine Buchse bereitstellen.

Passendes Ladekabel für Fiat 500e (Modelle ab 2020)

Für den Fiat 500e ab 2020 ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für das Laden an Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten. Für 11-kW-Laden ist dreiphasige Typ-2-Kompatibilität entscheidend. Ein 32-A-dreiphasiges Kabel kann zusätzliche Flexibilität an verschiedenen Ladepunkten bieten, auch wenn der Fiat 500e selbst maximal 11 kW AC nutzt.

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Bitte beachten: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladeleistung und Ausstattung können je nach Modelljahr, Ausführung und Marktversion abweichen. Für verbindliche Angaben sollte immer die Betriebsanleitung des Fahrzeugs herangezogen werden.

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