Der Fiat E-Ulysse ist ein vollelektrischer Großraum-Van für Familien, Hotels, Shuttle-Dienste, Flughafentransfers, Taxi-Einsätze und alle, die mehrere Sitzplätze ohne Benzin- oder Dieselmotor benötigen. Technisch ist er eng mit anderen elektrischen Stellantis-Personentransportern verwandt und wurde in Europa mit 50-kWh- und 75-kWh-Batterie angeboten.
Beim Fiat E-Ulysse ist wichtig, die genaue Ausstattung des einzelnen Fahrzeugs zu prüfen, besonders bei Gebrauchtwagen oder Importfahrzeugen. Für die Modelle aus dem Zeitraum 2022 bis 2024 sind die zentralen Ladeinformationen klar: Der E-Ulysse nutzt Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen.
Da der E-Ulysse ein großes, hoch bauendes Fahrzeug ist und häufig mit mehreren Personen und Gepäck gefahren wird, ist realistische Ladeplanung wichtiger als reine Prospektwerte. Dieser Ratgeber erklärt das Laden zu Hause, öffentliches Laden, die passende Ladekabel-Auswahl und die Reichweitenplanung für Familien, Shuttle-Betrieb und gewerbliche Nutzung.
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Fiat E-Ulysse Batterie- und Ladespezifikationen
Der Fiat E-Ulysse ist ein reines Elektroauto und kein Plug-in-Hybrid. Es gibt keinen Verbrennungsmotor, daher hängt die gesamte Nutzung von der Traktionsbatterie und einer passenden Ladeinfrastruktur ab.
| Fahrzeugtyp | Vollelektrischer Großraum-Van / Personentransporter |
|---|---|
| Ladeanschluss | Typ 2 AC / CCS Combo 2 DC |
| Position des Ladeanschlusses | Vorne links an der Fahrzeugseite |
| Serienmäßige AC-Ladeleistung | 7,4 kW Typ-2-Onboard-Lader |
| Mögliche AC-Option | Einige Fahrzeuge können je nach Markt und Ausstattung 11 kW AC unterstützen |
| DC-Schnellladen | Bis etwa 100 kW an einer geeigneten CCS-Schnellladesäule |
| Plattform | 400-Volt-Architektur auf Stellantis-EMP2-Basis |
Der wichtigste praktische Punkt: Eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule macht aus einem E-Ulysse mit 7,4-kW-Onboard-Lader kein 22-kW-Fahrzeug. Die maximale AC-Ladeleistung wird immer durch den Onboard-Lader im Fahrzeug begrenzt. Hat Ihr Fahrzeug den optionalen 11-kW-Onboard-Lader, kann es an einer passenden dreiphasigen AC-Ladestation bis zu 11 kW nutzen.
Batterieoptionen
Für den Fiat E-Ulysse wurden im Zeitraum 2022 bis 2024 zwei wesentliche Batteriegrößen geführt: 50 kWh und 75 kWh. Die 75-kWh-Version passt besser zu regelmäßigen Langstrecken, Shuttle-Betrieb und Fahrten mit mehreren Personen. Die 50-kWh-Version eignet sich eher für kürzere, planbare Strecken und feste Tagesfahrleistungen.
| Batterieversion | Geschätzte nutzbare Batteriekapazität | WLTP-Reichweite | Realistische Reichweitenplanung |
|---|---|---|---|
| 50 kWh | ca. 46,3 kWh | bis ca. 230 km | ca. 180 km |
| 75 kWh | ca. 69 kWh | bis ca. 330 km | ca. 265 km |
Je nach Angebot gibt es außerdem unterschiedliche Karosserielängen, darunter L2- und L3- beziehungsweise Long-Versionen. Die grundlegende Ladetechnik ist ähnlich, die tatsächliche Effizienz hängt jedoch stark von Beladung, Geschwindigkeit, Temperatur, Reifen, Fahrstil und Strecke ab.
AC-Ladeleistung
AC-Laden bedeutet beim Fiat E-Ulysse in der Praxis das Laden an einer Wallbox, einer Ladesäule am Arbeitsplatz, am Hotel, im Parkhaus oder an einer sogenannten Destination-Charging-Ladestation. Dafür nutzt der E-Ulysse den Typ-2-Anschluss.
Serienmäßig wird der E-Ulysse mit einem 7,4-kW-AC-Onboard-Lader angegeben. Bei dieser Ladeleistung dauert eine vollständige AC-Ladung der 75-kWh-Version von niedrigem Ladestand bis voll grob etwa 11 Stunden. Die 50-kWh-Version benötigt ungefähr 7,5 Stunden. Diese Werte sind Planungswerte, keine garantierten Zeiten, da das Laden gegen Ende langsamer werden kann und der Start-Ladestand variiert.
Einige Fahrzeuge können je nach ursprünglichem Markt und Ausstattung einen 11-kW-Onboard-Lader besitzen. Damit reduziert sich die Ladezeit auf ungefähr 7,5 Stunden für die 75-kWh-Version und etwa 5 Stunden für die 50-kWh-Version. 11-kW-AC-Laden setzt in der Regel eine dreiphasige Stromversorgung voraus, wie sie bei vielen deutschen Wallboxen üblich ist.
Wichtig für Deutschland: Eine übliche 11-kW-Wallbox stellt 16 Ampere auf drei Phasen bereit. Ein Fahrzeug mit einphasigem 7,4-kW-Lader kann an so einer Wallbox nicht automatisch 7,4 kW ziehen; je nach Wallbox, Installation und Phasenbelegung kann die Ladeleistung niedriger ausfallen. An 22-kW-AC-Ladepunkten kann ein 7,4-kW-Onboard-Lader ebenfalls nur im Rahmen seiner eigenen Begrenzung laden. Prüfen Sie beim Kauf eines gebrauchten E-Ulysse daher ausdrücklich, ob 7,4 kW oder 11 kW AC verbaut sind.
DC-Schnellladen
Für längere Strecken, Autobahnfahrten und einsatzreiche Tage nutzt der Fiat E-Ulysse CCS Combo 2 zum DC-Schnellladen. DC-Schnellladesäulen haben fest angeschlagene Kabel, daher benötigen Sie kein eigenes CCS-Ladekabel.
Die 75-kWh-Version wird mit DC-Schnellladen bis etwa 100 kW angegeben. Ein typischer Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert unter passenden Bedingungen rund 40 Minuten; in Stellantis-Angaben wurden je nach Batterie und Bedingungen etwa 45 Minuten bis 80 Prozent genannt. Die 50-kWh-Version wird mit bis zu rund 101 kW und etwa 28 Minuten für 10 bis 80 Prozent angegeben.
Die tatsächliche Schnellladeleistung hängt von der Leistung der Ladesäule, Batterietemperatur, aktuellem Ladestand, Standortzuverlässigkeit und der Auslastung des Ladeparks ab. Da für den E-Ulysse aus diesem Zeitraum keine Batterie-Vorkonditionierung als gesicherte Ausstattung genannt wird, sollte bei kaltem Wetter mit geringerer Schnellladeleistung gerechnet werden.
Reichweite und Effizienz
Der Fiat E-Ulysse hat eine große Stirnfläche und die Karosserieform eines Personentransporters. Das sorgt für viel Platz, bedeutet aber auch, dass der Verbrauch auf der Autobahn spürbar höher sein kann als im Stadt- oder Vorortverkehr. Besonders relevant ist das für Flughafentransfers, Shuttle-Fahrten und Urlaubsreisen mit mehreren Personen, Gepäck, Heizung oder Klimaanlage.
Für die 75-kWh-Version liegt die WLTP-Reichweite bei bis zu rund 330 km, während eine vorsichtigere Alltagsplanung eher bei etwa 265 km liegt. Für die 50-kWh-Version sind es bis zu rund 230 km nach WLTP und etwa 180 km als realistische Planungsgröße. Im Winter, bei dauerhaft hohem Autobahntempo oder voller Beladung sollte zusätzlich Reserve eingeplant werden.
Sinnvoll ist es, Strecken um zuverlässige Ladepunkte herum zu planen, statt die angegebene Maximalreichweite vollständig auszureizen. Im gewerblichen Einsatz können kurze Zwischenladungen während Wartezeiten praktischer sein als ein sehr niedriger Akkustand am Ende des Tages.
Laden zu Hause
Für den deutschen Markt ist eine fachgerecht installierte 11-kW-Wallbox zu Hause oder am Betriebshof die naheliegende Lösung. Sie ist für regelmäßiges Laden deutlich geeigneter als eine Haushaltssteckdose und passt gut, wenn der E-Ulysse jeden Abend an denselben Standort zurückkehrt.
Hat Ihr E-Ulysse den optionalen 11-kW-Onboard-Lader, kann er eine dreiphasige 11-kW-Wallbox entsprechend nutzen. Bei Fahrzeugen mit serienmäßigem 7,4-kW-AC-Lader hängt die tatsächliche Ladeleistung an deutschen Wallboxen stärker von der Installation und Wallbox-Konfiguration ab. Lassen Sie die Auslegung deshalb von einem Elektrofachbetrieb prüfen, insbesondere wenn das Fahrzeug regelmäßig über Nacht geladen werden soll.
Eine Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel ist bequem für tägliches Laden. Eine Wallbox mit Typ-2-Buchse wirkt aufgeräumter und flexibler, benötigt aber ein separates Typ-2-Ladekabel. Dieses separate Ladekabel ist ohnehin sinnvoll, weil viele öffentliche AC-Ladepunkte in Deutschland keine fest angeschlagenen Kabel haben.
Ein Schuko-Ladekabel sollte beim Fiat E-Ulysse vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Wegen der großen Batterie ist Laden über Schuko sehr langsam und für hohe Tagesfahrleistungen kaum praktikabel. Regelmäßiges Laden an Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat.
Öffentliches Laden
Öffentliches Laden beim Fiat E-Ulysse lässt sich in zwei Bereiche einteilen: AC-Laden am Zielort und DC-Schnellladen unterwegs.
AC-Laden ist sinnvoll, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden steht, zum Beispiel am Hotel, am Flughafenparkplatz, am Arbeitsplatz, im Parkhaus, an Freizeiteinrichtungen oder über Nacht. Viele dieser Ladepunkte erfordern ein eigenes Typ-2-Ladekabel. Auch wenn eine AC-Säule mit 22 kW ausgeschildert ist, lädt ein E-Ulysse mit serienmäßigem 7,4-kW-Onboard-Lader nicht mit 22 kW. Ein Fahrzeug mit optionalem 11-kW-Onboard-Lader kann an geeigneten dreiphasigen AC-Ladepunkten bis zu 11 kW nutzen.
DC-Schnellladen ist die bessere Wahl auf langen Strecken oder zwischen Fahrten mit zahlenden Fahrgästen. Nutzen Sie CCS-Schnelllader, möglichst an Ladeparks mit mehreren Ladepunkten. Ein Stopp von 10 auf 80 Prozent ist meist zeiteffizienter als das Laden bis 100 Prozent, da die Ladeleistung mit steigendem Batteriestand typischerweise sinkt.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der E-Ulysse basiert auf der Stellantis-EMP2-Plattform und nicht auf einer reinen, von Grund auf entwickelten Elektroauto-Plattform. Er verwendet die in Europa gängigen Ladeanschlüsse: Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Damit ist das Laden in Deutschland und im europäischen Ausland grundsätzlich unkompliziert, sofern das passende Typ-2-Ladekabel sowie geeignete Lade-Apps, Ladekarten oder Zahlungsmethoden vorhanden sind.
Für die E-Ulysse-Modelle aus dem Zeitraum 2022 bis 2024 werden Wärmepumpe, Batterie-Vorkonditionierung, Vehicle-to-Load oder Vehicle-to-Grid nicht als gesicherte Ausstattungen geführt. Planen Sie Winterreichweite und Schnellladestopps daher mit Reserve, besonders bei Flughafentransfers, Taxi-Einsätzen und Familienfahrten bei niedrigen Temperaturen.
Ladetipps
- Onboard-Lader prüfen: Klären Sie beim Gebrauchtkauf, ob Ihr E-Ulysse den serienmäßigen 7,4-kW-AC-Lader oder den optionalen 11-kW-Lader besitzt.
- Passendes Typ-2-Ladekabel wählen: Für viele öffentliche AC-Ladepunkte und Wallboxen ohne festes Kabel benötigen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel.
- 22 kW AC nicht voraussetzen: Eine 22-kW-Säule kann die Grenze des Onboard-Laders nicht umgehen.
- CCS für schnelles Laden nutzen: Schnelllader haben fest angeschlagene CCS-Kabel; ein eigenes DC-Schnellladekabel ist nicht erforderlich.
- Mit realistischer Reichweite planen: Bei der 75-kWh-Version sind etwa 265 km im gemischten Alltag oft sinnvoller als reine WLTP-Planung.
- Winterreserve einplanen: Kälte, Innenraumheizung, nasse Straßen und Autobahntempo können die nutzbare Reichweite deutlich reduzieren.
- Bei Shuttle-Betrieb opportunistisch laden: Kurze Nachladungen während Wartezeiten können einfacher sein als ein langer Ladestopp am Tagesende.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel nutzt der Fiat E-Ulysse?
Der Fiat E-Ulysse nutzt ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden an Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2; öffentliche Schnelllader haben das passende CCS-Kabel fest angeschlagen.
Ist der Fiat E-Ulysse ein Hybrid?
Nein. Der E-Ulysse ist ein vollelektrisches Fahrzeug. Er sollte nicht mit nicht-elektrischen Fiat-Ulysse-Dieselmodellen verwechselt werden, die in einigen Märkten angeboten wurden.
Wie schnell lädt der Fiat E-Ulysse zu Hause?
Das hängt vom Onboard-Lader und von der Wallbox ab. Viele deutsche Wallboxen liefern 11 kW dreiphasig. Hat der E-Ulysse den optionalen 11-kW-Lader, kann er diese Leistung nutzen. Fahrzeuge mit 7,4-kW-AC-Lader laden entsprechend begrenzt und können an typischen 11-kW-Wallboxen je nach Installation langsamer laden.
Unterstützt der Fiat E-Ulysse 11 kW AC-Laden?
Einige Fahrzeuge können je nach Markt und Ausstattung 11 kW AC unterstützen. Das sollte aber nicht für jeden gebrauchten oder importierten E-Ulysse vorausgesetzt werden. Für 11 kW AC ist eine geeignete dreiphasige Ladeinfrastruktur erforderlich.
Wie lange dauert DC-Schnellladen?
Die 75-kWh-Version benötigt unter passenden Bedingungen etwa 40 Minuten für 10 bis 80 Prozent an einem geeigneten CCS-Schnelllader. Die 50-kWh-Version wird mit etwa 28 Minuten für 10 bis 80 Prozent angegeben. Temperatur, Ladestand und Säulenleistung können die Zeit deutlich beeinflussen.
Ist die 50-kWh- oder 75-kWh-Version besser für lange Strecken?
Für lange Familienfahrten, Taxi-Einsätze und Shuttle-Nutzung ist die 75-kWh-Version die flexiblere Wahl, weil sie deutlich mehr Reichweite bietet. Die 50-kWh-Version kann gut funktionieren, wenn die täglichen Strecken kurz und planbar sind.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Fiat E-Ulysse kann ein praktischer elektrischer Personentransporter sein, verlangt aber realistische Ladegewohnheiten. Sinnvoll sind eine fachgerecht installierte Wallbox zu Hause oder am Betriebshof, ein geeignetes Typ-2-Ladekabel für öffentliche AC-Ladepunkte und geplante CCS-Schnellladestopps an längeren Tagen.
Die 75-kWh-Version bietet die größte Flexibilität, insbesondere für große Familien, Hotels, Flughafenshuttles und Fahrdienste. Die 50-kWh-Version eignet sich besser für kürzere, planbare Routen. In beiden Fällen sollten Autobahnfahrten, Winterbetrieb und volle Beladung bei der Reichweitenplanung berücksichtigt werden.
Passendes Ladekabel für Fiat E-Ulysse
Für den Fiat E-Ulysse ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für AC-Laden an Wallboxen und vielen öffentlichen Ladepunkten. Achten Sie bei der Auswahl auf die benötigte Kabellänge, die Stromstärke und darauf, ob Ihr Fahrzeug 7,4 kW oder 11 kW AC unterstützt.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Ratgeber. Ladeleistungen und Ausstattungen können je nach Modelljahr, Marktversion und Fahrzeugkonfiguration abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs oder bei Fiat.


