Der aktuelle Ford Explorer für Europa ist ein vollelektrisches SUV/Crossover-Modell. Er sollte nicht mit dem älteren Ford Explorer Plug-in-Hybrid oder mit nicht-elektrischen Explorer-Modellen anderer Märkte verwechselt werden. Für die Auswahl des passenden Ladekabels ist diese Unterscheidung wichtig: Der aktuelle elektrische Explorer nutzt Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen.
Dieser Ratgeber bezieht sich auf den aktuellen vollelektrischen Ford Explorer auf Basis der vorliegenden MY26-Modellinformationen. Die Baureihe umfasst Standard Range RWD, Extended Range RWD und Extended Range AWD. Batteriekapazität, Reichweite und DC-Ladeleistung unterscheiden sich je nach Version. Wenn Sie einen früheren Explorer EV, den älteren Explorer Plug-in-Hybrid oder ein Importmodell fahren, prüfen Sie vor dem Kauf eines Ladekabels die Angaben im Fahrzeughandbuch und an der Ladebuchse.
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Ford Explorer Batterie- und Ladespezifikationen
Aktuelle Ford Explorer Elektroauto-Modelle verwenden einen Typ-2-Anschluss für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Alle aktuellen MY26-Varianten sind mit einem 11-kW-AC-Onboard-Lader angegeben. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox zu Hause weit verbreitet, sofern Installation, Netzanschluss und Anmeldung entsprechend passen. Das Fahrzeug lädt dabei nur so schnell, wie es der Ladepunkt, das Kabel und der Onboard-Lader gemeinsam zulassen.
Beim DC-Schnellladen hängt die maximale Ladeleistung von Batterie und Antrieb ab. Der Standard Range RWD ist mit bis zu rund 105 kW DC angegeben, der Extended Range RWD mit bis zu rund 183 kW und der Extended Range AWD mit bis zu rund 185 kW. Das sind Spitzenwerte, die nicht über den gesamten Ladevorgang anliegen.
Batterieoptionen
Die aktuelle Ford Explorer Elektroauto-Baureihe lässt sich am einfachsten nach den drei Batterie- und Antriebskombinationen unterscheiden:
- Standard Range RWD: 58 kWh nutzbare Batteriekapazität. Je nach Ausstattung liegen die WLTP-Reichweiten bei umgerechnet rund 439 km beziehungsweise rund 415 km. Als vorsichtiger Praxiswert werden etwa 330 km kombinierte Reichweite genannt.
- Extended Range RWD: 79 kWh nutzbare Batteriekapazität. Je nach Ausstattung reichen die WLTP-Werte bis zu umgerechnet rund 602 km, mit weiteren Varianten bei etwa 583 km beziehungsweise 570 km. Als kombinierter Praxiswert werden etwa 443 km genannt.
- Extended Range AWD: 77 kWh nutzbare Batteriekapazität. Für die aktuelle Premium-AWD-Variante liegt der WLTP-Wert bei umgerechnet rund 517 km. Als kombinierter Praxiswert werden etwa 426 km genannt.
Der Standard Range ist die Variante mit kleinerer Batterie und kann gut passen, wenn regelmäßig zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einem festen Ladepunkt geladen werden kann. Der Extended Range RWD ist die reichweitenstärkere Ausführung. Der AWD bietet Allradantrieb und mehr Traktion, hat aber nicht die höchste angegebene Reichweite der Baureihe.
AC-Ladeleistung
AC-Laden nutzen Sie typischerweise zu Hause, am Arbeitsplatz, in Parkhäusern, an Hotels und an vielen öffentlichen Normalladepunkten. Der aktuelle Ford Explorer hat einen 11-kW-AC-Onboard-Lader. Für Deutschland sind vor allem diese Szenarien relevant:
- 11-kW-Wallbox zu Hause: In Deutschland sind dreiphasige 11-kW-Wallboxen sehr verbreitet. Sie passen gut zur maximalen AC-Ladeleistung des Explorer.
- Öffentliche AC-Ladepunkte mit 11 oder 22 kW: Auch wenn eine öffentliche Säule 22 kW bereitstellt, lädt der Ford Explorer AC-seitig maximal mit 11 kW, weil der Onboard-Lader des Fahrzeugs die Grenze setzt.
- Einphasiges AC-Laden: An manchen Ladepunkten oder Installationen kann die Leistung niedriger ausfallen. Entscheidend sind Ladepunkt, Stromversorgung, Ladekabel und Fahrzeug.
Als grobe Orientierung kann eine 11-kW-Wallbox über Nacht einen erheblichen Teil der Batterie nachladen. Der Standard Range mit 58 kWh nutzbarer Kapazität lässt sich entsprechend schneller vollständig laden als die größeren Extended-Range-Versionen. Die tatsächliche Ladedauer hängt unter anderem vom Start- und Ziel-Ladestand, der verfügbaren Leistung und den Umgebungsbedingungen ab.
Für öffentliches AC-Laden ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel die richtige Kabelart. Empfehlenswert ist ein 32-A-Typ-2-Ladekabel, idealerweise dreiphasig ausgelegt. Damit sind Sie sowohl für 11-kW-AC-Laden als auch für viele öffentliche AC-Ladepunkte mit höherer Säulenleistung gut vorbereitet, auch wenn das Auto selbst bei 11 kW AC begrenzt.
DC-Schnellladen
Für Autobahnfahrten und längere Strecken nutzt der Ford Explorer CCS Combo 2. An DC-Schnellladern verwenden Sie in der Regel kein eigenes Ladekabel, da Schnellladesäulen ein fest angeschlagenes CCS-Kabel haben.
Die aktuellen MY26-Schnellladedaten unterscheiden sich je nach Version:
- Standard Range RWD: bis zu rund 105 kW DC; ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert ungefähr 26 bis 27 Minuten, abhängig von Bedingungen und Quelle.
- Extended Range RWD: bis zu rund 183 kW DC; 10 auf 80 Prozent dauert etwa 29 Minuten.
- Extended Range AWD: bis zu rund 185 kW DC; 10 auf 80 Prozent dauert etwa 27 Minuten.
Diese Werte setzen günstige Bedingungen voraus. Die Ladeleistung sinkt während des Ladevorgangs, besonders bei höheren Ladeständen oberhalb von etwa 80 Prozent. Auch eine kalte Batterie kann die Ladeleistung reduzieren. Für Langstrecken ist es meist effizienter, mit niedrigerem Ladestand am Schnelllader anzukommen, bis etwa 80 Prozent zu laden und dann weiterzufahren, statt auf die letzten Prozent zu warten.
Reichweite und Effizienz
Die höchste angegebene WLTP-Reichweite des aktuellen Ford Explorer liegt bei bestimmten Extended-Range-RWD-Versionen bei umgerechnet bis zu rund 602 km. In der Praxis hängt die Reichweite jedoch stark von Geschwindigkeit, Temperatur, Straßenprofil, Reifen- und Felgengröße, Heizung oder Klimaanlage, Zuladung und Fahrstil ab.
Als vorsichtige Planungswerte können Sie mit etwa 330 km kombinierter Praxisreichweite für den Standard Range RWD, etwa 443 km für den Extended Range RWD und etwa 426 km für den Extended Range AWD rechnen. Bei winterlicher Autobahnfahrt kann die Reichweite niedriger ausfallen. Bei mildem Wetter und moderatem Tempo kann sie höher liegen.
Für die Ladeplanung ist das wichtig. Ein Standard Range Explorer kann im Alltag sehr gut funktionieren, benötigt auf langen Strecken aber häufiger Ladestopps als eine Extended-Range-Version. Der Extended Range RWD ist die stärkste Wahl, wenn maximale Reichweite im Vordergrund steht. Der AWD bietet mehr Traktion und Leistung, erreicht aber nicht die höchste Reichweitenangabe.
Laden zu Hause
Für viele Fahrer ist das Laden zu Hause die bequemste und oft günstigste Lösung, besonders mit einem passenden Stromtarif. Eine fest installierte Wallbox ist gegenüber dem Laden an einer Haushaltssteckdose klar vorzuziehen, weil sie für regelmäßiges Laden eines E-Autos ausgelegt ist und höhere Ladeleistungen ermöglicht.
Da der Ford Explorer bis zu 11 kW AC aufnehmen kann, passt eine dreiphasige 11-kW-Wallbox in Deutschland sehr gut zum Fahrzeug. Die Installation sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen. Außerdem sind die jeweils geltenden Anforderungen des Netzbetreibers zu beachten. Ob tatsächlich 11 kW möglich sind, hängt von Hausanschluss, Installation, Wallbox und gegebenenfalls Lastmanagement ab.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Notlösung oder für gelegentliches Laden verstanden werden. Wenn regelmäßig an Schuko geladen werden soll, muss eine Elektrofachkraft vorher prüfen, ob Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation für die dauerhafte Belastung durch E-Auto-Laden geeignet sind. Verlängerungskabel sollten vermieden werden, sofern sie nicht ausdrücklich für diesen Zweck geeignet und freigegeben sind. Wärmeentwicklung, Beschädigungen oder Fehlermeldungen an Stecker oder Steckdose sollten niemals ignoriert werden.
Wenn Sie ein vorhandenes Kabel ersetzen, ein Ersatzkabel kaufen oder ein längeres Kabel benötigen, achten Sie auf ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel mit passender Strombelastbarkeit. Für den Ford Explorer ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel eine flexible Wahl für Wallboxen und öffentliches AC-Laden.
Öffentliches Laden
Öffentliches Laden lässt sich grob in AC-Zielladen und DC-Schnellladen einteilen. AC-Ladepunkte finden Sie häufig an Parkplätzen, Hotels, Einkaufszentren, Arbeitsplätzen, Innenstädten und Freizeiteinrichtungen. Dort benötigen Sie oft Ihr eigenes Typ-2-Ladekabel. Für den Explorer ist ein 32-A-Typ-2-Kabel mit dreiphasiger Auslegung eine praxisgerechte Wahl.
DC-Schnelllader und HPC-Ladepunkte sind für längere Strecken die bessere Option. Sie nutzen den CCS-Teil der Ladebuchse und verfügen über ein fest angeschlagenes Kabel. Sie stecken den CCS-Stecker ein, folgen den Zahlungs- oder App-Anweisungen, und Fahrzeug sowie Ladesäule steuern den Ladevorgang.
Für aktuelle MY26-Varianten ist außerdem Plug & Charge nach ISO 15118-2 angegeben. Wenn Fahrzeug, Ladeanbieter, Vertrag und Konto entsprechend eingerichtet sind, kann Plug & Charge die Authentifizierung an geeigneten Schnellladern vereinfachen. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Ladenetz und der Kontokonfiguration ab.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Ford Explorer Elektro basiert auf der MEB-Elektroplattform des Volkswagen-Konzerns und kombiniert diese mit einer von Ford für Europa entwickelten Karosserie und Innenraumgestaltung. Für das Laden sind insbesondere diese Punkte relevant:
- Version genau prüfen: Standard Range RWD, Extended Range RWD und Extended Range AWD unterscheiden sich bei Batteriegröße, Reichweite und DC-Spitzenladeleistung.
- 11-kW-AC-Grenze: Auch an einer 22-kW-AC-Säule lädt der Explorer AC-seitig nur bis zur Grenze seines Onboard-Laders, also mit maximal 11 kW.
- DC-Ladekabel nicht mitführen: Für CCS-Schnellladen stellt die Ladesäule das Kabel. Ein eigenes Ladekabel wird dort normalerweise nicht verwendet.
- Ausstattungsabhängige Funktionen: Je nach Modelljahr, Markt und Ausstattung können ladebezogene Funktionen unterschiedlich sein. Prüfen Sie bei Funktionen wie vorkonditioniertem Laden, Wärmepumpe oder externer Stromabgabe immer die Angaben Ihres konkreten Fahrzeugs.
Ladetipps
- Das richtige Ladekabel wählen: Für öffentliches AC-Laden benötigt der aktuelle Ford Explorer ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.
- Dreiphasig planen: Ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel deckt 11-kW-AC-Laden gut ab und ist auch an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten sinnvoll.
- 22 kW nicht erwarten: Manche AC-Säulen bieten 22 kW, der Explorer ist AC-seitig aber auf 11 kW begrenzt.
- CCS auf Langstrecken nutzen: Für Autobahn- und Fernfahrten sind DC-Schnelllader mit CCS Combo 2 die passende Ladeoption.
- 10 bis 80 Prozent als Schnellladefenster nutzen: In diesem Bereich ist Schnellladen meist am effizientesten. Oberhalb von 80 Prozent sinkt die Ladeleistung oft deutlich.
- Schuko nur mit Vorsicht: Schuko-Laden eignet sich vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung. Für regelmäßiges Laden muss die Installation fachgerecht geprüft sein.
- Die eigene Variante kennen: Die Batteriekapazität und Schnellladeleistung unterscheiden sich je nach Explorer-Version.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Ford Explorer?
Der aktuelle vollelektrische Ford Explorer nutzt Typ 2 für AC-Laden. Für öffentliche AC-Ladepunkte benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel. Für DC-Schnellladen nutzt das Fahrzeug CCS Combo 2; das Kabel ist an der Schnellladesäule fest angebracht.
Kann der Ford Explorer zu Hause mit 11 kW laden?
Ja, der Ford Explorer ist mit einem 11-kW-AC-Onboard-Lader angegeben. In Deutschland ist eine dreiphasige 11-kW-Wallbox eine übliche Lösung. Ob 11 kW tatsächlich möglich sind, hängt von Hausanschluss, Elektroinstallation, Wallbox und gegebenenfalls Netzbetreiberanforderungen ab.
Lädt der Ford Explorer an einer 22-kW-AC-Säule mit 22 kW?
Nein. Auch wenn die öffentliche AC-Ladesäule 22 kW bereitstellt, lädt der Explorer AC-seitig maximal mit 11 kW, weil der Onboard-Lader des Fahrzeugs die Ladeleistung begrenzt.
Wie schnell lädt der Ford Explorer an DC-Schnellladern?
Das hängt von der Version ab. Aktuelle MY26-Daten nennen rund 105 kW DC für den Standard Range RWD, rund 183 kW für den Extended Range RWD und rund 185 kW für den Extended Range AWD. Das sind Spitzenwerte; die Ladeleistung nimmt während des Ladevorgangs ab.
Ist der Ford Explorer ein Plug-in-Hybrid?
Der in diesem Ratgeber behandelte aktuelle Ford Explorer ist ein vollelektrisches E-Auto. Es gab früher einen Ford Explorer Plug-in-Hybrid, das ist jedoch ein anderes Modell mit anderen Ladeanforderungen.
Was das für Fahrer bedeutet
Der aktuelle Ford Explorer ist beim Laden unkompliziert, sobald klar ist, welche Version Sie fahren. Alle aktuellen Varianten nutzen Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Die wichtigsten Unterschiede liegen bei Batteriekapazität, Reichweite und DC-Spitzenladeleistung.
Für den Alltag in Deutschland passt eine 11-kW-Wallbox sehr gut zum Fahrzeug. Ergänzend ist ein eigenes Typ-2-Ladekabel für öffentliches AC-Laden sinnvoll. Wenn Sie häufig an öffentlichen AC-Ladepunkten laden, ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Kabel die flexibelste Wahl. Für längere Reisen planen Sie mit CCS-Schnellladern und betrachten 10 bis 80 Prozent als besonders sinnvolles Schnellladefenster.
Passendes Ladekabel für Ford Explorer
Wenn Sie ein Ersatzkabel, ein zusätzliches Ladekabel oder ein längeres Typ-2-Ladekabel für den aktuellen vollelektrischen Ford Explorer benötigen, achten Sie auf ein kompatibles Typ-2-auf-Typ-2-Kabel mit geeigneter Stromstärke und dreiphasiger Auslegung.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Lade- und Ausstattungsdaten können sich je nach Modelljahr, Variante und Markt ändern. Verbindliche Angaben finden Sie im Fahrzeughandbuch, in den Fahrzeugunterlagen und an der Ladebuchse Ihres konkreten Ford Explorer.


