Hyundai Ioniq Electric Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Hyundai Ioniq Electric Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Der Hyundai Ioniq Electric ist als gebrauchtes Elektroauto eine interessante und effiziente Wahl. Beim Thema Laden ist jedoch wichtig, die beiden Batterieversionen zu unterscheiden: das frühere Modell mit 28 kWh nutzbarer Batteriekapazität und das spätere Facelift-Modell mit 38,3 kWh nutzbarer Batteriekapazität.

Dieser Ratgeber bezieht sich ausdrücklich auf den vollelektrischen Hyundai Ioniq Electric. Er ist nicht mit dem Ioniq Hybrid oder dem Ioniq Plug-in-Hybrid gleichzusetzen, die zwar eine ähnliche Karosserie und den Namen Ioniq teilen, aber andere Antriebs- und Ladeanforderungen haben. Ebenfalls getrennt zu betrachten sind die späteren Modelle Hyundai Ioniq 5, Ioniq 6 und Ioniq 9 auf einer neueren Elektroauto-Plattform.

Für die Kabelauswahl sind die wichtigsten Punkte einfach: Der Hyundai Ioniq Electric nutzt Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Beim AC-Laden ist das Fahrzeug einphasig unterwegs und wird durch den Onboard-Lader begrenzt. Eine 22-kW-AC-Ladesäule lädt den Ioniq Electric daher nicht mit 22 kW.

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Hyundai Ioniq Electric Batterie- und Ladespezifikationen

Spezifikation Hyundai Ioniq Electric
Fahrzeugtyp Batterieelektrischer Fünftürer mit Schrägheck
Produktionsstatus Nicht mehr neu produziert; die ursprüngliche IONIQ-Baureihe endete 2022
AC-Ladeanschluss Typ 2
DC-Schnellladeanschluss CCS Combo 2
Position des Ladeanschlusses Hinten seitlich im Bereich der früheren Tankklappenposition
Maximale AC-Ladeleistung 6,6 kW beim 28-kWh-Modell; 7,2 kW beim 38,3-kWh-Modell
Maximale DC-Ladeleistung Je nach Version unterschiedlich: etwa 69 kW Spitzenleistung beim frühen 28-kWh-Modell und etwa 44 kW beim späteren 38,3-kWh-Modell
Dreiphasiges AC-Laden Das Fahrzeug lädt einphasig; eine 11- oder 22-kW-AC-Ladestation wird daher nicht dreiphasig genutzt

Batterieoptionen

Beim Hyundai Ioniq Electric gibt es zwei Hauptversionen. Für Ladezeiten, Reichweite und Schnellladeverhalten sollten sie nicht als identisches Modell betrachtet werden.

Hyundai Ioniq Electric vor dem Facelift, etwa 2016 bis 2019: Diese Version besitzt eine nutzbare Batteriekapazität von 28 kWh. Die offizielle Reichweite wurde nach dem älteren NEFZ-Zyklus mit rund 280 km angegeben. In der Praxis ist ein deutlich niedrigerer Wert realistisch; praxisnahe Schätzungen liegen bei etwa 185 km unter gemischten Bedingungen.

Hyundai Ioniq Electric Facelift, etwa 2019 bis 2022: Das spätere Modell hat eine größere Batterie mit 38,3 kWh nutzbarer Kapazität. Die WLTP-Reichweite wurde mit rund 311 km angegeben. Unter realen Bedingungen sind etwa 250 km ein sinnvoller Orientierungswert, abhängig von Temperatur, Geschwindigkeit, Strecke und Fahrweise.

Beim Kauf eines gebrauchten Ioniq oder bei der Auswahl eines Ladekabels sollte die genaue Version geprüft werden. In Inseraten steht häufig nur „Hyundai Ioniq“. Damit kann der vollelektrische Ioniq Electric, der Ioniq Plug-in-Hybrid oder der Ioniq Hybrid gemeint sein. Für ein Typ-2-Ladekabel ist entscheidend, dass es sich tatsächlich um den batterieelektrischen Ioniq Electric handelt.

AC-Ladeleistung

Für das Laden an der Wallbox und an AC-Ladesäulen nutzt der Hyundai Ioniq Electric einen Typ-2-Anschluss. Das frühe 28-kWh-Modell hat einen einphasigen Onboard-Lader mit bis zu 6,6 kW. Das Facelift-Modell mit 38,3 kWh lädt einphasig mit bis zu 7,2 kW.

In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss weit verbreitet. Der Ioniq Electric kann diese drei Phasen jedoch nicht voll nutzen, sondern lädt nur einphasig. An vielen 11-kW-Wallboxen bedeutet das in der Praxis etwa 3,7 kW, weil pro Phase 16 A zur Verfügung stehen. Eine höhere einphasige Ladeleistung bis etwa 6,6 oder 7,2 kW ist nur möglich, wenn Wallbox, Installation, Netzvorgaben und Fahrzeug dies zulassen.

Auch an öffentlichen 22-kW-AC-Ladesäulen ist die Fahrzeugtechnik der begrenzende Faktor. Der Ioniq Electric lädt dort nicht mit 22 kW, sondern maximal mit seiner einphasigen AC-Ladeleistung. Ein 32-A-Typ-2-Ladekabel ist sinnvoll, wenn die höchstmögliche AC-Ladeleistung an geeigneten AC-Ladepunkten genutzt werden soll.

DC-Schnellladen

Für DC-Schnellladen verwendet der Hyundai Ioniq Electric CCS Combo 2. Der obere Teil der Ladebuchse ist der Typ-2-Bereich für AC-Laden, die unteren CCS-Kontakte werden für Gleichstrom-Schnellladen genutzt.

Beim Schnellladen unterscheiden sich die beiden Batterieversionen deutlich. Das frühere 28-kWh-Modell ist für seine für die Batteriegröße gute Schnellladeleistung bekannt. Die Spitzenleistung liegt bei etwa 69 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent kann unter passenden Bedingungen ungefähr 19 bis 27 Minuten dauern.

Das spätere 38,3-kWh-Modell bietet mehr Reichweite, lädt am Schnelllader aber mit geringerer Spitzenleistung. Die fahrzeugseitige Begrenzung liegt bei etwa 44 kW. Für 10 bis 80 Prozent sind typischerweise etwa 53 bis 55 Minuten einzuplanen. Angaben zu 50- oder 100-kW-Ladern bedeuten nicht, dass das Fahrzeug 100 kW in die Batterie aufnehmen kann; die Ladeleistung wird immer vom Auto mitbestimmt.

Für längere Strecken heißt das: Das 28-kWh-Modell muss wegen der kleineren Batterie häufiger laden, kann die einzelnen Stopps aber vergleichsweise kurz halten. Das 38,3-kWh-Modell kommt weiter zwischen den Stopps, benötigt für einen 10-bis-80-Prozent-Ladevorgang aber meist mehr Zeit.

Reichweite und Effizienz

Der Hyundai Ioniq Electric gilt als sehr effizientes Elektroauto. Dazu tragen die aerodynamische Karosserie und das vergleichsweise moderate Fahrzeuggewicht bei. Die real nutzbare Reichweite hängt jedoch stark von der jeweiligen Batterieversion ab.

Das 28-kWh-Modell vor dem Facelift eignet sich besonders gut für kurze bis mittlere Strecken. Die offizielle NEFZ-Angabe von etwa 280 km ist nach heutigen Maßstäben optimistisch. Im gemischten Alltag sind etwa 185 km ein realistischerer Orientierungswert.

Das Facelift-Modell mit 38,3 kWh bietet eine spürbare Verbesserung. Die WLTP-Angabe liegt bei rund 311 km, in der Praxis sind etwa 250 km realistisch. Wie bei jedem E-Auto beeinflussen Autobahntempo, Kälte, Regen, Reifen, Heizung, Zuladung und Fahrprofil die Reichweite deutlich. Stadtverkehr und gleichmäßiges Landstraßentempo fallen meist günstiger aus als lange Autobahnetappen mit hoher Geschwindigkeit.

Laden zu Hause

Zu Hause ist eine fest installierte Wallbox in der Regel die bequemste und sicherste Lösung. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox häufig die Standardwahl, auch wenn der Hyundai Ioniq Electric diese Leistung nicht voll ausschöpfen kann. An einer typischen 11-kW-Wallbox lädt der Ioniq Electric wegen des einphasigen Onboard-Laders oft nur mit etwa 3,7 kW.

Wer die maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs erreichen möchte, benötigt eine dafür geeignete Installation und Wallbox-Konfiguration. Wegen der in Deutschland relevanten Schieflastgrenzen ist einphasiges Laden mit hohen Strömen nicht überall ohne Weiteres möglich. Eine Elektrofachkraft sollte prüfen, welche Ladeleistung am konkreten Anschluss zulässig und sinnvoll ist.

Bei einer Wallbox ohne fest angeschlagenes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel. Für den Ioniq Electric ist ein 32-A-Ladekabel eine gute Wahl, wenn die maximale einphasige AC-Ladeleistung an passenden Ladepunkten genutzt werden soll. Ein 16-A-Kabel funktioniert ebenfalls, kann die Ladeleistung aber auf etwa 3,7 kW begrenzen.

Ein Schuko-Ladekabel kann als Notfall- oder gelegentliche Lademöglichkeit nützlich sein. Für regelmäßiges Laden an einer Haushaltssteckdose sollte jedoch unbedingt eine Elektrofachkraft prüfen, ob Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation für die dauerhafte Belastung durch E-Auto-Laden geeignet sind. Das Laden über Schuko ist deutlich langsamer als über eine Wallbox und eher zum Nachladen kleiner Energiemengen geeignet.

Öffentliches Laden

An öffentlichen AC-Ladepunkten nutzen Sie ein Typ-2-Ladekabel. Viele AC-Ladestationen an Supermärkten, Hotels, Parkhäusern, Arbeitsplätzen oder in Innenstädten sind nicht mit einem festen Kabel ausgestattet. In diesen Fällen muss das eigene Typ-2-Ladekabel mitgeführt werden.

Auch wenn eine öffentliche AC-Säule mit 11 kW oder 22 kW angegeben ist, lädt der Hyundai Ioniq Electric nur bis zur Grenze seines einphasigen Onboard-Laders. An einer 11-kW-Säule sind deshalb häufig etwa 3,7 kW zu erwarten. An einer 22-kW-Säule kann das Fahrzeug bei passender Säule und passendem Kabel näher an seine maximale AC-Leistung von 6,6 beziehungsweise 7,2 kW kommen.

Beim DC-Schnellladen wird das fest an der Ladesäule montierte CCS-Kabel verwendet. Ein eigenes DC-Kabel ist für CCS-Schnellladen nicht erforderlich.

Für längere Fahrten lohnt sich eine Planung nach Fahrzeugversion. Beim 28-kWh-Modell können kürzere, häufigere Schnellladestopps sinnvoll sein. Beim 38,3-kWh-Modell sollten für 10 bis 80 Prozent mehr Zeit eingeplant werden, besonders bei niedrigen Temperaturen, stark ausgelasteten Ladeparks oder wenn der Lader nicht die volle Leistung bereitstellt.

Fahrzeugspezifische Hinweise

Der Hyundai Ioniq Electric basiert auf Hyundais ursprünglicher Ioniq-Plattform, die für mehrere Antriebsarten ausgelegt war. Er nutzt nicht die spätere E-GMP-Architektur mit 800-Volt-Technik, wie sie bei neueren Modellen wie dem Ioniq 5 oder Ioniq 6 verwendet wird. Das erklärt, warum sein Ladeverhalten eher zu früheren Elektroauto-Generationen passt.

Wichtig ist außerdem die klare Abgrenzung zu Ioniq Hybrid und Ioniq Plug-in-Hybrid. Der Ioniq Hybrid wird nicht extern geladen. Der Ioniq Plug-in-Hybrid hat eine kleinere Traktionsbatterie und andere Ladeanforderungen. Für diesen Ratgeber ist nur der vollelektrische Hyundai Ioniq Electric gemeint.

Funktionen wie Vehicle-to-Load oder Vehicle-to-Grid gehören nicht zu den typischen Ladefunktionen des Hyundai Ioniq Electric. Für die Praxis stehen normales AC-Laden über Typ 2 und DC-Schnellladen über CCS Combo 2 im Mittelpunkt.

Ladetipps

  • Genaues Modell prüfen: Stellen Sie sicher, dass es sich um den vollelektrischen Ioniq Electric handelt, nicht um Hybrid oder Plug-in-Hybrid.
  • Batterieversion kennen: 28 kWh und 38,3 kWh unterscheiden sich deutlich bei Reichweite und Schnellladeverhalten.
  • Typ 2 für AC-Laden nutzen: Das gilt für Wallboxen zu Hause und öffentliche AC-Ladepunkte.
  • CCS Combo 2 für Schnellladen nutzen: DC-Schnelllader haben das passende Kabel fest angeschlagen.
  • Keine 22 kW AC erwarten: Der Ioniq Electric lädt einphasig und ist je nach Version auf 6,6 oder 7,2 kW begrenzt.
  • Deutsche Wallbox-Situation beachten: An einer typischen 11-kW-Wallbox kann die Ladeleistung wegen einphasigen Ladens bei etwa 3,7 kW liegen.
  • 32-A-Typ-2-Kabel erwägen: Damit ist die maximale AC-Ladeleistung an geeigneten öffentlichen AC-Ladepunkten besser nutzbar als mit einem 16-A-Kabel.
  • Schuko nur mit Vorsicht nutzen: Haushaltssteckdosen sind nur für gelegentliches oder geprüftes Laden geeignet.

Häufige Fragen

Welches Ladekabel braucht der Hyundai Ioniq Electric?

Für AC-Laden nutzt der Hyundai Ioniq Electric einen Typ-2-Anschluss. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2. Wer an einer Wallbox ohne festes Kabel oder an öffentlichen AC-Ladepunkten laden möchte, benötigt ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.

Kann der Hyundai Ioniq Electric mit 22 kW AC laden?

Nein. Auch an einer 22-kW-AC-Ladesäule bleibt das Fahrzeug durch seinen einphasigen Onboard-Lader begrenzt. Das 28-kWh-Modell lädt mit bis zu etwa 6,6 kW AC, das 38,3-kWh-Modell mit bis zu etwa 7,2 kW AC.

Warum lädt der Ioniq Electric an meiner 11-kW-Wallbox nur mit rund 3,7 kW?

Eine 11-kW-Wallbox stellt ihre Leistung normalerweise dreiphasig mit 16 A pro Phase bereit. Da der Hyundai Ioniq Electric nur einphasig lädt, nutzt er nur eine dieser Phasen. Dadurch ergeben sich häufig etwa 3,7 kW Ladeleistung.

Welche Version lädt am Schnelllader schneller?

Das frühe 28-kWh-Modell erreicht beim DC-Schnellladen eine höhere Spitzenleistung von etwa 69 kW und lädt von 10 auf 80 Prozent oft deutlich schneller. Das spätere 38,3-kWh-Modell hat mehr Reichweite, ist beim DC-Laden aber auf etwa 44 kW begrenzt und benötigt für 10 bis 80 Prozent meist länger.

Ist der Hyundai Ioniq Electric das gleiche Auto wie der Ioniq Plug-in-Hybrid?

Nein. Der Ioniq Electric ist ein vollelektrisches Fahrzeug. Der Ioniq Plug-in-Hybrid hat zusätzlich einen Verbrennungsmotor und eine kleinere Plug-in-Batterie. Der Ioniq Hybrid wird gar nicht extern geladen.

Wo sitzt der Ladeanschluss?

Der Ladeanschluss befindet sich hinten seitlich im Bereich der klassischen Tankklappenposition. Je nach Markt und Ausführung sollte die genaue Position direkt am Fahrzeug geprüft werden.

Was das für Fahrer bedeutet

Der Hyundai Ioniq Electric bleibt ein effizientes gebrauchtes E-Auto, aber die richtige Ladeeinschätzung hängt stark von der Version ab. Das 28-kWh-Modell bietet eine kleinere Reichweite, kann am Schnelllader für seine Batteriegröße aber zügig nachladen. Das 38,3-kWh-Modell fährt weiter, benötigt am DC-Schnelllader jedoch meist längere Stopps.

Für den Alltag ist eine Wallbox die sinnvollste Ladelösung. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox üblich, wobei der Ioniq Electric wegen seines einphasigen Onboard-Laders nicht die volle dreiphasige Leistung nutzt. Für öffentliche AC-Ladepunkte ist ein eigenes Typ-2-Ladekabel empfehlenswert. Für Schnellladen auf Langstrecken verwenden Sie den CCS-Combo-2-Stecker der Ladesäule.

Passendes Ladekabel für Hyundai Ioniq Electric

Für den Hyundai Ioniq Electric eignen sich Typ-2-Ladekabel für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte. Ein 32-A-Typ-2-Ladekabel ist besonders sinnvoll, wenn an passenden AC-Ladepunkten die maximale einphasige Ladeleistung des Fahrzeugs genutzt werden soll.

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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Modelljahr, Ausstattung und Marktversion abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.

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