Der Land Rover Defender ist in Bezug auf das Laden etwas anders einzuordnen als ein reines Elektroauto: Nicht jeder Defender hat einen Ladeanschluss. Viele Defender 90, 110, 130 und Hard Top Modelle sind Benziner, Diesel-Mildhybride oder V8-Versionen ohne externe Lademöglichkeit. Relevant für Ladekabel und Ladezeiten sind nur die Plug-in-Hybrid-Varianten, insbesondere der Defender 110 P300e. Auf dem Gebrauchtmarkt können außerdem Defender 110 P400e PHEV Modelle zu finden sein.
Dieser Ratgeber konzentriert sich auf den Land Rover Defender Plug-in-Hybrid und erklärt, welches Ladekabel benötigt wird, welche Ladeleistungen realistisch sind und worauf beim Laden zu Hause sowie beim öffentlichen Laden in Deutschland zu achten ist. Die wichtigsten Punkte: Der Defender PHEV nutzt Typ 2 für AC-Laden, ist beim AC-Laden auf etwa 7 kW begrenzt und kann je nach Ausführung auch DC-Schnellladen über CCS Combo 2 unterstützen. Er ist jedoch kein reines Elektroauto, sondern ein Plug-in-Hybrid mit einer entsprechend begrenzten elektrischen Reichweite für Kurzstrecken, Pendelwege und regelmäßiges Nachladen.
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Land Rover Defender Batterie- und Ladespezifikationen
Für den aktuellen Defender 110 P300e Plug-in-Hybrid werden eine Brutto-Batteriekapazität von 19,2 kWh und eine nutzbare Kapazität von 15,4 kWh genannt. Das ist für einen Plug-in-Hybrid vergleichsweise ordentlich, aber deutlich kleiner als die Batterie eines vollelektrischen SUV. Für längere Fahrten, Anhängerbetrieb und gemischte Nutzung bleibt der Verbrennungsmotor ein zentraler Bestandteil des Antriebs. Die Batterie ermöglicht dagegen lokale Fahrten mit reduziertem oder ohne direkten Auspuffausstoß, sofern ausreichend geladen ist.
| Spezifikation | Land Rover Defender 110 P300e Plug-in-Hybrid |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Benzin-Plug-in-Hybrid, kein reines Elektroauto |
| Batteriekapazität | 19,2 kWh brutto / 15,4 kWh nutzbar |
| AC-Laden | bis etwa 7 kW |
| Ladezeit an 7-kW-AC-Ladepunkt | 0–100 % in ca. 2 Stunden 30 Minuten |
| Ladezeit über Schuko-Ladekabel | 0–100 % in ca. 9 Stunden 12 Minuten bei 2,3 kW |
| DC-Schnellladen | aktuelle technische Daten nennen 40 kW DC |
| DC-Ladezeit | 0–80 % in ca. 30 Minuten |
| WLTP-Reichweite elektrisch | ca. 52–43 km, je nach Spezifikation |
| Erwartbare elektrische Reichweite im Alltag | bis ca. 39 km laut Herstellerangabe |
Batterieoptionen
Beim Defender Plug-in-Hybrid sind vor allem zwei Bezeichnungen relevant. Der aktuelle Defender 110 P300e nutzt eine Batterie mit 19,2 kWh Bruttokapazität und 15,4 kWh nutzbarer Kapazität. Diese Daten sind die wichtigste Grundlage für die Auswahl eines Ladekabels und für realistische Ladezeitangaben.
Auf dem Gebrauchtmarkt können außerdem Fahrzeuge als Defender 110 P400e PHEV angeboten werden. Auch bei früheren P400e-Informationen wurde eine 19,2-kWh-Batterie genannt, sodass die grundsätzliche Empfehlung für ein Typ-2-Ladekabel ähnlich ist. Unterschiede können jedoch bei einzelnen Ladeangaben bestehen, insbesondere bei der DC-Schnellladeleistung. Wer einen gebrauchten P400e fährt, sollte deshalb die Betriebsanleitung, die Beschriftung an der Ladebuchse und die tatsächliche Fahrzeugausstattung prüfen, bevor Zubehör gekauft oder Schnellladestopps fest eingeplant werden.
AC-Ladeleistung
Für das Laden zu Hause und an vielen öffentlichen oder halböffentlichen AC-Ladepunkten nutzt der Defender Plug-in-Hybrid einen Typ-2-Anschluss. Die maximale AC-Ladeleistung liegt bei etwa 7 kW. Bei passender Ladeinfrastruktur dauert eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % rund 2 Stunden 30 Minuten.
In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten Bereich sehr verbreitet. Der Defender lädt daran jedoch nicht automatisch mit 11 kW, weil immer das Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs die maximale AC-Ladeleistung begrenzt. Auch eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule verkürzt die Ladezeit nicht über die Fahrzeuggrenze hinaus. Das Auto nimmt nur die Leistung auf, die es technisch verarbeiten kann.
Für ungebundene Wallboxen und viele öffentliche AC-Ladepunkte wird daher ein geeignetes Typ-2-Ladekabel benötigt. Die Kabellänge sollte zur eigenen Parksituation passen, wichtiger als eine sehr hohe Leistungsangabe ist jedoch, dass Kabel, Fahrzeug und Ladepunkt zueinander passen.
DC-Schnellladen
Im Unterschied zu vielen anderen Plug-in-Hybriden kann der Defender PHEV je nach Ausführung auch DC-Schnellladen unterstützen. Für den aktuellen P300e wird eine DC-Ladeleistung von 40 kW genannt, mit einer Ladezeit von etwa 30 Minuten von 0 auf 80 %. Als Schnellladeanschluss wird bei entsprechenden Fahrzeugen CCS Combo 2 verwendet.
Bei älteren P400e-Informationen wurden teilweise andere DC-Spitzenleistungen genannt. Für aktuelle P300e-Daten ist 40 kW der vorsichtigere Richtwert. Besitzer eines älteren P400e sollten die fahrzeugspezifischen Unterlagen prüfen und nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Defender-PHEV-Version identische DC-Ladedaten hat.
Auch wenn DC-Schnellladen verfügbar ist, lädt der Defender Plug-in-Hybrid nicht wie ein großes vollelektrisches SUV. HPC- und Schnelllader sind häufig für Fahrzeuge mit deutlich höheren Ladeleistungen ausgelegt. Der Defender nutzt nur die Leistung, die er aufnehmen kann. DC-Laden kann auf einem langen Tag praktisch sein, wenn die elektrische Fahrmöglichkeit schnell wiederhergestellt werden soll. Für die meisten Fahrer bleibt AC-Laden zu Hause oder am Zielort aber die wichtigste Ladelösung.
Reichweite und Effizienz
Die elektrische WLTP-Reichweite des Defender 110 P300e liegt je nach Spezifikation bei etwa 52 bis 43 km. Eine vereinfachte Herstellerangabe nennt bis zu rund 48 km WLTP und bis zu etwa 39 km erwartbare elektrische Reichweite im Alltag.
Die tatsächliche elektrische Reichweite kann deutlich variieren. Kälte, Autobahntempo, Geländeeinsatz, Dachaufbauten, schwere Beladung, Anhängerbetrieb, Steigungen und der Energiebedarf für Heizung oder Klimatisierung können die rein elektrische Strecke reduzieren. Realistisch ist der Defender PHEV vor allem für lokale Fahrten, kurze Pendelstrecken, Stadtverkehr und regelmäßige Zwischenladungen. Für längere Fahrten sorgt der Benzinmotor für die nötige Flexibilität.
Laden zu Hause
Eine feste Wallbox ist für die meisten Defender-PHEV-Fahrer die bequemste Lösung. In Deutschland ist häufig eine 11-kW-Wallbox installiert oder geplant; der Defender nutzt davon jedoch nur die durch sein Onboard-Ladegerät mögliche Leistung. Bei einer passenden AC-Ladeleistung von etwa 7 kW ist die Batterie in rund 2 Stunden 30 Minuten vollständig geladen. Bei geringerer tatsächlicher Ladeleistung verlängert sich die Ladezeit entsprechend.
Wenn die Wallbox kein fest angeschlagenes Kabel hat, wird ein Typ-2-Ladekabel benötigt. Hat die Wallbox bereits ein festes Kabel, kann ein separates Typ-2-Ladekabel trotzdem sinnvoll sein, weil viele öffentliche AC-Ladepunkte in Deutschland ungebundene Buchsen haben.
Das Laden über ein Schuko-Ladekabel wird mit 2,3 kW und einer Ladezeit von rund 9 Stunden 12 Minuten von 0 auf 100 % angegeben. Schuko-Laden sollte vor allem als Not- oder gelegentliche Ladelösung verstanden werden. Für regelmäßiges Laden über eine Haushaltssteckdose sollte ein Elektriker prüfen, ob Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation für die dauerhaft hohe Belastung beim E-Auto-Laden geeignet sind. Alte Steckdosen, Mehrfachsteckdosen, Kabeltrommeln oder ungeeignete Verlängerungen sind keine geeignete Dauerlösung.
Öffentliches Laden
Für öffentliches AC-Laden nutzt der Defender Plug-in-Hybrid Typ-2-Ladepunkte. Viele AC-Ladesäulen in Deutschland haben keine fest angeschlagenen Kabel, sodass ein eigenes Typ-2-Ladekabel mitgeführt werden sollte. Eine 22-kW-AC-Säule ist grundsätzlich nutzbar, sofern Stecker und Zugang passen, der Defender lädt jedoch weiterhin nur bis zu seiner eigenen AC-Grenze.
Für öffentliches Schnellladen ist ein kompatibler CCS-Combo-2-Anschluss am Fahrzeug erforderlich. Da nicht jeder Defender ein Plug-in-Hybrid ist und ältere P400e-Fahrzeuge abweichende Angaben haben können, sollte vor der Planung von DC-Ladestopps die konkrete Ladebuchse am Fahrzeug geprüft werden. Beim aktuellen P300e ist eine Ladung auf 80 % in rund 30 Minuten ein brauchbarer Wert für einen Plug-in-Hybrid, ersetzt aber nicht das regelmäßige Laden zu Hause oder am Zielort.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der wichtigste Punkt ist die Modellvielfalt des Defender. Ein Defender-Schriftzug bedeutet nicht automatisch, dass das Fahrzeug extern geladen werden kann. Vor dem Kauf eines Ladekabels sollte eindeutig feststehen, dass es sich um einen Defender 110 P300e oder einen älteren Defender 110 P400e Plug-in-Hybrid mit Ladeanschluss handelt. Mildhybrid-Benziner, Dieselvarianten und V8-Modelle verwenden keine E-Auto-Ladekabel.
Ein weiterer Punkt ist der Anhängerbetrieb. Für den PHEV wird eine Anhängelast von 3.000 kg genannt, was unter einigen Nicht-PHEV-Versionen des Defender liegen kann. Anhängerbetrieb, schwere Beladung und Geländeeinsatz können außerdem die elektrische Reichweite deutlich reduzieren. Wer den Defender für Arbeit, Trailer, Urlaub oder lange Strecken nutzt, sollte die elektrische Reichweite eher als Orientierung unter günstigen Bedingungen verstehen.
Ladetipps
- Modell zuerst prüfen: Nicht jeder Defender hat eine Ladebuchse. Relevant sind P300e und P400e Plug-in-Hybrid-Versionen.
- Typ 2 für AC-Laden wählen: Für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte benötigt der Defender PHEV einen Typ-2-Anschluss.
- 22 kW AC nicht erwarten: Auch an einer 22-kW-AC-Säule begrenzt das Fahrzeug die Ladeleistung auf etwa 7 kW.
- DC-Laden gezielt nutzen: Schnellladen kann praktisch sein, ist bei einem Plug-in-Hybrid aber eher eine Ergänzung als die Hauptlademethode.
- Regelmäßig nachladen: Kurze Ladevorgänge zu Hause helfen, lokale Fahrten möglichst oft elektrisch zu fahren.
- P400e-Angaben genau prüfen: Ältere Fahrzeuge können bei DC-Ladedaten von aktuellen P300e-Angaben abweichen.
- Schuko nur mit Vorsicht nutzen: Eine Haushaltssteckdose sollte für regelmäßiges Laden vorher fachgerecht geprüft werden.
Häufige Fragen
Ist der Land Rover Defender ein vollelektrisches Auto?
Nein. Der Defender P300e beziehungsweise P400e ist ein Benzin-Plug-in-Hybrid. Er besitzt eine aufladbare Traktionsbatterie und kann kurze Strecken elektrisch fahren, hat aber auch einen Verbrennungsmotor. Er ist kein reines Batterie-Elektroauto.
Brauchen alle Land Rover Defender ein Ladekabel?
Nein. Nur Plug-in-Hybrid-Versionen des Defender benötigen ein Ladekabel. Viele Defender-Modelle sind Benziner, Diesel-Mildhybride oder V8-Versionen ohne externe Lademöglichkeit.
Welches Ladekabel nutzt der Defender Plug-in-Hybrid?
Für AC-Laden nutzt der Defender PHEV einen Typ-2-Anschluss. Ein Typ-2-Ladekabel ist daher die übliche Wahl für ungebundene Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte.
Wie lange lädt der Defender P300e zu Hause?
Bei einer passenden AC-Ladeleistung von etwa 7 kW dauert eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % rund 2 Stunden 30 Minuten. Über ein Schuko-Ladekabel mit 2,3 kW werden etwa 9 Stunden 12 Minuten genannt.
Kann der Defender PHEV Schnelllader nutzen?
Der aktuelle P300e wird mit DC-Schnellladen bis 40 kW angegeben, mit rund 30 Minuten Ladezeit bis 80 %. Dafür ist ein passender CCS-Combo-2-Anschluss am Fahrzeug erforderlich. Bei älteren P400e-Modellen sollten die fahrzeugspezifischen Unterlagen geprüft werden.
Lädt der Defender an einer 11-kW- oder 22-kW-Ladestation schneller?
Nur bis zur Grenze des Fahrzeugs. Eine 11-kW-Wallbox oder eine 22-kW-AC-Säule kann praktisch sein, aber der Defender PHEV ist beim AC-Laden auf etwa 7 kW begrenzt. Die Ladesäule allein erhöht die Fahrzeuggrenze nicht.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Defender Plug-in-Hybrid funktioniert am besten, wenn er regelmäßig geladen wird. Dann lassen sich viele lokale Fahrten, Pendelstrecken, Stadtfahrten und kurze Überlandstrecken elektrisch zurücklegen. Eine Wallbox zu Hause macht das besonders einfach, weil die vergleichsweise kleine PHEV-Batterie schnell wieder aufgefüllt ist.
Bei der Kabelauswahl geht es weniger darum, ein möglichst leistungsstarkes Kabel für schnellere Ladezeiten zu kaufen. Entscheidend ist ein passendes Typ-2-Ladekabel in geeigneter Länge und Ausführung für Wallbox und öffentliche AC-Ladepunkte. Die maximale AC-Ladeleistung bestimmt das Fahrzeug, nicht die höhere Zahl auf der Ladesäule.
Passendes Ladekabel für Land Rover Defender
Wenn Ihr Land Rover Defender ein P300e oder P400e Plug-in-Hybrid mit Ladeanschluss ist, ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Grundlage für das Laden an ungebundenen Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten. Prüfen Sie vor der Bestellung immer die genaue Fahrzeugversion, die Ladebuchse und die Anforderungen Ihrer Ladeeinrichtung.
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Hinweis: Diese Informationen dienen als allgemeiner Ratgeber. Ladeleistungen, Batterieangaben und Ausstattungen können je nach Modelljahr, Marktversion und Fahrzeugkonfiguration abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung und an Ihrem konkreten Fahrzeug.


