Der Leapmotor C10 ist ein großes fünfsitziges SUV, das in mehr als einer elektrifizierten Ausführung angeboten wird. Für die Ladeplanung ist vor allem wichtig, ob es sich um den rein batterieelektrischen C10 mit 69,9-kWh-Batterie handelt oder um den C10 Hybrid EV mit Range-Extender, also einen Plug-in-Hybrid mit kleinerer Traktionsbatterie und Benzingenerator. Beide Varianten lassen sich extern laden, unterscheiden sich aber deutlich bei Batteriegröße, AC-Ladeleistung und DC-Schnellladen.
Dieser Ratgeber erklärt, worauf Fahrerinnen und Fahrer beim Laden zu Hause, beim öffentlichen Laden und bei der Auswahl des passenden Ladekabels achten sollten. Beim C10 ist es besonders wichtig, die genaue Ausführung zu prüfen, da je nach Variante unterschiedliche AC-Ladeleistungen genannt werden. Verlassen Sie sich daher nicht allein auf allgemeine Modellangaben, sondern prüfen Sie Bestellung, Fahrzeugschein, VIN-Abfrage oder das Bordhandbuch Ihres konkreten Fahrzeugs.
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Leapmotor C10 Batterie- und Ladespezifikationen
Die Ladeinformationen zum Leapmotor C10 sollten nach Antriebsvariante betrachtet werden. Der rein elektrische C10 nutzt eine 69,9-kWh-Batterie und wird mit bis zu rund 423 km WLTP-Reichweite angegeben. Als praxisnäherer Planungswert werden für den 69,9-kWh-C10 etwa 354 km reale Reichweite genannt, abhängig von Temperatur, Tempo, Fahrstil, Beladung und Streckenprofil.
Der C10 Hybrid EV beziehungsweise REEV ist anders aufgebaut. Die Räder werden elektrisch angetrieben, zusätzlich arbeitet ein 1,5-Liter-Benzinmotor als Generator. Für diese Variante werden eine 28,4-kWh-LFP-Batterie und bis zu rund 151 km elektrische WLTP-Reichweite genannt. Er ist damit ebenfalls ein Fahrzeug zum Einstecken, seine Ladezeiten und sein Energiebedarf sind aber nicht direkt mit dem großen BEV-Akku vergleichbar.
| Version | Batterie | AC-Laden | DC-Schnellladen | Anschluss |
|---|---|---|---|---|
| C10 69,9 kWh BEV | 69,9 kWh | Genaue Ausführung prüfen: Angaben mit 6,6 kW und 11 kW vorhanden | Bis etwa 84 kW; ca. 44 Minuten für 10–80 % nach EV-Database-Daten | Typ 2 AC, CCS Combo 2 DC |
| C10 Hybrid EV / REEV | 28,4-kWh-LFP-Batterie | 6,6 kW | 65 kW; 30–80 % in 18 Minuten nach veröffentlichten Angaben | Typ 2 AC, CCS Combo 2 DC |
Batterieoptionen
Der 69,9-kWh-BEV ist die Variante, die die meisten Fahrer mit dem C10 als reinem Elektro-SUV verbinden. Sie bietet die größte rein elektrische Reichweite und eignet sich typischerweise für regelmäßiges Laden an der heimischen Wallbox sowie für längere Strecken mit CCS-Schnellladestopps.
Der C10 Hybrid EV mit Range-Extender besitzt eine deutlich kleinere Batterie, sollte aber ebenfalls regelmäßig geladen werden. Wenn die täglichen Strecken innerhalb der elektrischen Reichweite liegen, können viele Fahrten rein elektrisch erfolgen, bevor der Benzingenerator benötigt wird. Da für den 28,4-kWh-Akku nicht immer eindeutig zwischen Brutto- und nutzbarer Kapazität unterschieden wird, sollte dieser Wert nicht direkt mit der nutzbaren Kapazität des BEV verglichen werden.
Online können zudem Hinweise auf andere C10-Versionen, größere Batterien oder 800-Volt-Varianten auftauchen. Für die Auswahl von Ladekabel und Ladeinfrastruktur sollten solche Angaben nur verwendet werden, wenn sie in den Unterlagen Ihres konkreten Fahrzeugs bestätigt sind.
AC-Ladeleistung
Beim AC-Laden ist beim Leapmotor C10 besondere Aufmerksamkeit sinnvoll. Alle hier relevanten C10-Versionen nutzen für Wechselstrom den Typ-2-Anschluss. Die Ladeleistung wird jedoch je nach Variante beziehungsweise Datenstand unterschiedlich angegeben.
Für den 69,9-kWh-BEV finden sich Angaben mit 6,6 kW AC-Ladeleistung, außerdem Hinweise auf 11-kW-Versionen beziehungsweise 11-kW-Ladevarianten. Deshalb sollte die tatsächliche Onboard-Ladeleistung Ihres Fahrzeugs geprüft werden, statt pauschal von einer einheitlichen AC-Ladeleistung für alle C10 BEV auszugehen.
Für den C10 Hybrid EV wird ein 6,6-kW-Onboard-Lader genannt. An einer 11-kW- oder 22-kW-AC-Ladesäule lädt das Fahrzeug daher nicht schneller als es der eigene Onboard-Lader und die jeweilige Installation zulassen.
Für die Kabelauswahl ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel die Standardlösung für viele öffentliche AC-Ladepunkte und Wallboxen mit Steckdose. Ein höher ausgelegtes Typ-2-Ladekabel zwingt das Fahrzeug nicht zu höherer Ladeleistung: Auto, Ladepunkt und Stromversorgung einigen sich immer auf die zulässige sichere Leistung. Ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel ist besonders breit kompatibel, auch an öffentlichen 22-kW-AC-Ladepunkten. Die tatsächliche Ladeleistung des C10 bleibt jedoch durch den Onboard-Lader begrenzt.
DC-Schnellladen
Für das Schnellladen nutzt der Leapmotor C10 den Anschluss CCS Combo 2. Der Ladeanschluss wird in technischen Daten als hinten links am Fahrzeug beschrieben; machen Sie sich dennoch vor dem ersten Schnellladestopp mit Ihrem eigenen Fahrzeug vertraut.
Der 69,9-kWh-BEV erreicht im Vergleich zu einigen neueren Elektro-SUVs eher moderate DC-Spitzenleistungen. Für diese Variante werden bis etwa 84 kW DC und ungefähr 44 Minuten für einen Ladevorgang von 10 auf 80 % genannt. Angaben wie rund 30 Minuten für 30–80 % beziehen sich auf ein anderes Ladefenster und sind deshalb nicht direkt mit einem 10–80-%-Ladevorgang vergleichbar.
Für den C10 Hybrid EV gelten separate Werte: 65 kW DC-Ladeleistung und 30–80 % in 18 Minuten. Wegen der deutlich kleineren Batterie sind diese Zeiten nicht direkt mit dem BEV vergleichbar.
Reichweite und Effizienz
Die offizielle WLTP-Reichweite des 69,9-kWh-BEV von bis zu rund 423 km ist ein guter Vergleichswert, aber keine Garantie für jede Alltagssituation. Autobahntempo, Kälte, nasse Fahrbahn, Dachboxen, schwere Beladung und viele Kurzstrecken können die Reichweite reduzieren. Für die Reiseplanung ist ein Praxiswert um etwa 354 km ein vorsichtigerer Ansatz, wobei der tatsächliche Wert je nach Nutzung darüber oder darunter liegen kann.
Die elektrische WLTP-Reichweite des C10 Hybrid EV von rund 151 km ist für ein Range-Extender-Konzept hoch, unterliegt aber denselben Einflüssen. Wer regelmäßig lädt und kurze bis mittlere Alltagsstrecken fährt, kann einen großen Teil der Nutzung elektrisch abdecken. Auf längeren Fahrten bietet der Benzingenerator zusätzliche Flexibilität, regelmäßiges Laden bleibt aber wichtig, wenn möglichst viel elektrisch gefahren werden soll.
Laden zu Hause
Für viele C10-Fahrer ist eine eigene Wallbox die bequemste Ladelösung. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss weit verbreitet. Sie sind für regelmäßiges E-Auto-Laden ausgelegt, können Ladezeiten planen und sind gegenüber dem Laden an einer Haushaltssteckdose die deutlich bessere Dauerlösung.
Wenn Ihr C10 BEV mit 11 kW AC laden kann, kann er an einer geeigneten dreiphasigen 11-kW-Wallbox diese Leistung nutzen. Von niedrigem Ladestand bis voll dauert das inklusive Ladeverlusten grob eine Nacht beziehungsweise etwa sieben bis acht Stunden. Ist Ihr Fahrzeug auf 6,6 kW AC begrenzt, lädt es auch an einer 11-kW- oder 22-kW-AC-Quelle nicht schneller als der Onboard-Lader erlaubt. Zusätzlich können die konkrete Phasenbelegung und die Freigabe der Wallbox eine Rolle spielen.
Der C10 Hybrid EV lädt wegen seiner kleineren Batterie kürzer. Mit einem 6,6-kW-Onboard-Lader ist ein vollständiges Nachladen aus niedrigem Ladestand typischerweise innerhalb weniger Stunden möglich, abhängig von nutzbarer Akkukapazität, Start-Ladestand und Ladeverlusten.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Wenn regelmäßig über Schuko geladen werden soll, muss eine Elektrofachkraft vorher prüfen, ob Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation für eine dauerhafte Belastung durch E-Auto-Laden geeignet sind. Verlängerungskabel, beschädigte Steckdosen und unbekannte Außensteckdosen sollten zum Laden eines Elektroautos nicht verwendet werden.
Öffentliches Laden
Öffentliche AC-Ladepunkte finden sich häufig an Arbeitsplätzen, Hotels, Parkhäusern, Supermärkten und innerstädtischen Standorten. Viele AC-Ladepunkte sind nicht mit fest angeschlagenem Kabel ausgestattet. Deshalb ist ein eigenes Typ-2-Ladekabel für den Leapmotor C10 sinnvoll.
Ein einphasiges Typ-2-Kabel kann für manche Ladesituationen ausreichen. Wer jedoch möglichst flexibel sein möchte, wählt in der Regel ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel. Besonders ein 32-A-Kabel bietet die breiteste Kompatibilität mit öffentlichen AC-Ladepunkten bis 22 kW, auch wenn der C10 selbst nur die Leistung nutzt, die sein Onboard-Lader zulässt.
Für längere Strecken im BEV sollten CCS-Schnelllader eingeplant werden. Meist ist es zeitsparender, auf Reisen ungefähr im Bereich von 10 bis 80 % zu laden, statt am Schnelllader bis 100 % zu warten, da die Ladeleistung bei hohen Akkuständen typischerweise abnimmt. Mit der DC-Ladeleistung um 84 kW ist ein Ladehalt in der Größenordnung einer Kaffee- oder Pausenlänge realistisch, der C10 gehört damit aber nicht zu den schnellsten ladenden Elektro-SUVs.
Beim C10 Hybrid EV kann DC-Schnellladen sinnvoll sein, wenn elektrische Reichweite rasch wiederhergestellt werden soll. Manche Fahrer werden bei dieser Variante jedoch stärker auf Laden zu Hause und den Range-Extender für längere Strecken setzen. Für Ladeplanung und Ladezeiten sollten die eigenen Hybrid-EV-Werte von 65 kW DC und 30–80 % in 18 Minuten verwendet werden.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Beim Leapmotor C10 ist die genaue Variante entscheidend. Die Unterschiede zwischen dem 69,9-kWh-BEV und dem Hybrid EV/REEV betreffen nicht nur die Reichweite, sondern auch Batteriegröße, Ladefenster und Ladegeschwindigkeit. Prüfen Sie deshalb die Fahrzeugunterlagen, bevor Sie Ladezeiten oder Kabelanforderungen ableiten.
Ausstattungs- und Softwarefunktionen können je nach Markt, Modelljahr und Ausführung variieren. Funktionen wie besondere Batteriekonditionierung, externe Stromabgabe oder weitere Energiemanagement-Features sollten nur dann vorausgesetzt werden, wenn sie im Handbuch oder in den Unterlagen Ihres konkreten Fahrzeugs eindeutig bestätigt sind.
Ladetipps
- Exakte C10-Version prüfen: Unterscheiden Sie zwischen 69,9-kWh-BEV und Hybrid EV/REEV, bevor Sie Ladezeiten vergleichen.
- Onboard-Lader bestätigen: Beim BEV sollte geklärt werden, ob Ihr Fahrzeug mit 6,6 kW oder 11 kW AC angegeben ist.
- Typ 2 für AC-Laden nutzen: Ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel ist die übliche Lösung für nicht fest angeschlagene öffentliche AC-Ladepunkte und Wallboxen mit Steckdose.
- Dreiphasiges Kabel erwägen: Ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel ist besonders flexibel, auch wenn der C10 durch seinen Onboard-Lader begrenzt bleibt.
- DC-Laden effizient planen: Beim BEV sind Schnellladestopps im Bereich von etwa 10–80 % meist sinnvoller als das Warten auf 100 %.
- Reichweite im Winter schützen: Laden nach Zeitplan, Vorklimatisieren während des Anschlusses an die Wallbox und moderates Autobahntempo können den Energieverbrauch senken.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel nutzt der Leapmotor C10?
Für AC-Laden nutzt der Leapmotor C10 einen Typ-2-Anschluss. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2. Für öffentliche AC-Ladepunkte ohne festes Kabel ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel die übliche Wahl.
Ist jeder Leapmotor C10 ein reines Elektroauto?
Nein. Neben dem rein elektrischen C10 mit 69,9-kWh-Batterie gibt es den C10 Hybrid EV mit Range-Extender. Diese Variante kann extern geladen und elektrisch gefahren werden, besitzt aber zusätzlich einen Benzingenerator.
Lädt der Leapmotor C10 mit 6,6 kW oder 11 kW AC?
Das hängt von der Ausführung ab. Für den 69,9-kWh-BEV werden sowohl 6,6-kW- als auch 11-kW-Angaben genannt. Der Hybrid EV wird mit 6,6 kW AC angegeben. Prüfen Sie deshalb die konkrete Onboard-Ladeleistung Ihres Fahrzeugs.
Wie schnell lädt der Leapmotor C10 am Schnelllader?
Für den 69,9-kWh-BEV werden bis etwa 84 kW DC und ungefähr 44 Minuten für 10–80 % genannt. Angaben von rund 30 Minuten beziehen sich häufig auf 30–80 %. Der Hybrid EV wird separat mit 65 kW DC und 30–80 % in 18 Minuten angegeben.
Sollte ich ein einphasiges oder dreiphasiges Typ-2-Ladekabel kaufen?
Ein einphasiges Kabel kann für bestimmte Ladesituationen genügen. Für maximale Flexibilität an deutschen AC-Ladepunkten ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel empfehlenswert, idealerweise als 32-A-Ausführung. Der C10 lädt trotzdem nur mit der Leistung, die Fahrzeug und Ladepunkt gemeinsam zulassen.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Leapmotor C10 ist kein einheitlicher Ladefall. BEV und Hybrid EV/REEV haben unterschiedliche Batterien und unterschiedliche Ladeleistungen, und selbst beim BEV sollten die AC-Daten der konkreten Ausführung geprüft werden. In der Praxis bedeutet das: ein passendes Typ-2-Ladekabel für Alltag und öffentliches AC-Laden wählen, die eigene Onboard-Ladeleistung kennen und CCS-Schnellladen auf längeren Strecken gezielt einsetzen. Für die meisten Fahrer decken regelmäßiges Laden zu Hause und ein zuverlässiges Typ-2-Ladekabel den größten Teil des Alltags ab.
Passendes Ladekabel für Leapmotor C10
Für den Leapmotor C10 ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für AC-Laden an Wallboxen mit Steckdose und an vielen öffentlichen Ladepunkten. Je nach Ladegewohnheiten kann ein dreiphasiges Kabel besonders sinnvoll sein, weil es auch an 11-kW- und 22-kW-AC-Ladepunkten breit kompatibel bleibt. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit richtet sich jedoch immer nach dem Fahrzeug, dem Ladepunkt und der Installation.
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Hinweis: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladeleistungen und Ausstattungen können je nach Modelljahr, Marktversion und Softwarestand abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie im Bordhandbuch und in den Fahrzeugunterlagen Ihres Leapmotor C10.


