Der Maxus eDeliver 3 ist ein vollelektrischer kompakter Transporter für Stadtlieferungen, Handwerk, lokale Servicedienste und spezielle Aufbauten. International wird das Modell teils auch als EV30 geführt. Für die Ladeplanung ist beim eDeliver 3 eine Frage besonders wichtig: Welche Version und welches Baujahr liegt vor?
Die technischen Daten des Maxus eDeliver 3 haben sich über die Modelljahre verändert. Frühere Fahrzeuge werden häufig mit 35/35,5-kWh- oder 50,23-kWh-Batterie und 7,4 kW AC-Ladeleistung angegeben. Neuere Spezifikationen nennen ein 50-kWh-Modell mit bis zu 11 kW dreiphasiger AC-Ladung und bis zu 57 kW DC-Schnellladung. Wer ein gebrauchtes Fahrzeug kauft, eine gemischte Flotte betreibt oder Ladekabel für mehrere Fahrzeuge bestellt, sollte deshalb die genaue Ausführung prüfen.
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Maxus eDeliver 3 Batterie- und Ladespezifikationen
Der Maxus eDeliver 3 ist ein reines Elektroauto beziehungsweise ein vollelektrischer Transporter. Er ist kein Plug-in-Hybrid und kein Range-Extender-Fahrzeug. Für das AC-Laden nutzt er einen Typ-2-Anschluss, für das DC-Schnellladen CCS Combo 2.
Für das Laden an Wallboxen, am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten ist daher ein Typ-2-Mode-3-Ladekabel passend, sofern die Ladesäule kein fest angeschlagenes Kabel hat. Beim DC-Schnellladen ist das CCS-Kabel in der Regel fest an der Schnellladesäule angebracht; ein eigenes DC-Ladekabel wird dafür normalerweise nicht benötigt.
| Punkt | Information zum Maxus eDeliver 3 |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Vollelektrischer kleiner Kastenwagen / Fahrgestell |
| AC-Anschluss | Typ 2 |
| DC-Anschluss | CCS Combo 2 |
| Neuere AC-Ladeleistung | Bis zu 11 kW dreiphasig, sofern Fahrzeug und Ladepunkt dies unterstützen |
| Frühere AC-Ladeleistung | Häufig mit 7,4 kW angegeben |
| Neuere DC-Ladeleistung | Bis zu 57 kW |
| Neuere Schnellladezeit | 5–80 % in etwa 45 Minuten |
Batterieoptionen
Beim eDeliver 3 gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen früheren Modellen und neueren Spezifikationen. Ältere Händler- und Fahrzeugdaten nennen häufig zwei Batteriegrößen: ein Paket mit 35 oder 35,5 kWh sowie ein Paket mit 50,23 kWh. In den verfügbaren Angaben ist nicht immer eindeutig erkennbar, ob es sich um Brutto- oder nutzbare Kapazität handelt. Diese Werte sollten daher als nominale Batteriegrößen verstanden werden.
Die frühere kleinere Batterieversion wird oft mit einer kombinierten WLTP-Reichweite von rund 159 km angegeben. Für den Stadtzyklus werden teils etwa 227 km genannt. Die frühere 50,23-kWh-Version wird häufig mit rund 243 km kombinierter WLTP-Reichweite und etwa 343 km im Stadtzyklus angegeben. Der höhere Stadtwert sollte nicht mit der kombinierten Reichweite verwechselt werden.
Neuere Spezifikationen nennen einen eDeliver 3 mit 50-kWh-Batterie. Für den kurzen Kastenwagen werden rund 227 km kombinierte Reichweite angegeben, mit einem Stadtwert von etwa 322 km. Beim Fahrgestell mit langem Radstand hängt die Reichweite stärker vom Aufbau ab; kombinierte Werte liegen je nach Ausführung ungefähr im Bereich von 190 bis 240 km. Ein Kofferaufbau, Kühlaggregat, Regaleinbauten, Werkzeug und Nutzlast können die Effizienz deutlich beeinflussen.
AC-Ladeleistung
AC-Laden ist die Ladeart, die an den meisten Wallboxen, vielen Firmenladepunkten und zahlreichen öffentlichen Normalladesäulen genutzt wird. Neuere Maxus eDeliver 3 Spezifikationen nennen bis zu 11 kW dreiphasige AC-Ladeleistung. Eine Ladung von 5–100 % wird dafür mit etwa 5,6 Stunden angegeben. Voraussetzung ist eine passende dreiphasige Wallbox oder Ladesäule sowie ein Fahrzeug mit entsprechendem Onboard-Lader.
In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten und gewerblichen Bereich weit verbreitet. Ein neuerer eDeliver 3 mit 11-kW-Onboard-Lader kann diese Ladeleistung nutzen, wenn Installation, Absicherung, Ladepunkt und Ladekabel dafür ausgelegt sind. Eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule lädt das Fahrzeug nicht automatisch mit 22 kW; die tatsächliche AC-Ladeleistung wird immer durch den Onboard-Lader des Fahrzeugs begrenzt.
Frühere eDeliver 3 Fahrzeuge werden häufig mit 7,4 kW AC-Ladeleistung angegeben. Diese Ausführung lädt nicht mit 11 kW, auch wenn sie an einer 11-kW- oder 22-kW-Ladesäule angeschlossen wird. Zudem kann die tatsächlich erreichbare Leistung in Deutschland je nach einphasiger Ladefreigabe, Wallbox-Konfiguration und Netzvorgaben niedriger ausfallen. Ältere Spezifikationen nennen ungefähre Vollladezeiten von rund 6 Stunden für die 35-kWh-Version und rund 8 Stunden für die 50,23-kWh-Version.
DC-Schnellladen
Für längere Arbeitstage oder schnelle Zwischenladungen kann der Maxus eDeliver 3 CCS-Schnelllader nutzen. Neuere Spezifikationen nennen bis zu 57 kW DC-Ladeleistung und eine Ladezeit von etwa 45 Minuten von 5–80 %. Ältere Angaben nennen ebenfalls häufig eine Ladung bis 80 % in rund 45 Minuten, der Start-Ladestand ist dabei jedoch nicht immer klar angegeben. Deshalb sollte dieser ältere Wert nicht automatisch als 10–80-%-Zeit verstanden werden.
In der Praxis schwankt die Schnellladeleistung. Batterietemperatur, aktueller Ladezustand, Leistung und Zustand der Ladesäule, Auslastung des Standorts sowie Beladung und Einsatzprofil des Transporters beeinflussen, wie schnell Energie nachgeladen wird. Wie bei vielen Elektroautos ist das DC-Laden meist bei niedrigerem Akkustand schneller und verlangsamt sich, wenn die Batterie voller wird.
Für den regelmäßigen Flotten- oder Gewerbeeinsatz ist Laden an der eigenen Wallbox oder am Depot meist planbarer und oft günstiger als häufiges Schnellladen. DC-Schnellladen ist vor allem dann sinnvoll, wenn zusätzliche Reichweite während des Arbeitstags benötigt wird.
Reichweite und Effizienz
Welche Reichweite realistisch ist, hängt beim Maxus eDeliver 3 stark von Baujahr, Batteriegröße, Karosserieform, Aufbau und Nutzlast ab. Frühere Fahrzeuge mit 35/35,5-kWh-Batterie sind vor allem als Kurzstrecken- und Stadtfahrzeuge einzuordnen. Die älteren 50,23-kWh- sowie die neueren 50-kWh-Versionen bieten mehr Spielraum für Lieferfahrten, Handwerksbetriebe und lokale Unternehmensflotten.
Als grobe Praxisgröße können viele Fahrer bei einem eDeliver 3 mit größerer Batterie in gemischter Nutzung etwa 200 km erwarten, je nach Bedingungen auch mehr oder weniger. Kälte, hohe Geschwindigkeiten, Dachaufbauten, Koffer- oder Spezialaufbauten und hohe Nutzlast verringern die Effizienz. Stop-and-go-Stadtverkehr kann im Vergleich zu längeren Autobahn- oder Schnellstraßenfahrten günstiger ausfallen.
Bei Fahrgestellen mit Aufbau sollte man nicht einfach die Reichweite des Kastenwagens übernehmen. Ein leichter, aerodynamisch günstiger Aufbau und ein schwerer oder kantiger Kofferaufbau können sehr unterschiedliche Verbrauchswerte ergeben. Für Spezialumbauten sind Angaben des Aufbauherstellers, eigene Routendaten und reale Ladehistorie die beste Grundlage für eine verlässliche Einsatzplanung.
Laden zu Hause
Für Selbstständige, kleine Betriebe und Flotten mit festem Standort ist eine eigene Wallbox zu Hause, in der Werkstatt oder am Depot meist die bequemste Ladeoption. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox häufig die naheliegende Lösung, sofern der Anschluss und die Installation dafür geeignet sind. Neuere eDeliver 3 Modelle mit 11-kW-AC-Lader können daran ihre höhere dreiphasige Ladeleistung nutzen.
Bei nicht fest angeschlagenen Wallboxen wird ein Typ-2-Ladekabel benötigt. Für neuere 11-kW-Versionen ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll, zum Beispiel mit 11 kW oder 22 kW Nennleistung. Ein 22-kW-Kabel macht das Fahrzeug nicht schneller, kann aber an 11-kW- und 22-kW-AC-Ladepunkten verwendet werden, sofern alle Anschlüsse passen.
Bei älteren eDeliver 3 Fahrzeugen mit 7,4-kW-AC-Lader passt die Ladegeschwindigkeit zum Fahrzeug begrenzt; ein höher ausgelegtes Typ-2-Ladekabel kann trotzdem verwendet werden, erhöht aber die Ladeleistung nicht. In gemischten Fuhrparks ist oft ein robustes dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll, damit es auch mit anderen Fahrzeugen und Ladepunkten flexibel nutzbar bleibt.
Ein Schuko-Ladekabel sollte beim Maxus eDeliver 3 vor allem als Not- oder gelegentliche Lademöglichkeit verstanden werden. Haushaltssteckdosen sind nicht grundsätzlich für viele Stunden Dauerlast durch E-Auto-Laden ausgelegt. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für dauerhaftes Laden geprüft und freigegeben hat.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen AC-Laden nutzt der Maxus eDeliver 3 Typ 2. Manche AC-Ladepunkte haben ein fest angebrachtes Kabel. Viele öffentliche Normalladesäulen, Ladepunkte an Hotels, Betrieben oder älteren Standorten sind jedoch nicht fest verkabelt. Dann muss ein eigenes Typ-2-Ladekabel mitgeführt werden.
Gerade bei einem Transporter ist ein passendes Kabel im Fahrzeug praktisch: Während einer Lieferung, eines Kundentermins, einer Pause oder beim Be- und Entladen kann eine AC-Lademöglichkeit zusätzliche Reichweite bringen. Bei öffentlichen 22-kW-AC-Ladesäulen gilt auch hier: Der eDeliver 3 lädt nur so schnell, wie sein Onboard-Lader es zulässt.
Für öffentliches Schnellladen werden CCS-Combo-2-Lader verwendet. Diese haben in der Regel ein fest angeschlagenes Kabel. Die maximale DC-Ladeleistung des eDeliver 3 ist im Vergleich zu vielen neueren Pkw moderat, eine 5–80-%-Ladung in rund 45 Minuten bei neueren Spezifikationen kann im Arbeitstag aber hilfreich sein. Bei der Auswahl von Schnellladern sollten Transporterfahrer auf Zufahrt, Stellplatzgröße, Höhe und Kabellänge achten.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Neuere eDeliver 3 Spezifikationen nennen ein Batterie-Thermomanagement mit Flüssigkühlung und Flüssigheizung. Das ist für Temperaturkontrolle und Haltbarkeit relevant, sollte aber nicht automatisch als bestätigte aktive Vorkonditionierungsfunktion für alle Fahrzeuge verstanden werden.
Einige neuere Angaben nennen außerdem eine externe V2L-Funktion über die Ladebuchse mit zusätzlichem Entladekabel sowie eine EPTO-Hochvolt-Schnittstelle für bestimmte Anwendungen. Diese Punkte sollten immer anhand der konkreten Fahrzeugausstattung geprüft werden, da sie nicht für alle früheren 35-kWh- und 50,23-kWh-Fahrzeuge eindeutig bestätigt sind.
In manchen neueren Ausstattungslisten werden Mode-2- und Mode-3-Ladekabel als Serienausstattung genannt. Bei gebrauchten Fahrzeugen fehlen die ursprünglichen Kabel jedoch häufig oder wurden ersetzt. Vor dem Kauf sollten daher Kabeltyp, Zustand, Strombelastbarkeit, Stecker und Kompatibilität geprüft werden.
Ladetipps
- Vor der Ladeplanung immer Baujahr, Batteriegröße und AC-Ladeleistung des konkreten Fahrzeugs prüfen.
- Nicht davon ausgehen, dass jeder Maxus eDeliver 3 mit 11 kW AC lädt; viele frühere Fahrzeuge sind mit 7,4 kW angegeben.
- Für nicht fest angeschlagene AC-Ladepunkte ein Typ-2-Mode-3-Ladekabel mitführen.
- Für DC-Schnellladen CCS Combo 2 nutzen; ein separates Schnellladekabel wird normalerweise nicht benötigt.
- In Fuhrparks Kabel und Fahrzeuge nach Ladefähigkeit kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
- Bei Fahrgestell- und Spezialaufbauten die Routenplanung auf reale Verbrauchsdaten des umgebauten Fahrzeugs stützen.
- Wenn möglich am eigenen Standort laden, da Depot- und Wallbox-Ladung planbarer ist als spontanes öffentliches Schnellladen.
- Schuko nur als Not- oder Gelegenheitslösung nutzen und regelmäßiges Laden darüber nur nach Prüfung durch eine Elektrofachkraft einplanen.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Maxus eDeliver 3?
Für AC-Laden nutzt der Maxus eDeliver 3 ein Typ-2-Ladekabel. Für DC-Schnellladen wird CCS Combo 2 verwendet; das Kabel ist an Schnellladesäulen normalerweise fest angebracht.
Lädt jeder Maxus eDeliver 3 mit 11 kW AC?
Nein. Neuere Spezifikationen nennen bis zu 11 kW dreiphasige AC-Ladeleistung. Frühere eDeliver 3 Fahrzeuge werden jedoch häufig mit 7,4 kW AC-Ladeleistung angegeben. Die genaue Fahrzeugausführung sollte deshalb geprüft werden.
Wie lange dauert das Laden an der Wallbox?
Ein neuerer eDeliver 3 mit 11-kW-Onboard-Lader kann an einer passenden 11-kW-Wallbox in etwa 5,6 Stunden von 5–100 % laden. Ältere 7,4-kW-Versionen laden langsamer beziehungsweise abhängig von der einphasigen Ladeleistung des Ladepunkts.
Kann der Maxus eDeliver 3 schnellladen?
Ja. Der Maxus eDeliver 3 unterstützt CCS-Schnellladen. Neuere Spezifikationen nennen bis zu 57 kW DC-Ladeleistung und etwa 45 Minuten von 5–80 %.
Welche Reichweite ist realistisch?
Veröffentlichte kombinierte WLTP-Werte reichen je nach Version grob von etwa 159 km bei frühen kleineren Batterien bis rund 227–243 km bei größeren Kastenwagen-Ausführungen. In der Praxis beeinflussen Nutzlast, Geschwindigkeit, Wetter, Aufbau und Fahrprofil die Reichweite deutlich.
Kann ich den Maxus eDeliver 3 über Schuko laden?
Mit einem passenden Schuko-Ladekabel ist gelegentliches oder notfallmäßiges Laden möglich. Für regelmäßiges Laden sollte jedoch eine Wallbox genutzt werden. Dauerhaftes Schuko-Laden sollte nur erfolgen, wenn Steckdose und Installation durch eine Elektrofachkraft für diese Belastung geprüft wurden.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Maxus eDeliver 3 ist unkompliziert zu laden, sobald die genaue Version bekannt ist. Für viele Nutzer in Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox am Wohnort, Betrieb oder Depot eine passende Lösung, insbesondere bei neueren Fahrzeugen mit 11-kW-AC-Lader. Ältere Fahrzeuge mit 7,4-kW-AC-Ladeleistung bleiben ebenfalls gut nutzbar, erfordern aber realistische Erwartungen an die Ladezeit.
Wer ein gebrauchtes Fahrzeug kauft oder mehrere eDeliver 3 betreibt, sollte Batteriegröße, Onboard-Lader und vorhandene Ladekabel prüfen. Der Unterschied zwischen einem älteren 7,4-kW-Fahrzeug und einer neueren 11-kW-Dreiphasen-Version wirkt sich direkt auf die Ladeplanung aus. Mit einem passenden Typ-2-Ladekabel und einer verlässlichen Laderoutine lassen sich beide Varianten gut in den Arbeitsalltag integrieren.
Passendes Ladekabel für Maxus eDeliver 3
Für den Maxus eDeliver 3 sind Typ-2-Ladekabel für Wallboxen, Arbeitsplatzladen und öffentliches AC-Laden geeignet. Je nach Fahrzeugversion und Ladeumgebung kommen einphasige oder dreiphasige Typ-2-Kabel infrage; für neuere 11-kW-Modelle ist ein dreiphasiges Kabel besonders sinnvoll.
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Bitte beachten: Diese Informationen dienen als Ratgeber. Ladeleistung und Ausstattung können je nach Modelljahr, Marktversion und konkreter Fahrzeugkonfiguration abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung und den technischen Unterlagen Ihres Fahrzeugs.


