Mercedes CLA Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Mercedes CLA Ladekabel-Ratgeber: Laden zu Hause, öffentliches Laden und Kabelauswahl

Der Name Mercedes CLA steht inzwischen für mehr als eine Art von Fahrzeug mit Ladeanschluss. Deshalb ist der erste Schritt, das genaue Modell zu unterscheiden. Der aktuelle Mercedes-Benz CLA Electric, auch als CLA mit EQ Technologie bezeichnet, ist ein vollelektrisches E-Auto auf Basis der Mercedes-Benz Modular Architecture. Er wird unter anderem als CLA 200 Electric und CLA 250+ angeboten, mit unterschiedlichen Batteriegrößen, WLTP-Reichweiten und DC-Schnellladeleistungen.

Ältere Mercedes CLA 250 e Modelle sind dagegen Plug-in-Hybride und keine reinen Elektroautos. Sie haben eine deutlich kleinere Batterie und ganz andere Ladezeiten. Dieser Ratgeber konzentriert sich vor allem auf den aktuellen vollelektrischen CLA als Limousine beziehungsweise viertüriges Coupé. Gleichzeitig wird hervorgehoben, wo Besitzer eines älteren CLA 250 e die technischen Daten des neuen Elektro-CLA nicht übertragen sollten.

Mercedes CLA Ladekabel ansehen

Mercedes CLA Batterie- und Ladespezifikationen

Beim aktuellen Mercedes CLA Electric erfolgt das AC-Laden über Typ 2. Für DC-Schnellladen wird CCS Combo 2 verwendet. Der Ladeanschluss befindet sich beim elektrischen CLA hinten rechts. Mercedes nennt für das AC-Laden ein Mode-3-Typ-2-Ladekabel; wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der Belastbarkeit des Kabels und der maximalen AC-Ladeleistung des Fahrzeugs.

Der aktuelle CLA Electric hat eine maximale AC-Ladeleistung von 11 kW. Ein Typ-2-Ladekabel mit 22-kW-Freigabe kann trotzdem sinnvoll sein, etwa wegen Kompatibilität an öffentlichen AC-Ladepunkten oder für spätere Fahrzeuge. Es bewirkt aber nicht, dass der CLA mit 22 kW an AC lädt. Auf der DC-Seite nutzt der CLA Electric eine 800-Volt-Architektur. Für den CLA 250+ werden unter geeigneten Bedingungen bis zu 320 kW DC-Ladeleistung angegeben.

Batterieoptionen

Beim aktuellen CLA Electric gibt es zwei zentrale Batteriespezifikationen. Der CLA 200 Electric wird mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 58 kWh und bis zu rund 530 km WLTP-Reichweite angegeben. Er unterstützt 11 kW AC-Laden und bis zu 200 kW DC-Schnellladen. Der angegebene DC-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert unter passenden Bedingungen etwa 20 Minuten.

Der CLA 250+ mit EQ Technologie ist die reichweitenstärkere Variante. Hier werden 85 kWh nutzbare Batteriekapazität, bis zu rund 777 km WLTP-Reichweite, 11 kW AC-Laden und bis zu 320 kW DC-Schnellladen genannt. Der angegebene 10-bis-80-Prozent-Ladevorgang an einem geeigneten High-Power-Charger dauert etwa 22 Minuten.

Der frühere CLA 250 e Plug-in-Hybrid ist damit nicht direkt vergleichbar. Er nutzte eine deutlich kleinere Batterie mit 15,6 kWh Bruttokapazität. Ein gebrauchter CLA 250 e kann ebenfalls ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden verwenden, seine elektrische Reichweite, Ladeleistung und Ladezeiten unterscheiden sich jedoch grundlegend vom aktuellen vollelektrischen CLA.

AC-Ladeleistung

Beide aktuellen CLA Electric Varianten besitzen einen 11-kW-Onboard-Lader für Wechselstrom. In Deutschland passt das gut zu vielen privaten Wallboxen, da 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss weit verbreitet sind. An einer passenden 11-kW-Wallbox kann der CLA seine maximale AC-Ladeleistung nutzen.

Eine 22-kW-AC-Ladesäule lädt den CLA Electric nicht automatisch schneller. Das Fahrzeug begrenzt die AC-Ladeleistung auf 11 kW. Auch ein 22-kW-Typ-2-Ladekabel erhöht die Ladeleistung des Autos nicht, kann aber als robustes und zukunftssicheres Kabel sinnvoll sein, sofern es zum Einsatzzweck passt.

Die Ladezeit hängt von Batteriestand, Batteriegröße, Ladeleistung und Ladeverlusten ab. Eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent ist im Alltag selten nötig. Häufig ist es praktischer, den Akku beispielsweise über Nacht oder während des Parkens von etwa 30 auf 80 Prozent nachzuladen.

Für Wallboxen ohne fest angeschlagenes Kabel und für viele öffentliche AC-Ladepunkte ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel die passende Kabelart für den aktuellen Mercedes CLA Electric.

DC-Schnellladen

Beim DC-Schnellladen unterscheidet sich der aktuelle CLA Electric besonders deutlich vom älteren CLA 250 e Plug-in-Hybrid. Der vollelektrische CLA nutzt CCS Combo 2 und basiert auf einer 800-Volt-Architektur. Für den CLA 200 Electric werden bis zu 200 kW DC-Ladeleistung genannt, für den CLA 250+ bis zu 320 kW.

Beim CLA 250+ wird für das Laden von 10 auf 80 Prozent eine Zeit von etwa 22 Minuten angegeben. Beim CLA 200 Electric sind es etwa 20 Minuten. Diese Werte setzen einen geeigneten Schnelllader und günstige Bedingungen voraus. Einfluss haben unter anderem Batterietemperatur, Ladezustand, Ladeleistung und Spannung des Ladepunkts, Auslastung des Standorts und die genaue Fahrzeugspezifikation.

Zusätzlich wird ein 400-Volt-DC-Ladesystem mit bis zu 100 kW an 400-Volt-DC-Ladegeräten genannt. Die genaue Verfügbarkeit kann von Ausstattung und Modellstand abhängen. Wer regelmäßig ältere oder leistungsschwächere Schnelllader nutzt, sollte damit rechnen, dass die Ladeleistung unter den Spitzenwerten der 800-Volt-Technik bleibt.

Reichweite und Effizienz

Die offizielle WLTP-Reichweite des Mercedes CLA Electric hängt von der Version ab. Der CLA 200 Electric wird mit bis zu rund 530 km WLTP angegeben, der CLA 250+ mit bis zu rund 777 km WLTP. WLTP-Werte sind Vergleichswerte aus einem genormten Testverfahren und keine Garantie für jede Fahrt.

Die tatsächliche Reichweite hängt unter anderem von Geschwindigkeit, Außentemperatur, Reifen, Fahrstil, Beladung, Wetter sowie Nutzung von Heizung oder Klimaanlage ab. Für den CLA 250+ werden in unabhängigen Reichweitenabschätzungen etwa rund 580 km als praxisnaher Mischwert genannt. Auf der Autobahn im Winter kann die Reichweite niedriger ausfallen, während ruhige Fahrten im Stadt- und Landstraßenverkehr bei mildem Wetter effizienter sein können.

Kalte Batterien können sowohl die Reichweite als auch die Ladeleistung beeinflussen. Besonders vor längeren Fahrten und Schnellladestopps lohnt es sich daher, Ladepausen realistisch zu planen und nicht nur mit den höchsten möglichen Ladeleistungen zu rechnen.

Laden zu Hause

Für viele Fahrer ist das Laden zu Hause die bequemste und oft günstigste Lösung. In Deutschland ist eine dreiphasige 11-kW-Wallbox ein typischer Standard für privates Laden. Der aktuelle Mercedes CLA Electric kann diese 11 kW AC nutzen, sofern Wallbox, Hausanschluss und Installation entsprechend ausgelegt sind.

Eine Wallbox sollte immer fachgerecht installiert werden. 11-kW-Wallboxen müssen in Deutschland in der Regel beim Netzbetreiber angemeldet werden; leistungsstärkere Ladeeinrichtungen können genehmigungspflichtig sein. Entscheidend ist die konkrete Installation vor Ort.

Wenn Ihre Wallbox kein fest angeschlagenes Kabel hat, benötigen Sie ein Typ-2-Ladekabel. Bei einer Wallbox mit festem Kabel ist zu Hause kein separates Kabel erforderlich, dennoch ist ein eigenes Typ-2-Ladekabel für öffentliches AC-Laden sinnvoll. Für Einfahrten und Stellplätze sind 5 Meter oft praktisch, während ein längeres Kabel an ungünstig positionierten Ladesäulen mehr Flexibilität bieten kann.

Ein Schuko-Ladekabel ist beim Mercedes CLA Electric vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung zu verstehen. Eine normale Haushaltssteckdose lädt deutlich langsamer als eine Wallbox und ist nicht automatisch für stundenlange hohe Dauerlast ausgelegt. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat.

Öffentliches Laden

Beim öffentlichen AC-Laden in Deutschland gibt es viele 11-kW- und 22-kW-Ladepunkte. An vielen AC-Säulen müssen Fahrer ihr eigenes Typ-2-Ladekabel mitbringen. Der CLA Electric lädt dort mit maximal 11 kW AC, auch wenn die Ladesäule 22 kW bereitstellen kann.

AC-Laden eignet sich besonders für längere Standzeiten, etwa am Arbeitsplatz, am Hotel, in Parkhäusern, auf Besucherparkplätzen oder beim Einkaufen. Für kurze Ladepausen auf Langstrecken sind dagegen CCS-Schnelllader und HPC-Lader die bessere Wahl.

Beim DC-Schnellladen verwenden Sie nicht Ihr eigenes Typ-2-Ladekabel. CCS-Schnelllader haben ein fest angeschlagenes, schweres DC-Kabel. Für möglichst hohe Ladeleistungen im CLA 250+ sollte der Ladepunkt hohe Leistung bereitstellen und 800-Volt-Fahrzeuge unterstützen.

Wie bei allen Elektroautos liegt die höchste DC-Ladeleistung nur in einem bestimmten Bereich der Ladekurve an. Das Laden von 10 auf 80 Prozent ist meist deutlich schneller als das Laden von 80 auf 100 Prozent. Auf langen Strecken ist es daher oft effizienter, nur so viel nachzuladen, wie bis zum nächsten sinnvollen Stopp benötigt wird.

Fahrzeugspezifische Hinweise

Der aktuelle Mercedes CLA Electric basiert auf der Mercedes-Benz Modular Architecture und nutzt eine 800-Volt-Elektroarchitektur. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass besonders der CLA 250+ an geeigneten Schnellladern sehr hohe DC-Ladeleistungen erreichen kann.

Wichtig ist außerdem die Modellunterscheidung: Ein aktueller CLA Electric ist ein vollelektrisches E-Auto mit großer Traktionsbatterie, Typ-2-AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Ein älterer CLA 250 e ist ein Plug-in-Hybrid mit kleinerer Batterie und anderen Ladeanforderungen.

Bei Ausstattungs- und Softwarefunktionen rund um Ladeplanung, Batterietemperierung oder Ladevorbereitung sollten Fahrer die Unterlagen zu ihrem konkreten Fahrzeug prüfen. Solche Funktionen können je nach Modelljahr, Softwarestand und Ausstattung unterschiedlich umgesetzt sein.

Ladetipps

  • Prüfen Sie zuerst, ob Sie einen aktuellen CLA Electric oder einen älteren CLA 250 e Plug-in-Hybrid fahren.
  • Für AC-Laden an Wallboxen ohne festes Kabel und an vielen öffentlichen AC-Säulen benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.
  • Ein 22-kW-Typ-2-Ladekabel bedeutet nicht, dass der CLA Electric mit 22 kW AC lädt. Das Fahrzeug ist auf 11 kW AC begrenzt.
  • Für die schnellsten DC-Ladevorgänge nutzen Sie einen leistungsstarken CCS-Lader, der 800-Volt-Fahrzeuge unterstützt.
  • Rechnen Sie bei Kälte, sehr hohem Ladezustand oder schwächeren Ladepunkten mit geringerer Ladeleistung.
  • Planen Sie Langstreckenstopps häufig um den Bereich 10 bis 80 Prozent, statt unnötig lange bis 100 Prozent zu laden.
  • Ein Schuko-Ladekabel sollte nur als Not- oder Gelegenheitslösung dienen. Für regelmäßiges Laden muss die Steckdose samt Installation fachgerecht geprüft sein.

Häufige Fragen

Welches Ladekabel braucht der Mercedes CLA Electric?

Der aktuelle Mercedes CLA Electric nutzt Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Für viele öffentliche AC-Ladesäulen und Wallboxen ohne festes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.

Lädt der Mercedes CLA Electric mit 22 kW AC?

Nein. Der aktuelle CLA Electric ist beim AC-Laden auf maximal 11 kW begrenzt. Ein 22-kW-Typ-2-Ladekabel kann verwendet werden, wenn es passend ist, erhöht aber nicht die Ladeleistung des Fahrzeugs.

Wie schnell kann der CLA 250+ DC-schnellladen?

Für den CLA 250+ werden bis zu 320 kW DC-Ladeleistung und etwa 22 Minuten für 10 bis 80 Prozent an einem geeigneten Schnelllader angegeben. In der Praxis hängen die Werte von Ladepunkt, Batterietemperatur, Ladezustand und weiteren Bedingungen ab.

Ist der ältere Mercedes CLA 250 e das gleiche Fahrzeug wie der neue CLA Electric?

Nein. Der CLA 250 e ist ein Plug-in-Hybrid der vorherigen Generation. Er hat eine viel kleinere Batterie als der aktuelle vollelektrische CLA. Er kann zwar ebenfalls ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden nutzen, Reichweite und Ladezeiten sind aber völlig anders.

Kann ich beim öffentlichen Schnellladen mein eigenes Kabel verwenden?

Nein. CCS-Schnelllader und HPC-Lader haben ein fest angeschlagenes DC-Kabel. Ihr eigenes Typ-2-Ladekabel ist für AC-Laden gedacht, nicht für DC-Schnellladen.

Kann ich den Mercedes CLA Electric an einer Schuko-Steckdose laden?

Technisch ist das mit einem passenden Schuko-Ladekabel möglich, aber es ist vor allem eine Not- oder Gelegenheitslösung. Für regelmäßiges Laden sollte eine Wallbox genutzt werden. Dauerhaftes Schuko-Laden ist nur ratsam, wenn eine Elektrofachkraft Steckdose und Installation für diese Belastung geprüft hat.

Was das für Fahrer bedeutet

Der Mercedes CLA zeigt gut, warum die genaue Fahrzeuggeneration wichtig ist. Ein aktueller CLA Electric ist ein langstreckentaugliches Elektroauto mit Typ-2-AC-Laden, CCS Combo 2, 11-kW-Onboard-Lader und hoher DC-Schnellladefähigkeit. CLA 200 Electric und CLA 250+ unterscheiden sich bei Batteriegröße, Reichweite und maximaler DC-Ladeleistung.

Für den Alltag in Deutschland ist eine fachgerecht installierte 11-kW-Wallbox in Verbindung mit einem passenden Typ-2-Ladekabel eine sehr sinnvolle Kombination. Für Langstrecken ist die CCS-Fähigkeit des CLA Electric entscheidend, besonders beim CLA 250+ mit 800-Volt-Technik. Besitzer eines älteren CLA 250 e sollten dagegen PHEV-spezifische Ladehinweise beachten und nicht die Werte des vollelektrischen CLA übernehmen.

Passendes Ladekabel für Mercedes CLA

Für den Mercedes CLA Electric ist in der Regel ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden die richtige Wahl. Je nach Nutzung kommen unterschiedliche Kabellängen und Belastbarkeiten infrage. Für kompatible Plug-in-Hybrid-Modelle wie den CLA 250 e gelten andere Ladeerwartungen, auch wenn ebenfalls Typ 2 verwendet werden kann.

Mercedes CLA Ladekabel ansehen

Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Modelljahr, Ausstattung und Marktversion abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung und den Fahrzeugunterlagen Ihres Mercedes CLA.

Internationaler Versand

Versand in EU-Länder

Kostenloser Versand

Deutschland, Niederlande, Österreich

Schneller Versand

Schneller Versand von vorrätigen Artikeln

Sichere Kasse

PayPal / MasterCard / Visa / Banküberweisung