Der Mercedes E 300e ist kein reines Elektroauto, sondern ein Benzin-Plug-in-Hybrid der E-Klasse. Für die Ladepraxis ist das wichtig, denn die technischen Daten unterscheiden sich je nach Fahrzeuggeneration deutlich. Die aktuelle E 300e Generation W214/S214 ab etwa 2023/2024 hat eine deutlich größere Plug-in-Hybrid-Batterie und kann schneller laden als ältere W213/S213 Modelle.
Für aktuelle Modelle nennt Mercedes-Benz eine Hochvoltbatterie mit 25,4 kWh brutto, 19,53 kWh nutzbarem Energieinhalt, bis zu 11 kW AC-Ladeleistung und, sofern entsprechend ausgestattet, bis zu 55 kW DC-Schnellladen. Ältere E 300e Modelle der Generation W213/S213 wurden mit 13,5 kWh nutzbarer Batteriekapazität und bis zu 7,4 kW AC-Ladeleistung geführt. Welches Ladekabel sinnvoll ist und welche Ladezeiten realistisch sind, hängt deshalb stark von Baujahr, Ladeanschluss und Ausstattung ab.
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Mercedes E 300e Batterie- und Ladespezifikationen
Die Modellbezeichnung E 300e wurde über mehr als eine E-Klasse Generation verwendet. Vor dem Kauf eines Ladekabels oder der Planung von Ladestopps sollte daher zuerst geklärt werden, ob es sich um den aktuellen W214/S214 Plug-in-Hybrid oder um ein älteres W213/S213 Modell handelt.
| Version | Batterie | AC-Laden | DC-Schnellladen | Anschluss-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller W214/S214 E 300e | 25,4 kWh brutto / 19,53 kWh nutzbar | Bis zu 11 kW | Bis zu 55 kW, sofern ausgestattet | Typ 2 für AC; CCS Combo 2 für DC bei kompatiblen Fahrzeugen |
| Älterer W213/S213 E 300e | 13,5 kWh nutzbar in den vorliegenden technischen Daten | Bis zu 7,4 kW | Nicht pauschal von DC-Kompatibilität ausgehen | In der Regel Typ 2 AC; Ladeanschluss oder FIN prüfen |
Eine einheitliche Ladeaussage für alle Mercedes E 300e wäre daher irreführend. Besonders die Frage, ob CCS Combo 2 vorhanden ist, sollte am Fahrzeug selbst geprüft werden.
Batterieoptionen
Der aktuelle Mercedes E 300e nutzt eine Hochvoltbatterie mit 25,4 kWh Bruttokapazität und 19,53 kWh nutzbarem Energieinhalt. Für einen Plug-in-Hybrid ist das eine vergleichsweise große Batterie. Bei regelmäßigem Laden kann der aktuelle E 300e viele Kurz- und Mittelstrecken elektrisch zurücklegen.
Ältere E 300e Modelle sind anders ausgelegt. Für W213/S213 Plug-in-Hybrid-Modelle wurden 13,5 kWh nutzbare Batteriekapazität angegeben. Das bedeutet eine kürzere elektrische Reichweite und ein anderes Ladeverhalten. Angaben zur aktuellen 25,4-kWh-Batterie sollten deshalb nicht automatisch auf ältere Fahrzeuge übertragen werden.
Wenn die genaue Version unklar ist, helfen Erstzulassung, Fahrzeugpapiere, Ladeanschluss und gegebenenfalls eine Prüfung über die FIN bei Mercedes-Benz. Das ist besonders wichtig, bevor man DC-Schnellladen mit CCS Combo 2 einplant.
AC-Ladeleistung
AC-Laden ist für die meisten Fahrer eines Mercedes E 300e die wichtigste Ladeart. Es wird an der heimischen Wallbox, am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten genutzt. An nicht fest angeschlagenen Ladepunkten wird dafür ein Typ-2-Mode-3-Ladekabel benötigt.
Der aktuelle W214/S214 E 300e kann laut technischen Daten mit bis zu 11 kW AC laden. An einer passenden dreiphasigen 11-kW-Wallbox oder einem geeigneten öffentlichen AC-Ladepunkt entspricht das einer Ladezeit von ungefähr 2 Stunden von 0–100 %, sofern Fahrzeug, Ladepunkt und Bedingungen dies zulassen.
In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen für das Laden zu Hause weit verbreitet. Damit passt die maximale AC-Ladeleistung des aktuellen E 300e gut zu vielen privaten Installationen. Eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule lädt den aktuellen E 300e jedoch nicht mit 22 kW, denn begrenzend ist immer das Bordladegerät des Fahrzeugs. Der aktuelle E 300e lädt dort mit bis zu 11 kW.
Ältere W213/S213 E 300e Modelle wurden mit bis zu 7,4 kW AC-Ladeleistung angegeben. An einer höher ausgelegten AC-Säule wird auch ein älteres Modell nicht schneller laden als es sein Onboard-Lader zulässt. Zu Hause kann die tatsächlich erreichbare Ladeleistung je nach Wallbox, Phasenbelegung und Installation niedriger ausfallen.
DC-Schnellladen
Eine Besonderheit des aktuellen Mercedes E 300e ist die mögliche DC-Schnellladefähigkeit. Für entsprechend ausgestattete aktuelle Modelle werden bis zu 55 kW DC-Ladeleistung und ungefähr 20 Minuten von 10–80 % genannt. Das ist bei Plug-in-Hybriden nicht selbstverständlich und kann nützlich sein, wenn an einem langen Tag schnell elektrische Reichweite nachgeladen werden soll.
Bei kompatiblen aktuellen Modellen erfolgt AC-Laden über Typ 2 und DC-Schnellladen über CCS Combo 2. DC-Schnelllader haben in der Regel fest angeschlagene Kabel. Für CCS-Laden muss daher kein eigenes Ladekabel mitgeführt werden; der Stecker der Ladesäule wird direkt mit dem Fahrzeug verbunden.
Diese Aussage gilt jedoch nicht automatisch für alle E 300e. Viele ältere W213/S213 Fahrzeuge sollten zunächst als Typ-2-AC-Plug-in-Hybride betrachtet werden, solange CCS Combo 2 nicht eindeutig bestätigt ist. Ein CCS-Combo-2-Anschluss hat oben den Typ-2-Bereich und darunter zwei größere DC-Kontakte. Ist nur der Typ-2-Bereich vorhanden, ist das Fahrzeug für AC-Laden ausgelegt.
Reichweite und Effizienz
Der aktuelle Mercedes E 300e liegt bei der offiziellen elektrischen WLTP-Reichweite ungefähr im Bereich von 105 bis 108 km, abhängig von Karosserieform, Ausstattung, Rädern und Gewicht. T-Modell-Versionen und höher ausgestattete Fahrzeuge können abweichen.
Die reale elektrische Reichweite hängt von Temperatur, Geschwindigkeit, Streckenprofil, Reifen, Heizung oder Klimaanlage und Fahrweise ab. Wie bei jedem Plug-in-Hybrid werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn das Fahrzeug regelmäßig geladen und der elektrische Antrieb für passende Strecken genutzt wird: Pendeln, Stadtverkehr, Schulwege, Einkäufe und lokale Fahrten.
Ältere E 300e Modelle hatten eine kürzere offizielle elektrische Reichweite. Die vorliegenden Daten für frühere Limousinen- und T-Modell-Versionen liegen grob im Bereich von rund 50 bis 55 km. Das kann für viele Alltagsstrecken weiterhin ausreichen, ist aber deutlich weniger als beim aktuellen W214/S214.
Laden zu Hause
Das Laden zu Hause ist für einen Plug-in-Hybrid wie den Mercedes E 300e meist die bequemste Ladeform. Wer über Nacht oder während längerer Standzeiten lädt, kann viele Fahrten mit voller Batterie beginnen und den Benzinverbrauch auf Kurzstrecken reduzieren.
Für den Alltag ist eine fest installierte Wallbox die sinnvollste Lösung. In Deutschland sind dreiphasige 11-kW-Wallboxen üblich und für viele private Installationen passend. Der aktuelle E 300e kann diese 11 kW AC grundsätzlich nutzen, wenn Fahrzeug, Wallbox und Installation entsprechend ausgelegt sind.
Für eine Wallbox ohne festes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-Ladekabel. Ein 32-A-Typ-2-Ladekabel ist eine flexible Wahl, besonders wenn das Fahrzeug sowohl zu Hause als auch an öffentlichen AC-Ladepunkten geladen wird. Für aktuelle E 300e Modelle ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll, um 11 kW AC nutzen zu können. Bei älteren Fahrzeugen sollte zusätzlich geprüft werden, welche AC-Ladeleistung und Phasenbelegung das konkrete Fahrzeug unterstützt.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Normale Haushaltssteckdosen sind nicht automatisch für wiederholtes, stundenlanges Laden mit hoher Dauerlast geeignet. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen AC-Laden nutzt der Mercedes E 300e einen Typ-2-Anschluss. Viele öffentliche AC-Ladepunkte sind nicht mit einem festen Kabel ausgestattet. In diesen Fällen ist ein eigenes Typ-2-Mode-3-Ladekabel erforderlich.
Beim aktuellen E 300e ist eine dreiphasige AC-Ladesäule hilfreich, weil das Fahrzeug bis zu 11 kW AC aufnehmen kann. An einem 7-kW-Ladepunkt lädt es maximal mit der Leistung des Ladepunkts. An einer 22-kW-AC-Säule bleibt es auf bis zu 11 kW begrenzt. Ein älterer E 300e mit 7,4 kW AC-Ladeleistung wird ebenfalls durch sein eigenes Bordladegerät begrenzt, auch wenn die Ladesäule mehr könnte.
Wenn Ihr aktueller E 300e über CCS Combo 2 verfügt, kann DC-Schnellladen auf längeren Tagen praktisch sein. Für den Alltag bleibt AC-Laden zu Hause, am Arbeitsplatz oder am Zielort jedoch meist die passendere und oft günstigere Ladeform für einen Plug-in-Hybrid.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der aktuelle Mercedes E 300e gehört zur neueren Mercedes-Benz Plug-in-Hybrid-Generation. Die größere Hochvoltbatterie und die mögliche DC-Schnellladefähigkeit unterscheiden ihn deutlich von vielen älteren Plug-in-Hybriden.
Für die Nutzung im Alltag ist vor allem die Batteriegröße relevant. Bei regelmäßigem Laden kann der aktuelle E 300e einen erheblichen Anteil typischer Alltagsfahrten elektrisch zurücklegen, während der Benzinmotor für längere Strecken weiterhin zur Verfügung steht.
Funktionen wie Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Grid, Vehicle-to-Home, Wärmepumpe oder Batterie-Vorkonditionierung sollten nicht vorausgesetzt werden, wenn sie nicht für das konkrete Fahrzeug und die konkrete Ausstattung bestätigt sind. Für die Wahl eines Typ-2-Ladekabels sind diese Funktionen nicht erforderlich.
Ladetipps
- Generation zuerst klären: Aktuelle W214/S214 und ältere W213/S213 E 300e Modelle haben unterschiedliche Batterien und Ladeleistungen.
- Für AC-Laden Typ 2 wählen: Das gilt für Wallboxen, Arbeitsplatzlader und die meisten öffentlichen AC-Ladepunkte.
- 32-A-Kabel für Flexibilität erwägen: Ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel deckt viele private und öffentliche AC-Situationen ab, auch wenn das Fahrzeug selbst die Leistung begrenzt.
- CCS nicht bei älteren Fahrzeugen voraussetzen: Ladeanschluss prüfen oder die Ausstattung über die FIN bestätigen lassen.
- Schnellladen gezielt nutzen: Bei aktuellen CCS-fähigen Fahrzeugen ist DC-Laden praktisch, aber im Alltag meist nicht die Hauptladeart.
- Regelmäßig nachladen: Plug-in-Hybride funktionieren am besten, wenn sie nicht dauerhaft mit leerer Batterie wie reine Benziner gefahren werden.
Häufige Fragen
Ist der Mercedes E 300e ein reines Elektroauto?
Nein. Der Mercedes E 300e ist ein Benzin-Plug-in-Hybrid. Er kann elektrisch fahren, wenn die Batterie geladen ist, besitzt aber zusätzlich einen Benzinmotor.
Welches Ladekabel braucht der Mercedes E 300e?
Für AC-Laden benötigt der Mercedes E 300e ein Typ-2-Ladekabel. Ein 32-A-Typ-2-Mode-3-Ladekabel ist eine flexible Wahl. Für aktuelle Modelle mit 11 kW AC-Ladeleistung ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll.
Kann der Mercedes E 300e Schnelllader nutzen?
Aktuelle W214/S214 E 300e Modelle können, sofern entsprechend ausgestattet, CCS-Combo-2-DC-Schnellladen mit bis zu 55 kW unterstützen. Für 10–80 % werden ungefähr 20 Minuten genannt. Bei älteren E 300e Modellen sollte CCS nicht vorausgesetzt werden.
Lädt eine 22-kW-AC-Säule den E 300e mit 22 kW?
Nein. Der aktuelle E 300e ist beim AC-Laden auf bis zu 11 kW begrenzt. Ältere Modelle mit 7,4 kW AC-Ladeleistung bleiben ungefähr auf diesem Niveau oder darunter. Die maximale Leistung der Säule hebt die Grenze des Fahrzeug-Ladegeräts nicht auf.
Wie lange dauert das Laden zu Hause?
Beim aktuellen E 300e werden an geeigneter 11-kW-AC-Ladetechnik ungefähr 2 Stunden von 0–100 % genannt. An einer typischen 11-kW-Wallbox in Deutschland ist das grundsätzlich passend, sofern Installation und Fahrzeugbedingungen stimmen. Bei älteren Modellen hängt die Ladezeit stärker von Bordladegerät, Wallbox und Phasenbelegung ab; die vorliegenden Daten nennen etwa 1 Stunde 30 Minuten von 10–100 % bei geeigneter Wallbox-Leistung.
Was das für Fahrer bedeutet
Beim Mercedes E 300e gibt es im Grunde zwei unterschiedliche Ladesituationen. Der aktuelle W214/S214 ist ein Plug-in-Hybrid mit großer elektrischer Reichweite, bis zu 11 kW AC-Laden und, sofern ausgestattet, bis zu 55 kW DC-Schnellladen über CCS Combo 2. Damit ist er für regelmäßiges elektrisches Fahren gut geeignet, wenn zu Hause, am Arbeitsplatz oder öffentlich zuverlässig geladen wird.
Ältere W213/S213 Modelle bleiben praktische Plug-in-Hybride, haben aber eine kleinere Batterie, kürzere elektrische Reichweite und eine andere AC-Ladeleistung. Für diese Fahrzeuge bleibt die Kabelwahl meist unkompliziert: Typ 2 für AC-Laden, aber kein automatisches Einplanen von CCS-Schnellladen ohne Prüfung am Fahrzeug.
Für die meisten Fahrer ist regelmäßiges Laden wichtiger als maximale Ladeleistung. Ein passendes Typ-2-Ladekabel deckt Wallbox, Arbeitsplatz und öffentliches AC-Laden ab. DC-Schnellladen ist bei aktuellen kompatiblen Modellen ein nützlicher Zusatz, aber nicht die zentrale Ladeform.
Passendes Ladekabel für Mercedes E 300e
Für den Mercedes E 300e ist in der Regel ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden die richtige Wahl. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob Sie ein aktuelles W214/S214 Modell oder ein älteres W213/S213 Modell fahren und welcher Ladeanschluss am Fahrzeug vorhanden ist.
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Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladeleistungen und Ausstattungen können je nach Modelljahr, Markt, Ausstattung und Fahrzeugkonfiguration abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung und den Fahrzeugunterlagen.


