Der Mercedes EQE ist eine vollelektrische Business-Limousine und nicht mit dem EQE SUV gleichzusetzen. Dieser Ratgeber bezieht sich auf die Mercedes EQE Limousine, da sich Batterie-, Lade- und Ausstattungsdaten je nach Karosserieform, Modelljahr und Variante unterscheiden können.
Für das Laden in Deutschland ist vor allem wichtig: Der Mercedes EQE nutzt für AC-Laden einen Typ-2-Anschluss und für DC-Schnellladen den CCS Combo 2 Anschluss. Ein Typ-2-Ladekabel wird daher für viele Wallboxen ohne fest angeschlagenes Kabel sowie für zahlreiche öffentliche AC-Ladepunkte benötigt. DC-Schnelllader haben in der Regel ein fest angeschlagenes CCS-Kabel.
Die Ladeleistung hängt von der jeweiligen EQE-Version ab. Für den EQE 350+ wird eine maximale AC-Ladeleistung von 11 kW genannt, während der Mercedes-AMG EQE 53 je nach Spezifikation mit 22 kW AC laden kann. Beide Varianten werden mit bis zu 170 kW DC-Schnellladeleistung und einer Ladezeit von etwa 32 Minuten von 10 auf 80 Prozent unter geeigneten Bedingungen angegeben.
Mercedes EQE Ladekabel ansehen
Mercedes EQE Batterie- und Ladespezifikationen
Der Mercedes EQE ist ein reines Elektroauto und kein Plug-in-Hybrid. Bei aktuellen und gebrauchten Fahrzeugen können unterschiedliche Varianten vorkommen, darunter EQE 300, EQE 350, EQE 350+, EQE 500 sowie AMG-Versionen. Deshalb sollte vor der Auswahl von Ladekabel oder Wallbox immer die genaue Modellbezeichnung, das Modelljahr und die Fahrzeugausstattung geprüft werden.
Als Orientierung: Der EQE 350+ wird mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 96 kWh, einer WLTP-Reichweite von bis zu rund 679 km, maximal 11 kW AC-Ladeleistung und maximal 170 kW DC-Ladeleistung angegeben. Der Mercedes-AMG EQE 53 wird mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 90 kWh, bis zu rund 492 km WLTP-Reichweite, bis zu 22 kW AC-Ladeleistung und ebenfalls bis zu 170 kW DC-Ladeleistung angegeben.
In der Praxis ist der EQE auf komfortables elektrisches Langstreckenfahren ausgelegt. Wegen der großen Batterie ist eine passende Lademöglichkeit zu Hause besonders sinnvoll. Das regelmäßige Laden über eine geeignete Wallbox ist deutlich komfortabler als das Laden über eine normale Haushaltssteckdose.
Batterieoptionen
Die Batteriekapazität ist abhängig von Variante und Modelljahr. Für den EQE 350+ wird eine nutzbare Kapazität von 96 kWh genannt, für den AMG EQE 53 eine nutzbare Kapazität von 90 kWh. Bei früheren Modelljahren oder gebrauchten Fahrzeugen können abweichende Werte vorkommen.
Die Batteriegröße beeinflusst die Ladedauer deutlich. Eine 96-kWh-Batterie benötigt von einem niedrigen Ladezustand aus auch an einer leistungsfähigen AC-Wallbox mehrere Stunden. Zusätzlich lädt ein Elektroauto nicht während der gesamten Sitzung mit der maximalen Leistung, und durch Ladeverluste wird etwas mehr Energie aus dem Netz entnommen, als später nutzbar in der Batterie gespeichert ist.
Wer einen gebrauchten Mercedes EQE kauft, sollte daher nicht automatisch davon ausgehen, dass Batteriegröße, AC-Ladeleistung und Reichweite bei allen EQE Limousinen identisch sind. Die Angaben im Fahrzeugschein, in der Fahrzeugdokumentation und im Infotainment-Menü sind die verlässlichere Grundlage.
AC-Ladeleistung
AC-Laden ist die Ladeart, die typischerweise an Wallboxen, vielen Arbeitsplatz-Ladepunkten sowie an sogenannten Destination Chargern bei Hotels, Parkhäusern, Einkaufszentren oder Freizeiteinrichtungen genutzt wird. Der Mercedes EQE verwendet dafür einen Typ-2-Anschluss.
Der EQE 350+ wird mit einer maximalen AC-Ladeleistung von 11 kW angegeben. Das passt gut zum deutschen Markt, da 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss für das Laden zu Hause weit verbreitet sind. Voraussetzung ist immer, dass Wallbox, Installation, Ladekabel und Fahrzeug diese Leistung unterstützen.
Der Mercedes-AMG EQE 53 kann je nach Spezifikation bis zu 22 kW AC laden. Das ist vor allem an öffentlichen 22-kW-AC-Ladepunkten nützlich. Wichtig ist aber: Die Ladeleistung wird immer durch den Onboard-Lader des Fahrzeugs begrenzt. Ein EQE 350+ lädt deshalb nicht mit 22 kW, nur weil eine 22-kW-Ladesäule verfügbar ist.
Für die Kabelauswahl ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel mit 32 A die flexibelste Lösung. Es kann bis zu 22 kW AC unterstützen, sofern Fahrzeug und Ladepunkt dies erlauben. An einer 11-kW-Wallbox oder einem 11-kW-AC-Ladepunkt wird dasselbe Kabel ebenfalls genutzt; die tatsächliche Ladeleistung wird dann entsprechend begrenzt.
DC-Schnellladen
DC-Schnellladen ist vor allem für längere Strecken relevant, wenn in kurzer Zeit viel Reichweite nachgeladen werden soll. Der Mercedes EQE nutzt dafür den CCS Combo 2 Anschluss. Öffentliche DC-Schnelllader und HPC-Lader haben normalerweise ein fest angeschlagenes CCS-Kabel; ein eigenes Typ-2-Ladekabel wird dort nicht verwendet.
Für den EQE 350+ und den AMG EQE 53 werden jeweils bis zu 170 kW DC-Ladeleistung genannt. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent liegt unter passenden Bedingungen bei etwa 32 Minuten. Dafür braucht es einen ausreichend leistungsfähigen CCS-Schnelllader, eine geeignete Batterietemperatur und einen Ladezustand, bei dem das Fahrzeug hohe Ladeleistungen annehmen kann.
Wie bei den meisten Elektroautos bleibt die Ladeleistung nicht konstant. Häufig ist sie zu Beginn oder im mittleren Bereich höher und nimmt mit steigendem Batteriestand ab. Auf Langstrecken ist es deshalb oft effizienter, bis etwa 70 bis 80 Prozent zu laden und weiterzufahren, statt auf eine nahezu volle Batterie zu warten.
Reichweite und Effizienz
Der EQE 350+ wird mit einer offiziellen WLTP-Reichweite von bis zu rund 679 km angegeben. Im Alltag liegt die tatsächliche Reichweite in der Regel darunter. Sie hängt unter anderem von Außentemperatur, Geschwindigkeit, Streckenprofil, Reifen- und Radgröße, Fahrstil, Heizung oder Klimatisierung sowie Beladung ab. Als grobe Praxisorientierung werden für gemischte Nutzung etwa 515 km genannt, wobei individuelle Ergebnisse deutlich abweichen können.
Der Mercedes-AMG EQE 53 ist stärker auf Leistung ausgelegt und hat eine niedrigere offizielle Reichweite. Für diese Variante werden bis zu rund 492 km nach WLTP angegeben. Der tatsächliche Verbrauch wird besonders durch Fahrweise, Antriebsleistung, Räder und Reifen beeinflusst.
Für den Alltag ist es meist nicht notwendig, täglich auf 100 Prozent zu laden. Viele Fahrer nutzen für regelmäßige Fahrten ein niedrigeres Ladelimit und laden nur vor längeren Strecken vollständig. Maßgeblich sind dabei die Hinweise im Fahrzeughandbuch und die Ladeeinstellungen im Infotainment.
Laden zu Hause
Das Laden zu Hause ist für viele Mercedes-EQE-Fahrer die bequemste Lösung. In Deutschland ist eine dreiphasige 11-kW-Wallbox häufig die passende Wahl, sofern Hausanschluss und Elektroinstallation dafür geeignet sind. So kann der EQE regelmäßig über Nacht oder während längerer Standzeiten geladen werden.
Ein EQE 350+ kann an einer geeigneten 11-kW-Wallbox seine angegebene maximale AC-Ladeleistung nutzen. Beim AMG EQE 53 kann eine höhere AC-Ladeleistung von bis zu 22 kW relevant sein, sofern Fahrzeug, Ladepunkt, Kabel und Installation dafür ausgelegt sind. Im privaten Bereich sind 22-kW-Wallboxen in Deutschland jedoch gesondert zu betrachten und müssen vom Netzbetreiber genehmigt werden.
Ein Schuko-Ladekabel eignet sich beim Mercedes EQE vor allem als Not- oder gelegentliche Lademöglichkeit. Wegen der großen Batterie wäre das Laden über Schuko sehr langsam und für den täglichen Betrieb meist unpraktisch. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die Installation ausdrücklich für dauerhaftes Laden eines E-Autos geprüft hat.
Wenn die heimische Wallbox kein fest angeschlagenes Kabel hat, wird ein eigenes Typ-2-Ladekabel benötigt. Auch bei einer Wallbox mit festem Kabel ist es sinnvoll, ein Typ-2-Ladekabel im Fahrzeug mitzuführen, da viele öffentliche AC-Ladepunkte ohne eigenes Kabel ausgestattet sind.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen Laden gibt es für den Mercedes EQE zwei Hauptfälle: AC-Laden an Zielorten und DC-Schnellladen auf längeren Strecken. Öffentliche AC-Ladepunkte findet man häufig in Städten, Parkhäusern, an Arbeitsplätzen, Hotels, Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen. Viele dieser Ladepunkte sind nicht mit einem festen Kabel ausgestattet, sodass ein eigenes Typ-2-Ladekabel erforderlich ist.
In Deutschland sind öffentliche AC-Ladepunkte mit 11 kW und 22 kW verbreitet. Der EQE 350+ nutzt dabei maximal 11 kW AC, auch wenn der Ladepunkt 22 kW bereitstellen kann. Der AMG EQE 53 kann je nach Ausstattung von 22-kW-AC-Ladepunkten profitieren.
Für schnelles Nachladen auf Autobahn- und Fernstrecken sind DC-Schnelllader mit CCS Combo 2 die passende Wahl. Diese Ladepunkte stellen ihr eigenes Kabel bereit und passen zur DC-Ladefähigkeit des EQE von bis zu 170 kW. Die besten Ergebnisse werden meist erzielt, wenn der Akku nicht schon sehr voll ist und die Batterie eine geeignete Temperatur hat.
Je nach Fahrzeug, Softwarestand, Ladetarif und Ladenetz können Funktionen wie Plug & Charge oder Autocharge verfügbar sein. Wenn sie unterstützt werden, vereinfachen sie den Start des Ladevorgangs an kompatiblen Ladepunkten. Die Verfügbarkeit sollte jedoch für das konkrete Fahrzeug und den jeweiligen Anbieter geprüft werden.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Mercedes EQE basiert auf der elektrischen EVA2-Plattform von Mercedes-Benz. Europäische Fahrzeuge nutzen Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Der Ladeanschluss befindet sich bei der EQE Limousine üblicherweise hinten rechts am Fahrzeug.
Je nach Modelljahr und Ausstattung können Funktionen zur Unterstützung des Schnellladens vorhanden sein. Dazu können beispielsweise fahrzeugseitige Ladeplanung oder vorkonditionierende Maßnahmen gehören, wenn ein Schnelllader als Ziel im Navigationssystem eingegeben wird. Ob und wie diese Funktionen verfügbar sind, sollte beim konkreten Fahrzeug geprüft werden.
Funktionen wie Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Home oder Vehicle-to-Grid sollten beim EQE nicht vorausgesetzt werden. Wer solche Funktionen benötigt, sollte die offizielle Fahrzeugdokumentation des eigenen Modells prüfen.
Ladetipps
- Typ-2-Ladekabel für AC-Laden nutzen. Das gilt für Wallboxen ohne festes Kabel und für viele öffentliche AC-Ladepunkte.
- CCS-Schnelllader haben ein eigenes Kabel. Für DC-Schnellladen wird kein eigenes CCS-Kabel mitgeführt.
- Die Variante beachten. Der EQE 350+ ist auf bis zu 11 kW AC begrenzt, während der AMG EQE 53 je nach Spezifikation bis zu 22 kW AC nutzen kann.
- Dreiphasiges Typ-2-Kabel wählen. Ein 32-A-Drehstromkabel bietet die größte Flexibilität an 11-kW- und 22-kW-AC-Ladepunkten.
- Langstrecken um den 10-80-Prozent-Bereich planen. Oberhalb von 80 Prozent wird DC-Laden meist deutlich langsamer.
- Schuko nur mit Vorsicht verwenden. Für regelmäßiges Laden muss die Steckdose samt Installation durch eine Elektrofachkraft geprüft sein.
- Die genaue Fahrzeugspezifikation prüfen. Batteriegröße, AC-Ladeleistung und Reichweite können je nach Modelljahr und Variante abweichen.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Mercedes EQE?
Der Mercedes EQE nutzt ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden an Wallboxen, Arbeitsplatz-Ladepunkten und vielen öffentlichen AC-Ladesäulen. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2; das Kabel ist am Schnelllader fest angebracht.
Kann der Mercedes EQE mit 22 kW AC laden?
Das hängt von der Variante ab. Der EQE 350+ wird mit maximal 11 kW AC angegeben. Der Mercedes-AMG EQE 53 kann je nach Spezifikation bis zu 22 kW AC laden. Nicht jede EQE Limousine unterstützt 22 kW AC.
Wie schnell lädt der Mercedes EQE am Schnelllader?
Für den EQE 350+ und den AMG EQE 53 werden bis zu 170 kW DC-Ladeleistung genannt. Unter geeigneten Bedingungen dauert das Laden von 10 auf 80 Prozent etwa 32 Minuten.
Ist der Mercedes EQE ein Plug-in-Hybrid?
Nein. Die Mercedes EQE Limousine ist ein vollelektrisches Fahrzeug ohne Benzin- oder Dieselmotor.
Sollte ich ein einphasiges oder dreiphasiges Typ-2-Ladekabel kaufen?
Für den Mercedes EQE ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel mit 32 A die flexibelste Wahl. Es unterstützt bis zu 22 kW AC, sofern Fahrzeug und Ladepunkt dies ermöglichen, und funktioniert auch an 11-kW-Wallboxen oder einphasigen Ladepunkten mit entsprechend geringerer Leistung.
Kann ich den Mercedes EQE an einer Schuko-Steckdose laden?
Ja, mit einem passenden Schuko-Ladekabel ist das grundsätzlich möglich. Es ist aber langsam und sollte beim EQE eher als Not- oder gelegentliche Option betrachtet werden. Für regelmäßiges Laden muss eine Elektrofachkraft die Steckdose und die Elektroinstallation für die Dauerbelastung geprüft haben.
Was das für Fahrer bedeutet
Für die meisten Fahrer ist das Lade-Setup des Mercedes EQE klar: zu Hause möglichst eine geeignete Wallbox nutzen, für öffentliche AC-Ladepunkte ein Typ-2-Ladekabel mitführen und auf längeren Strecken CCS-Schnelllader verwenden. Entscheidend ist, die eigene Fahrzeugvariante zu kennen.
Wer einen EQE 350+ fährt, sollte mit bis zu 11 kW AC planen. Ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel deckt diese Nutzung ab und bleibt auch an öffentlichen 22-kW-Ladepunkten verwendbar, wobei das Fahrzeug auf 11 kW begrenzt. Beim AMG EQE 53 kann ein 22-kW-fähiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll sein, wenn regelmäßig passende AC-Ladeinfrastruktur genutzt wird.
Passendes Ladekabel für Mercedes EQE
Für den Mercedes EQE eignet sich in den meisten Fällen ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel. Es ist für das Laden an Wallboxen ohne festes Kabel sowie an öffentlichen AC-Ladepunkten geeignet und bietet genügend Flexibilität für 11-kW- und, je nach Fahrzeugvariante, 22-kW-AC-Laden.
Mercedes EQE Ladekabel ansehen
Bitte beachten: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Modelljahr, Variante und Ausstattung abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Fahrzeugdokumentation und im Benutzerhandbuch Ihres Mercedes EQE.


