Der Mercedes GLC 400 ist in diesem Ratgeber als batterieelektrischer Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC mit EQ Technology gemeint. Diese Einordnung ist wichtig, weil der Name leicht mit dem älteren EQC 400 oder mit dem GLC 400 e Plug-in-Hybrid verwechselt werden kann. Hier geht es um den aktuellen vollelektrischen GLC 400 4MATIC.
Mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 94 kWh, bis zu 652 km offizieller WLTP-Reichweite und einer 800-Volt-Architektur ist der GLC 400 Electric auf lange Strecken und sehr schnelles DC-Laden ausgelegt. Im Alltag hängt die Ladegeschwindigkeit jedoch stark davon ab, wo geladen wird: an einer 11-kW-Wallbox zu Hause, an einem öffentlichen AC-Ladepunkt, an einem älteren 400-Volt-DC-Schnelllader oder an einer leistungsstarken 800-Volt-kompatiblen CCS-Ladesäule.
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Mercedes GLC 400 Batterie- und Ladespezifikationen
Der Mercedes GLC 400 4MATIC Electric nutzt für AC-Laden einen Typ-2-Anschluss und für DC-Schnellladen den CCS Combo 2 Anschluss. Typ 2 ist der in Deutschland übliche Standard für Wallboxen und viele öffentliche AC-Ladepunkte. CCS Combo 2 wird an Schnell- und Ultraschnellladesäulen verwendet.
| Fahrzeug | Mercedes GLC 400 4MATIC Electric / GLC mit EQ Technology |
|---|---|
| Antrieb | Batterieelektrisches Fahrzeug |
| Nutzbare Batteriekapazität | 94 kWh |
| Ladeanschluss | Typ 2 AC / CCS Combo 2 DC |
| AC-Laden serienmäßig | Bis zu 11 kW dreiphasig |
| Optionale AC-Ladefähigkeit | 22 kW, sofern fahrzeugseitig vorhanden und vom Ladepunkt unterstützt |
| Maximale DC-Schnellladeleistung | Bis zu 330 kW an kompatiblen 800-Volt-HPC-Ladesäulen |
| Angegebene DC-Ladezeit | Etwa 22 Minuten von 10 bis 80 Prozent unter geeigneten Bedingungen |
| Offizielle WLTP-Reichweite | Bis zu 652 km, abhängig von Ausstattung und Spezifikation |
Batterieoptionen
Für den Mercedes GLC 400 4MATIC Electric wird eine nutzbare Batteriekapazität von 94 kWh angegeben. Teilweise wird die Brutto- oder Gesamtkapazität auf rund 100 kWh geschätzt; für Fahrer ist jedoch vor allem die nutzbare Kapazität relevant, weil sie den tatsächlich für das Fahren verfügbaren Energieinhalt beschreibt.
Mit 94 kWh nutzbarer Kapazität besitzt der GLC 400 eine große Batterie für ein Familien-SUV. Das ermöglicht lange Etappen zwischen zwei Ladestopps, bedeutet aber auch, dass eine vollständige Ladung an langsamer AC-Ladeinfrastruktur entsprechend Zeit benötigt. In der Praxis ist es meist sinnvoller, regelmäßig nachzuladen und DC-Schnellladen gezielt für längere Reisen einzuplanen, statt die Batterie sehr weit leerzufahren und anschließend vollständig zu laden.
AC-Ladeleistung
Der GLC 400 Electric ist serienmäßig mit bis zu 11 kW dreiphasigem AC-Laden angegeben. An einer passenden dreiphasigen 11-kW-Wallbox oder einem öffentlichen 11-kW-AC-Ladepunkt liegt die angegebene Ladezeit von 0 bis 100 Prozent bei etwa 10,5 Stunden. Das passt gut zum Laden über Nacht oder während eines Arbeitstags.
In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen für zu Hause weit verbreitet, sofern die elektrische Installation dafür geeignet ist. Entscheidend bleibt jedoch immer die gesamte Kette aus Hausanschluss, Wallbox, Ladekabel und Onboard-Lader des Fahrzeugs. Eine Wallbox sollte fachgerecht installiert und beim Netzbetreiber angemeldet werden; Ladepunkte mit mehr als 11 kW sind in der Regel genehmigungspflichtig.
Mercedes beschreibt 22 kW AC als optional beziehungsweise ausstattungsabhängig. Diese Ladeleistung sollte daher nicht bei jedem GLC 400 Electric vorausgesetzt werden. Selbst wenn das Fahrzeug 22 kW AC unterstützt, ist die höhere Leistung nur nutzbar, wenn auch der Ladepunkt und die Installation 22 kW bereitstellen. Öffentliche AC-Ladesäulen in Deutschland bieten häufig 11 oder 22 kW, das Auto lädt aber immer nur mit der maximalen Leistung, die sein Onboard-Lader tatsächlich zulässt.
DC-Schnellladen
Beim DC-Laden spielt die 800-Volt-Architektur des Mercedes GLC 400 Electric eine zentrale Rolle. Die maximale DC-Ladeleistung wird mit bis zu 330 kW angegeben. Unter passenden Bedingungen soll eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 22 Minuten möglich sein. Das macht den Wagen für lange Autobahnetappen interessant, wenn die passende Ladeinfrastruktur verfügbar ist.
Wichtig ist das Wort passend: Nicht jede CCS-Schnellladesäule kann die Spitzenleistung des Fahrzeugs liefern. Für möglichst kurze Ladestopps sollte nach High-Power-Chargern gesucht werden, die 800-Volt-Fahrzeuge unterstützen und eine ausreichend hohe Leistung bereitstellen. An geeigneten Ultraschnellladern kann der GLC 400 in kurzer Zeit eine erhebliche Reichweite nachladen.
Der GLC 400 kann auch an 400-Volt-DC-Ladeinfrastruktur laden. Für diese Situation wird eine Ladeleistung von bis zu 100 kW genannt. Das ist für Zwischenstopps weiterhin nützlich, liegt aber deutlich unter dem Potenzial einer modernen 800-Volt-kompatiblen HPC-Säule.
Reichweite und Effizienz
Die offizielle WLTP-Reichweite des Mercedes GLC 400 4MATIC Electric beträgt je nach Spezifikation bis zu 652 km. Wie bei jedem Elektroauto hängt der genaue Wert von Ausstattung, Felgengröße, Bereifung, Optionen und Prüfzyklus-Konfiguration ab. Im Alltag beeinflussen außerdem Geschwindigkeit, Außentemperatur, Fahrstil, Beladung sowie Heizung und Klimatisierung die tatsächliche Reichweite.
Als vorsichtiger Planungswert für gemischte Nutzung sind rund 500 km realistische Orientierung. Bei milderen Temperaturen und moderatem Tempo kann mehr möglich sein. Im Winter, bei hoher Autobahngeschwindigkeit oder mit voller Beladung kann die Reichweite spürbar niedriger ausfallen.
Für längere Strecken empfiehlt es sich, nicht nur die maximale WLTP-Reichweite zu betrachten, sondern die Route mit sinnvollen Ladefenstern zu planen. Gerade bei großen Batterien ist es oft effizienter, unterwegs im Bereich von etwa 10 bis 80 Prozent zu laden, statt einzelne Ladestopps bis 100 Prozent auszudehnen.
Laden zu Hause
Für viele Fahrer in Deutschland ist das Laden zu Hause die bequemste Lösung. Beim Mercedes GLC 400 Electric passt eine dreiphasige 11-kW-Wallbox sehr gut zur serienmäßigen AC-Ladefähigkeit des Fahrzeugs. Damit lässt sich die große Batterie typischerweise über Nacht oder während längerer Standzeiten wieder deutlich auffüllen.
Wenn der GLC 400 mit optionaler 22-kW-AC-Ladefähigkeit ausgestattet ist, kann dies an einer passenden 22-kW-AC-Ladeinfrastruktur die Ladezeit verkürzen. Zu Hause ist 22 kW jedoch nicht automatisch verfügbar und muss zur Installation, Absicherung und Netzfreigabe passen. Vor der Planung sollte daher geprüft werden, welche Ladeleistung das konkrete Fahrzeug unterstützt und welche Leistung am Standort zulässig und sinnvoll ist.
Ein Schuko-Ladekabel kann als Not- oder Gelegenheitslösung hilfreich sein, ist bei einer 94-kWh-Batterie aber sehr langsam und nicht die bevorzugte Methode für den Alltag. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat. Für den normalen Betrieb ist eine fachgerecht installierte Wallbox die deutlich geeignetere Lösung.
Öffentliches Laden
Öffentliches AC-Laden ist sinnvoll, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden steht, zum Beispiel am Arbeitsplatz, am Hotel, in Parkhäusern oder auf Langzeitparkplätzen. An vielen dieser Ladepunkte wird ein eigenes Typ-2-Ladekabel benötigt. Je nach Ladesäule und Fahrzeugausstattung lädt der GLC 400 mit 11 kW oder, falls optional vorhanden und unterstützt, mit bis zu 22 kW AC.
Für Langstrecken sind CCS-Schnell- und Ultraschnelllader wichtiger. Die beste Kombination für den GLC 400 Electric ist eine leistungsstarke CCS-Ladesäule, die 800-Volt-Laden unterstützt. Dort ist die Chance am größten, die sehr hohe DC-Ladeleistung des Fahrzeugs auszunutzen und kurze Stopps nahe an der angegebenen 10-bis-80-Prozent-Ladezeit zu erreichen.
An älteren 400-Volt-Schnellladern kann der GLC 400 ebenfalls laden, jedoch mit einer niedrigeren maximalen Leistung von bis zu 100 kW. Vor längeren Fahrten lohnt es sich, Ladeleistung, Verfügbarkeit und aktuelle Zuverlässigkeit der Ladepunkte in der Routenplanung zu berücksichtigen.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Mercedes GLC 400 Electric nutzt eine 800-Volt-Architektur und unterscheidet sich damit deutlich von älteren elektrischen Mercedes-SUVs. Er sollte insbesondere nicht mit dem früheren EQC 400 verwechselt werden, der andere Batterie-, Reichweiten- und Ladeeigenschaften besitzt.
Auch die Abgrenzung zum GLC 400 e ist wichtig: Der GLC 400 e ist ein Plug-in-Hybrid, während der in diesem Ratgeber behandelte GLC 400 4MATIC Electric ein reines Elektroauto ist. Für Ladekabel und Ladeplanung macht dieser Unterschied einen erheblichen Unterschied.
Funktionen wie Plug & Charge oder Autocharge können das öffentliche Laden vereinfachen, sofern Fahrzeug, Ladeanbieter, Vertrag und Konto entsprechend eingerichtet sind. Wo sie nicht unterstützt werden, erfolgt die Freischaltung wie gewohnt per App, Ladekarte oder anderer vom Betreiber angebotener Methode.
Ladetipps
- Für AC-Laden ein Typ-2-Ladekabel verwenden. Dieses Kabel wird an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten und an manchen Wallboxen ohne fest angeschlagenes Kabel benötigt.
- 11 kW zu Hause realistisch einplanen. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox passt gut zur serienmäßigen AC-Ladeleistung des GLC 400.
- 22 kW AC nicht automatisch voraussetzen. Diese Fähigkeit ist ausstattungsabhängig und nur nutzbar, wenn auch der Ladepunkt 22 kW liefern kann.
- Auf Langstrecken 800-Volt-kompatible HPC-Lader bevorzugen. Sie passen am besten zur maximalen DC-Ladeleistung von bis zu 330 kW.
- 400-Volt-DC-Lader als Backup einplanen. Dort lädt der GLC 400 mit bis zu 100 kW und benötigt entsprechend längere Stopps.
- DC-Laden meist im Bereich 10 bis 80 Prozent nutzen. Oberhalb von 80 Prozent sinkt die Ladeleistung häufig deutlich, sodass ein früherer Weiterfahrzeitpunkt oft effizienter ist.
- 100 Prozent vor allem vor langen Fahrten nutzen. Für den Alltag reicht häufig ein niedrigeres Ladelimit, sofern es zum persönlichen Fahrprofil passt.
Häufige Fragen
Ist der Mercedes GLC 400 ein Plug-in-Hybrid?
In diesem Ratgeber nein. Gemeint ist der batterieelektrische Mercedes GLC 400 4MATIC Electric. Er sollte nicht mit dem GLC 400 e Plug-in-Hybrid verwechselt werden.
Welches Ladekabel nutzt der Mercedes GLC 400?
Für AC-Laden nutzt der Mercedes GLC 400 einen Typ-2-Anschluss. Für DC-Schnellladen nutzt er CCS Combo 2. Ein eigenes Typ-2-Ladekabel wird für viele öffentliche AC-Ladepunkte und Wallboxen ohne festes Kabel benötigt. DC-Schnelllader haben in der Regel ein fest angeschlagenes CCS-Kabel.
Kann der Mercedes GLC 400 mit 22 kW AC laden?
Serienmäßig wird 11 kW AC angegeben. 22 kW AC ist optional beziehungsweise ausstattungsabhängig. Zusätzlich muss der Ladepunkt 22 kW bereitstellen können.
Wie schnell lädt der Mercedes GLC 400 an DC-Schnellladern?
An kompatiblen 800-Volt-HPC-Ladesäulen sind bis zu 330 kW DC möglich. Die angegebene Ladezeit von 10 auf 80 Prozent liegt bei etwa 22 Minuten unter geeigneten Bedingungen. An 400-Volt-DC-Ladern werden bis zu 100 kW genannt.
Welche Reichweite hat der Mercedes GLC 400 Electric?
Die offizielle WLTP-Reichweite beträgt je nach Spezifikation bis zu 652 km. Für gemischte Alltagsnutzung ist ein vorsichtiger Planungswert von rund 500 km sinnvoll, abhängig von Wetter, Geschwindigkeit, Beladung und Fahrstil.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Mercedes GLC 400 Electric kombiniert eine große nutzbare Batterie mit sehr schnellem 800-Volt-DC-Laden. Im Alltag sollten Fahrer jedoch zwischen den Maximalwerten und der tatsächlich verfügbaren Ladeinfrastruktur unterscheiden. Zu Hause passt eine 11-kW-Wallbox sehr gut zum serienmäßigen Onboard-Lader. Öffentlich hängt die AC-Ladeleistung von Fahrzeugausstattung und Ladesäule ab. Auf Langstrecken liefern 800-Volt-kompatible HPC-Lader die besten Ergebnisse, während ältere 400-Volt-DC-Lader deutlich langsamer sind.
Für die meisten Fahrer ist die passende Grundausstattung überschaubar: eine fachgerecht installierte Wallbox für den Alltag, ein geeignetes Typ-2-Ladekabel für AC-Laden unterwegs und eine gute Routenplanung für Schnellladestopps auf längeren Fahrten.
Passendes Ladekabel für Mercedes GLC 400
Für den Mercedes GLC 400 wird für AC-Laden ein Typ-2-Ladekabel benötigt. Achten Sie auf ein dreiphasiges Kabel, wenn 11 kW oder gegebenenfalls 22 kW AC genutzt werden sollen. Die tatsächlich erreichbare Ladeleistung hängt immer von Fahrzeug, Ladekabel, Ladepunkt und Installation ab.
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Hinweis: Diese Informationen dienen als Orientierung. Lade- und Ausstattungsdaten können sich je nach Modelljahr, Markt und Fahrzeugkonfiguration ändern. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung und den technischen Unterlagen Ihres Fahrzeugs.


