Der Mercedes S 560e ist die Plug-in-Hybrid-Version der S-Klasse Limousine mit langem Radstand. Er ist kein reines Elektroauto, sondern kombiniert einen 3,0-Liter-V6-Benzinmotor mit einem 90-kW-Elektromotor und einer vergleichsweise kompakten Hochvoltbatterie. Für viele Käufer eines gebrauchten S 560e macht das das Laden unkompliziert – zugleich sollte das Fahrzeug anders betrachtet werden als ein modernes batterieelektrisches E-Auto.
In Unterlagen zur S-Klasse aus der Modellzeit um 2019 wird der S 560 e L mit einem 7,2-kW-AC-Onboard-Lader und einer offiziellen äquivalenten rein elektrischen WLTP-Reichweite von rund 42,0 bis 43,9 km geführt. Das Nutzungskonzept basiert daher auf häufigem Nachladen zu Hause, am Arbeitsplatz oder an öffentlichen AC-Ladepunkten – nicht auf Schnellladen unterwegs. Wenn Sie ein Ladekabel für einen gebrauchten S 560e auswählen, ist der wichtigste Punkt: Dieses Modell ist ein Plug-in-Hybrid mit Typ-2-AC-Ladeanschluss, ohne DC-Schnellladefähigkeit.
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Mercedes S 560e Batterie- und Ladespezifikationen
Der Mercedes S 560e, in manchen Unterlagen auch als S 560 e oder S 560 e L bezeichnet, gehört zur überarbeiteten W222/V222-Generation der S-Klasse als Plug-in-Hybrid. Er ist von den neueren Plug-in-Hybrid-Modellen der W223-Generation, etwa S 450 e L oder S 580 e 4MATIC L, zu unterscheiden, da diese andere Batterie- und Ladedaten haben.
Für den S 560e sind vor allem diese Ladedaten relevant:
- Fahrzeugtyp: Plug-in-Hybrid mit Benzin- und Elektroantrieb, kein batterieelektrisches Fahrzeug.
- Ladeanschluss: Typ 2 für AC-Laden.
- DC-Schnellladen: nicht unterstützt; für dieses Modell ist keine CCS-Schnellladefähigkeit angegeben.
- AC-Onboard-Lader: 7,2 kW laut S-Klasse Preis- und Ausstattungsunterlagen.
- Offizielle elektrische Reichweite: rund 42,0 bis 43,9 km äquivalente rein elektrische WLTP-Reichweite, abhängig von der Ausführung.
- Position der Ladebuchse: laut Betriebsanleitung im rechten Bereich des hinteren Stoßfängers.
Da es sich um einen älteren Luxus-Plug-in-Hybrid mit im heutigen Vergleich eher kleiner elektrischer Reichweite handelt, ist Ladekomfort wichtiger als eine möglichst hohe öffentliche Ladeleistung. Ein passendes Typ-2-Ladekabel und ein regelmäßiger Stellplatz mit Lademöglichkeit machen im Alltag den größten Unterschied.
Batterieoptionen
Der S 560e nutzt eine Lithium-Ionen-Batterie für den Plug-in-Hybrid-Antrieb. Mercedes-Benz nennt in Einführungsmaterial eine Nennkapazität von 13,5 kWh; eine ergänzende Betriebsanleitung zur S-Klasse Plug-in-Hybrid führt für den S 560 e einen Bruttoenergieinhalt von 13,8 kWh auf. Eine eindeutig vergleichbare nutzbare Kapazität wird nicht durchgehend angegeben, daher sollte die Batterie nicht direkt mit den nutzbaren Batteriekapazitäten moderner Elektroautos verglichen werden.
Eine Auswahl mehrerer Batteriegrößen gab es beim S 560e nicht. Für die Praxis ist entscheidend: Die Batterie reicht für kurze elektrische Fahrten, Stadtverkehr und lokale Strecken. Für längere Fahrten und hohe Autobahngeschwindigkeiten bleibt der Benzinmotor ein zentraler Bestandteil des Antriebskonzepts.
AC-Ladeleistung
Der Mercedes S 560e lädt über Typ 2 mit Wechselstrom. Der angegebene AC-Onboard-Lader hat eine Leistung von bis zu 7,2 kW. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen im privaten Bereich sehr verbreitet und grundsätzlich gut als Ladepunkt geeignet; die tatsächlich aufgenommene Ladeleistung wird jedoch immer vom Onboard-Lader des Fahrzeugs, der Installation, der Wallbox-Einstellung und dem verwendeten Ladekabel begrenzt.
Das bedeutet: Eine stärkere AC-Ladesäule macht den S 560e nicht automatisch schneller. Auch wenn eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule verfügbar ist, lädt das Fahrzeug nur bis zu seiner eigenen AC-Grenze und nicht mit 22 kW. Ein entsprechend ausgelegtes Typ-2-Ladekabel kann dennoch sinnvoll sein, weil es an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten verwendet werden kann.
Mercedes-Unterlagen nennen eine Ladezeit von etwa 1 Stunde 30 Minuten an einer leistungsstarken AC-Wallbox beziehungsweise an einer Mode-3-Ladequelle. In der Praxis hängt die Ladezeit vom Startladestand, Zielladestand, der Temperatur, der Ladeinfrastruktur und den Fahrzeugeinstellungen ab. Da die Batterie deutlich kleiner ist als bei einem reinen Elektroauto, lässt sich ein sinnvoller Teil der elektrischen Reichweite meist in einer vergleichsweise kurzen Standzeit nachladen.
DC-Schnellladen
DC-Schnellladen ist beim Mercedes S 560e nicht vorgesehen. Für dieses Modell ist keine CCS- oder DC-Schnellladekompatibilität angegeben. Es sollte daher nicht wie ein CCS-fähiges Elektroauto geplant werden; eine sinnvolle 10-bis-80-Prozent-Schnellladezeit gibt es für dieses Fahrzeug nicht.
Bei längeren Fahrten wird der S 560e als Plug-in-Hybrid genutzt: möglichst mit geladener Batterie starten, elektrische Energie auf passenden Streckenabschnitten einsetzen und bei leerer Batterie oder bei höherem Autobahntempo den Benzinmotor nutzen. Das gezielte Anfahren von Autobahn-Schnellladern gehört nicht zum Ladeprofil dieses Modells.
Reichweite und Effizienz
Die offizielle äquivalente rein elektrische WLTP-Reichweite des S 560 e L liegt bei etwa 42,0 bis 43,9 km. Dieser Wert hilft beim Vergleich, ist aber kein fester Alltagswert. Kälte, höhere Geschwindigkeiten, Reifen, Batteriealter, Verkehrsbedingungen sowie Heizung oder Klimatisierung des Innenraums beeinflussen, wie weit das Fahrzeug elektrisch fährt, bevor der Verbrennungsmotor benötigt wird.
Am besten passt der S 560e zu regelmäßigen kurzen Strecken: Pendeln im Nahbereich, Stadtfahrten, Schulwege, Einkäufe und andere lokale Fahrten. Wenn solche Strecken in die elektrische Reichweite passen und das Fahrzeug häufig geladen wird, kann ein relevanter Teil der Alltagsfahrten elektrisch erfolgen. Wird der S 560e dagegen selten angeschlossen, fährt er überwiegend als schwere Benzin-Luxuslimousine mit zusätzlicher Hybridtechnik, ohne den elektrischen Vorteil voll auszunutzen.
Laden zu Hause
Das Laden zu Hause ist für den Mercedes S 560e in der Regel die bequemste Lösung. Eine 11-kW-Wallbox, wie sie in Deutschland häufig installiert wird, ist für den Alltag sehr gut geeignet, auch wenn das Fahrzeug nicht die volle Wallbox-Leistung ausnutzt. Maßgeblich ist die Ladegrenze des Onboard-Laders; beim S 560e sind bis zu 7,2 kW AC angegeben, sofern Ladepunkt, Installation und Fahrzeug dies ermöglichen.
Bei einer Wallbox ohne fest angeschlagenes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-Mode-3-Ladekabel. Dasselbe Kabel wird auch an vielen öffentlichen AC-Ladesäulen mit Typ-2-Buchse benötigt. Eine Wallbox mit festem Typ-2-Kabel ist zu Hause komfortabel, trotzdem ist ein eigenes Typ-2-Ladekabel im Kofferraum für öffentliches Laden oft sinnvoll.
Ein Schuko-Ladekabel sollte beim S 560e vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Das regelmäßige Laden an einer Schuko-Steckdose sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die zugehörige Elektroinstallation ausdrücklich für dauerhaftes Laden eines E-Autos geprüft hat. Verwenden Sie nur zugelassenes Ladeequipment, vermeiden Sie ungeeignete Verlängerungen und Adapter und beachten Sie die Sicherheitshinweise von Mercedes-Benz.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen Laden sollten Sie sich auf AC-Ladepunkte mit Typ-2-Anschluss konzentrieren. Solche Ladepunkte finden sich häufig in Parkhäusern, auf Firmenparkplätzen, an Hotels, Supermärkten und innerstädtischen Standorten. Durch die kleinere Plug-in-Hybrid-Batterie kann bereits eine Standzeit während eines Einkaufs, Termins oder Restaurantbesuchs eine spürbare elektrische Reichweite zurückbringen.
Eine 22-kW-AC-Ladesäule ist mit einem passenden Typ-2-Ladekabel nutzbar, erhöht aber nicht die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs. Der Onboard-Lader des S 560e bleibt der begrenzende Faktor. DC-Schnelllader sind für dieses Modell nicht relevant, weil der S 560e kein DC-Schnellladen unterstützt.
Achten Sie bei öffentlichen Ladepunkten auf das Tarifmodell. Je nach Anbieter können Kosten pro kWh, pro Minute, pro Ladevorgang, über die Parkdauer oder kombiniert anfallen. Bei einem Plug-in-Hybrid ist es meist sinnvoll, dort zu laden, wo das Auto ohnehin steht, statt einen eigenen Stopp nur für eine relativ kleine Energiemenge einzuplanen.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der S 560e wurde entwickelt, um Plug-in-Hybrid-Technik in das komfortorientierte S-Klasse-Format zu bringen, nicht um als langstreckentaugliches Elektroauto mit Schnellladeplanung zu dienen. Mercedes-Benz beschreibt für das Modell unter anderem Vorklimatisierung, ECO Assist sowie Segel- und Rekuperationsfunktionen. Diese Systeme sollen Komfort und Energieeinsatz im normalen Fahrbetrieb verbessern.
Rekuperation gewinnt beim Verzögern einen Teil der Energie zurück, während das Hybridsystem je nach Fahrsituation elektrische Unterstützung und Benzinmotor kombiniert. Wer möglichst viel elektrisch fahren möchte, muss die Batterie dennoch regelmäßig extern über AC laden. Praktisch wichtig ist auch die Position der Ladebuchse rechts am hinteren Stoßfänger, da sie beeinflusst, wie das Fahrzeug an Wallbox oder Ladesäule geparkt werden sollte.
Ladetipps
- Typ-2-Mode-3-Kabel nutzen: Es ist das wichtigste Ladekabel für Wallboxen ohne festes Kabel und für viele öffentliche AC-Ladepunkte.
- Komfort vor Spitzenleistung setzen: Der S 560e ist durch seinen AC-Onboard-Lader begrenzt; eine passende Wallbox und regelmäßiges Nachladen sind wichtiger als hohe Säulenleistung.
- DC-Schnelllader nicht einplanen: Dieses Modell lädt extern nur mit AC über Typ 2.
- Lieber häufig kurz nachladen: Die Plug-in-Hybrid-Batterie passt gut zu regelmäßigen kurzen Ladevorgängen im Alltag.
- Benzinmotor berücksichtigen: Längere Strecken werden vom Hybridsystem und dem Verbrennungsmotor abgedeckt, nicht durch Schnellladestopps.
- Zubehör beim Gebrauchtkauf prüfen: Kontrollieren Sie, welche Ladekabel vorhanden sind und ob Stecker, Kabel und Kontakte in gutem Zustand sind.
Häufige Fragen
Ist der Mercedes S 560e ein reines Elektroauto?
Nein. Der Mercedes S 560e ist ein Plug-in-Hybrid. Er hat einen Elektromotor und eine extern aufladbare Batterie, aber auch einen 3,0-Liter-V6-Benzinmotor. Kürzere Strecken kann er elektrisch fahren, ein batterieelektrisches Fahrzeug ist er jedoch nicht.
Welches Ladekabel braucht der Mercedes S 560e?
Der S 560e nutzt Typ-2-AC-Laden. Für öffentliche AC-Ladesäulen und Wallboxen ohne fest angeschlagenes Kabel empfiehlt sich ein Typ-2-Mode-3-Ladekabel.
Kann der Mercedes S 560e einen Schnelllader nutzen?
Nein. Für den S 560e ist keine DC-Schnelllade- oder CCS-Kompatibilität angegeben. Planen Sie dieses Modell daher mit Typ-2-AC-Laden und nicht mit Schnellladestopps.
Lädt der S 560e mit einem 22-kW-Kabel oder an einer 22-kW-Ladesäule schneller?
Nicht über die Fahrzeuggrenze hinaus. Der AC-Onboard-Lader ist mit bis zu 7,2 kW angegeben. Eine 22-kW-AC-Ladesäule oder ein höher ausgelegtes Kabel kann kompatibel sein, erhöht aber nicht die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs.
Wie weit fährt der Mercedes S 560e elektrisch?
Die offizielle äquivalente rein elektrische WLTP-Reichweite liegt je nach Ausführung bei rund 42,0 bis 43,9 km. Im Alltag kann die Reichweite je nach Fahrstil, Temperatur, Streckenprofil, Klimatisierung und Batteriezustand abweichen.
Kann ich den S 560e an einer Schuko-Steckdose laden?
Mit einem geeigneten Schuko-Ladekabel ist das grundsätzlich als Not- oder Gelegenheitslösung möglich. Für regelmäßiges Laden sollte die Steckdose samt Installation vorher von einer Elektrofachkraft für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft werden.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Mercedes S 560e ergibt am meisten Sinn, wenn er als gebrauchter Luxus-Plug-in-Hybrid mit regelmäßigem Nachladen verstanden wird. Er ist nicht auf Autobahn-Schnellladen ausgelegt und sollte nicht direkt mit neueren S-Klasse-Plug-in-Hybriden oder reinen Elektroautos mit größerer Batterie und DC-Ladefähigkeit verglichen werden.
Für den Alltag ist die ideale Lösung überschaubar: eine geeignete Wallbox zu Hause, ein passendes Typ-2-Mode-3-Ladekabel für öffentliche AC-Ladepunkte und die Gewohnheit, bei längeren Standzeiten nachzuladen. So kann der S 560e viele kürzere Fahrten elektrisch absolvieren und behält gleichzeitig die Flexibilität des Benzinmotors für längere Strecken.
Passendes Ladekabel für Mercedes S 560e
Wenn Sie ein Ladekabel für eine Wallbox ohne festes Kabel oder für öffentliches AC-Laden benötigen, wählen Sie ein kompatibles Typ-2-Ladekabel für den Mercedes S 560e. Entscheidend ist zuverlässiges Nachladen im Alltag, nicht DC-Schnellladen.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Modelljahr, Marktversion und Ausstattung abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.


