Der Mitsubishi i-MiEV gehört zu den frühen batterieelektrischen Stadtfahrzeugen, die in Europa in größerer Stückzahl verkauft wurden. Er ist ein kompakter fünftüriger Elektro-Kleinwagen für Stadtverkehr, Pendelstrecken und lokale Fahrten. Seine Batterie ist klein, die AC-Ladeleistung moderat, und das DC-Schnellladen erfolgt über den älteren CHAdeMO-Anschluss.
Für Fahrerinnen und Fahrer eines gebrauchten i-MiEV steht daher weniger die maximale Ladegeschwindigkeit moderner Elektroautos im Vordergrund, sondern die passende Kabelauswahl und eine realistische Planung rund um die technischen Grenzen des Fahrzeugs.
Wichtig: Der i-MiEV nutzt für das AC-Laden keinen Typ-2-Anschluss am Fahrzeug. Europäische Modelle haben in der Regel einen Typ-1-Anschluss für Wechselstromladen und zusätzlich einen separaten CHAdeMO-Anschluss für DC-Schnellladen. An Wallboxen oder öffentlichen AC-Ladepunkten mit Typ-2-Dose wird deshalb meist ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel benötigt.
Mitsubishi i-Miev Ladekabel ansehen
Mitsubishi i-MiEV Batterie- und Ladespezifikationen
Der Mitsubishi i-MiEV ist ein reines batterieelektrisches Fahrzeug und kein Plug-in-Hybrid. Er sollte nicht mit dem Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid verwechselt werden, der je nach Baujahr und Markt andere Ladeanschlüsse und Ladespezifikationen haben kann.
| Fahrzeugtyp | Batterieelektrisches Fahrzeug |
|---|---|
| Karosserie | Fünftüriger Stadt-Kleinwagen |
| Produktionsstatus | Nicht mehr als Neuwagen im regulären Verkauf |
| Batterie | 16 kWh brutto, geschätzt rund 14,5 kWh nutzbar |
| AC-Ladeanschluss | Typ 1 / SAE J1772 |
| DC-Schnellladeanschluss | CHAdeMO |
| Maximale AC-Ladeleistung | Etwa 3,7 kW, einphasig, auf 16 A begrenzt |
| Maximale DC-Ladeleistung | Bis etwa 40 kW, sofern Fahrzeugzustand und Ladesäule dies unterstützen |
Da der i-MiEV aus einer frühen Generation von Elektroautos stammt, können Reichweitenangaben je nach Baujahr, Quelle und Prüfzyklus unterschiedlich ausfallen. Spätere europäische Informationen nennen eine WLTP-Reichweite von 105 km. Für den Alltag ist bei gebrauchten Fahrzeugen häufig eine realistischere Planung mit etwa 80 km sinnvoll, abhängig von Zustand, Temperatur und Fahrprofil.
Batterieoptionen
Die übliche europäische Spezifikation des Mitsubishi i-MiEV basiert auf einem Lithium-Ionen-Akkupaket mit 16 kWh Bruttokapazität. Als nutzbare Kapazität werden häufig etwa 14,5 kWh angesetzt.
Online finden sich vereinzelt Hinweise auf andere Batteriegrößen, etwa 10,5 kWh in bestimmten internationalen Zusammenhängen. Solche Angaben sollten nicht ungeprüft auf europäische Gebrauchtfahrzeuge übertragen werden. Für die meisten i-MiEV in Deutschland ist die 16-kWh-Batterie die praxisnahe Annahme.
Da der i-MiEV inzwischen ein älteres Gebrauchtfahrzeug ist, spielt der Batteriezustand eine große Rolle. Ein gut gepflegtes Fahrzeug kann weiterhin als lokaler Stadt- und Pendelwagen sinnvoll sein. Die tatsächliche Reichweite kann jedoch je nach Alter, Ladehistorie, Außentemperatur, Reifen, Fahrstil und Batteriezustand deutlich schwanken. Beim Kauf lohnt es sich, Serviceunterlagen, Ladeverhalten und eine realistische Probefahrt zu berücksichtigen.
AC-Ladeleistung
Beim AC-Laden nutzt der Mitsubishi i-MiEV einen Typ-1-Fahrzeuganschluss und lädt mit maximal etwa 3,7 kW. Das ist in Deutschland besonders wichtig, weil viele private Wallboxen mit 11 kW dreiphasig installiert sind und öffentliche AC-Ladepunkte häufig 11 kW oder 22 kW bereitstellen. Der i-MiEV kann diese Leistung jedoch nicht vollständig nutzen, da sein Onboard-Lader auf etwa 3,7 kW einphasig begrenzt ist.
An einer geeigneten AC-Ladestation mit 3,7 kW oder mehr dauert eine Ladung von leer auf voll ungefähr 4 Stunden und 45 Minuten. Im Alltag wird das Fahrzeug meist nicht komplett leer gefahren und anschließend vollständig geladen, sodass typische Nachladevorgänge nach Stadt- oder Pendelstrecken deutlich kürzer ausfallen können.
Ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel mit 32 A kann am i-MiEV grundsätzlich sinnvoll sein, wenn es an einer Typ-2-Dose verwendet wird. Es macht das Auto aber nicht schneller als etwa 3,7 kW. Der Vorteil eines ausreichend dimensionierten Kabels liegt vor allem in Kompatibilität, Reserven und Haltbarkeit, nicht in einer höheren Ladeleistung des Fahrzeugs.
DC-Schnellladen
Für DC-Schnellladen besitzt der Mitsubishi i-MiEV einen separaten CHAdeMO-Anschluss. Als maximale DC-Ladeleistung werden bis etwa 40 kW genannt. Für den Bereich von 10 auf 80 Prozent werden unter günstigen Bedingungen ungefähr 21 Minuten angegeben; andere Herstellerangaben sprechen von rund 30 Minuten bis etwa 80 Prozent an einem 50-kW-CHAdeMO-Lader. In der Praxis hängen Ladezeiten von Batterietemperatur, Start-Ladestand, Säulenleistung, Software und Fahrzeugzustand ab.
Der wichtigste Punkt ist heute die Verfügbarkeit von CHAdeMO. In Deutschland wurde das Schnellladenetz in den letzten Jahren stark auf CCS Combo 2 ausgerichtet, weil dieser Anschluss bei neuen Elektroautos üblich ist. Ein CCS-Combo-2-Stecker passt nicht in den i-MiEV. Für längere Strecken sollte deshalb vor der Abfahrt gezielt nach funktionsfähigen CHAdeMO-Ladern gefiltert werden.
Reichweite und Effizienz
Die Reichweite des i-MiEV sollte im Kontext seines Alters und Einsatzzwecks gesehen werden. Es handelt sich um ein kleines Stadtauto mit kompakter Batterie, nicht um ein modernes Langstrecken-Elektroauto. Eine WLTP-Angabe von 105 km ist als Prüfstandswert einzuordnen. Im Alltag ist bei vielen gebrauchten Fahrzeugen eine Größenordnung von rund 80 km realistischer.
Kälte, höhere Geschwindigkeiten, Steigungen und eine intensive Nutzung der Innenraumheizung können die Reichweite spürbar reduzieren. Kurze urbane Strecken bei moderatem Tempo passen am besten zum Fahrzeug. Regelmäßige Autobahnfahrten oder ländliche Routen ohne verlässliche CHAdeMO-Abdeckung benötigen deutlich mehr Planung, besonders im Winter.
In der Stadt kann der i-MiEV dennoch effizient sein, weil er klein und im Vergleich zu vielen heutigen Elektroautos leicht ist. Die kleine Batterie bedeutet aber auch, dass Reichweitenverluste stärker ins Gewicht fallen. Ein Unterschied von etwa 16 km zwischen Sommer- und Winterreichweite kann relevant sein, wenn die praktische Gesamtreichweite nur bei rund 80 km liegt.
Laden zu Hause
Zu Hause zu laden ist beim Mitsubishi i-MiEV in der Regel die bequemste Lösung. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen mit Typ-2-Anschluss weit verbreitet. Wenn die Wallbox eine Typ-2-Dose hat, wird für den i-MiEV üblicherweise ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel benötigt: Die Typ-2-Seite kommt in die Wallbox, die Typ-1-Seite in das Fahrzeug.
Hat die Wallbox ein fest angeschlagenes Typ-2-Kabel, passt dieses nicht direkt in den Typ-1-Anschluss des i-MiEV. In diesem Fall sollte die Ladeeinrichtung sorgfältig geprüft werden. Adapterlösungen und Umwege sind nur dann zu empfehlen, wenn sie ausdrücklich für das Laden von Elektroautos geeignet, sicher und normgerecht sind.
Auch an einer 11-kW-Wallbox lädt der i-MiEV nur mit etwa 3,7 kW, weil der Onboard-Lader des Fahrzeugs die Leistung begrenzt. Das ist im Alltag meist kein großes Problem, da die Batterie klein ist. Über Nacht lässt sich der Akku auch bei niedrigem Ladestand problemlos wieder füllen.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die Elektroinstallation ausdrücklich für dauerhaftes Laden eines E-Autos geprüft hat. Beschädigte Steckdosen, ungeeignete Verlängerungskabel oder Installationen, die im Betrieb warm werden, sollten nicht verwendet werden. Für den regelmäßigen Betrieb ist eine fachgerecht installierte Wallbox die bessere und sicherere Langzeitlösung.
Öffentliches Laden
Öffentliches AC-Laden ist mit dem i-MiEV gut möglich, wenn das richtige Ladekabel vorhanden ist. Viele öffentliche AC-Ladepunkte in Deutschland haben eine Typ-2-Dose ohne festes Kabel. Dort bringt der Fahrer das eigene Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel mit. Die Ladeleistung bleibt jedoch auf etwa 3,7 kW begrenzt, auch wenn die Ladesäule 11 kW oder 22 kW bereitstellen kann.
Damit eignet sich öffentliches AC-Laden vor allem für Standzeiten von mehreren Stunden, etwa beim Einkaufen, Arbeiten oder Parken in der Innenstadt. Für kurze Zwischenstopps ist AC-Laden beim i-MiEV weniger relevant.
Für Schnellladen muss gezielt nach CHAdeMO gesucht werden. Manche ältere Schnelllader bieten mehrere Anschlüsse, etwa CCS Combo 2, CHAdeMO und AC. Andere Standorte sind inzwischen ausschließlich mit CCS Combo 2 ausgestattet. Vor Fahrten außerhalb der gewohnten lokalen Reichweite sollte geprüft werden, ob der CHAdeMO-Lader verfügbar, zugänglich und in Betrieb ist. Wegen der kleinen Batterie ist außerdem ein alternativer CHAdeMO-Ladepunkt in der Nähe sinnvoll.
Beim Schnellladen ist der Bereich bis etwa 80 Prozent in der Regel am effizientesten. Für längere Fahrten kann es sinnvoller sein, bis rund 80 Prozent zu laden und weiterzufahren, statt auf 100 Prozent zu warten. Für den lokalen Alltag ist Laden zu Hause oder am Zielort meist entspannter als regelmäßiges Schnellladen.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Mitsubishi i-MiEV hat getrennte Ladeanschlüsse: einen Typ-1-Anschluss für AC-Laden und einen CHAdeMO-Anschluss für DC-Schnellladen. Damit unterscheidet er sich von vielen neueren Elektroautos, die AC- und DC-Laden über einen kombinierten CCS-Combo-2-Anschluss abwickeln.
Eine aktive Batterie-Vorkonditionierung für Schnellladen sollte beim i-MiEV nicht vorausgesetzt werden. In kalten Bedingungen können Ladeleistung und Reichweite daher weniger vorhersehbar sein als bei neueren Fahrzeugen mit modernerem Thermomanagement.
Auch Funktionen wie Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Grid oder Vehicle-to-Home sollten beim europäischen i-MiEV nicht als gegeben angenommen werden. Zwar wurde CHAdeMO international mit bestimmten bidirektionalen Anwendungen in Verbindung gebracht, für die praktische Nutzung dieses Fahrzeugs sollte man solche Funktionen jedoch nicht einplanen.
Ladetipps
- Richtiges AC-Kabel wählen: Für Typ-2-Dosen an Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten wird in der Regel ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel benötigt.
- Keine 11 oder 22 kW erwarten: Der i-MiEV lädt AC nur mit etwa 3,7 kW, auch wenn die Wallbox oder Ladesäule mehr bereitstellen kann.
- CHAdeMO gezielt filtern: Für DC-Schnellladen braucht der i-MiEV CHAdeMO. CCS Combo 2 passt nicht.
- Mit realistischer Reichweite planen: Rund 80 km sind für viele gebrauchte Fahrzeuge eine sinnvollere Alltagsannahme als ältere Prospektwerte.
- Winter einrechnen: Kälte und Heizung können die nutzbare Reichweite deutlich reduzieren.
- Batteriezustand prüfen: Bei einem älteren i-MiEV ist der aktuelle Zustand oft wichtiger als die ursprüngliche Neuwagen-Spezifikation.
- Für lokale Nutzung regelmäßig nachladen: Häufige kleine Ladevorgänge zu Hause oder am Zielort sind meist einfacher als das Ausreizen der Restreichweite.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Mitsubishi i-MiEV?
Für die meisten Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkte mit Typ-2-Dose braucht der Mitsubishi i-MiEV ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Die Typ-2-Seite wird an der Ladestation eingesteckt, die Typ-1-Seite am Fahrzeug.
Kann der Mitsubishi i-MiEV ein Typ-2-Ladekabel verwenden?
Ein normales Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel passt nicht, weil der i-MiEV fahrzeugseitig einen Typ-1-Anschluss hat. Verwendet wird ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel für AC-Ladepunkte mit Typ-2-Dose.
Kann der Mitsubishi i-MiEV mit 11 kW oder 22 kW laden?
Nein. Auch wenn eine Wallbox 11 kW oder eine öffentliche AC-Ladesäule 22 kW bereitstellt, lädt der i-MiEV AC nur mit etwa 3,7 kW. Die Begrenzung liegt im Onboard-Lader des Fahrzeugs.
Hat der Mitsubishi i-MiEV CCS Combo 2?
Nein. Europäische i-MiEV-Modelle nutzen CHAdeMO für DC-Schnellladen. Ein CCS-Combo-2-Stecker passt nicht in das Fahrzeug.
Wie lange dauert das Laden des Mitsubishi i-MiEV?
An einer geeigneten AC-Ladestation mit 3,7 kW oder mehr dauert eine Ladung von leer auf voll ungefähr 4 Stunden und 45 Minuten. An CHAdeMO-Schnellladern werden unter passenden Bedingungen etwa 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent oder rund 30 Minuten bis etwa 80 Prozent genannt.
Welche Reichweite hat der Mitsubishi i-MiEV im Alltag?
Eine realistische Alltagsreichweite liegt bei vielen gebrauchten Fahrzeugen ungefähr bei 80 km. Die WLTP-Angabe von 105 km kann als Orientierung dienen, die tatsächliche Reichweite hängt aber stark von Temperatur, Geschwindigkeit, Strecke, Batteriezustand und Fahrstil ab.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Mitsubishi i-MiEV kann weiterhin ein praktisches lokales Elektroauto sein, wenn sein Einsatzprofil zu seinen Grenzen passt. Er eignet sich vor allem für kurze Pendelstrecken, Stadtverkehr, Schulwege und Besorgungen, besonders wenn zu Hause oder am Ziel zuverlässig geladen werden kann.
Für häufige Langstrecken ist er weniger komfortabel. Die kleine Batterie, die begrenzte AC-Ladeleistung und die heute nicht mehr überall verfügbare CHAdeMO-Infrastruktur erfordern Planung. Wer regelmäßig außerhalb der gewohnten Reichweite unterwegs ist, sollte Ladepunkte vorab prüfen und Reserven einplanen.
Für viele Besitzer ist das wichtigste Zubehör ein passendes Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Damit kann der i-MiEV viele Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte mit Typ-2-Dose nutzen, auch wenn die Ladeleistung bei etwa 3,7 kW bleibt. Für Schnellladen gilt: gezielt nach CHAdeMO suchen und nicht davon ausgehen, dass jeder moderne Schnellladestandort zum i-MiEV passt.
Passendes Ladekabel für Mitsubishi i-MiEV
Wenn Sie ein kompatibles Ladekabel für den Mitsubishi i-MiEV benötigen, ist in der Regel ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel die passende Wahl für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte mit Typ-2-Dose.
Mitsubishi i-Miev Ladekabel ansehen
Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Baujahr, Marktversion und Fahrzeugzustand abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs oder beim Hersteller.


