Der ältere Peugeot Partner Electric ist ein praktischer gebrauchter Elektro-Transporter. Auch der verwandte Partner Tepee Electric als Personen- und Freizeitvariante nutzte den gleichen grundlegenden Elektroantrieb. Gerade bei dieser Generation kommt es jedoch häufig zu Verwechslungen bei Ladekabeln und Steckertypen.
Dieser Ratgeber gilt für die ältere Generation mit Typ-1-AC-Anschluss und, je nach Fahrzeugausstattung, CHAdeMO-Schnellladeanschluss. Er gilt nicht für den späteren Peugeot e-Partner mit 50-kWh-Batterie, Typ-2-AC-Laden und CCS Combo 2.
Die wichtigsten Punkte für Besitzer und Gebrauchtkäufer: Der Peugeot Partner Electric bis 2019 ist ein reines Elektroauto beziehungsweise Elektro-Nutzfahrzeug, kein Plug-in-Hybrid. AC-Laden erfolgt über Typ 1, während DC-Schnellladen – sofern vorhanden – über CHAdeMO läuft. Eine in Deutschland übliche 11-kW-Wallbox kann genutzt werden, das Fahrzeug begrenzt die AC-Ladeleistung jedoch auf etwa 3,7 kW. Laden zu Hause ist daher meist eine planbare Übernacht-Lösung, nicht das schnelle Nachladen wie bei neueren Elektro-Transportern.
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Peugeot Partner Electric (Modelle bis 2019) Batterie- und Ladespezifikationen
Der Peugeot Partner Electric bis 2019 basiert auf der älteren PSA-Plattform von Partner und Berlingo. Er nutzt eine Lithium-Ionen-Batterie mit 22,5 kWh Bruttokapazität, aufgeteilt in zwei unterflur verbaute Batteriepakete. Der Elektromotor leistet rund 49 kW beziehungsweise 67 PS. Die Unterflur-Bauweise half dabei, den nutzbaren Laderaum des kompakten Transporters weitgehend zu erhalten.
Für das Laden ist vor allem der Anschluss entscheidend. Der ältere Partner Electric verwendet einen Typ-1-AC-Anschluss, auch bekannt als SAE J1772 oder Yazaki. Für das DC-Schnellladen wird bei vielen Fahrzeugen ein separater CHAdeMO-Anschluss genannt. Da die Schnellladefunktion je nach Markt, Modellversion und Ausstattung unterschiedlich angegeben wurde, sollten Besitzer und Käufer den vorhandenen Schnellladeanschluss am Fahrzeug immer direkt prüfen, bevor sie CHAdeMO für Fahrten einplanen.
- Fahrzeugtyp: reines batterieelektrisches Fahrzeug, kein Plug-in-Hybrid
- Batterie: 22,5 kWh brutto, nutzbare Kapazität beim Tepee Electric geschätzt etwa 20,5 kWh
- AC-Ladeanschluss: Typ 1
- AC-Ladeleistung: bis etwa 3,7 kW
- DC-Schnellladen: CHAdeMO, sofern vorhanden
- Schnellladezeit: etwa 10 bis 80 % in rund 30 Minuten unter geeigneten Bedingungen
Batterieoptionen
Anders als bei vielen neueren Elektro-Transportern gab es beim älteren Partner Electric keine große Auswahl verschiedener Batteriegrößen. Die zentrale Batteriespezifikation dieser Generation ist eine Bruttokapazität von 22,5 kWh. Das betrifft sowohl den Partner Electric als Kastenwagen als auch den Partner Tepee Electric mit dem älteren elektrischen Antriebsstrang.
Wichtig ist die klare Abgrenzung zum späteren Peugeot e-Partner. Das neuere Modell ab 2021 nutzt andere Ladehardware und eine deutlich größere Batterie. Wer ein Ladekabel für einen älteren Partner Electric sucht, sollte daher keine Zubehör- oder Ladeangaben für den neueren e-Partner übernehmen.
AC-Ladeleistung
An Wechselstrom lädt der ältere Peugeot Partner Electric mit bis zu etwa 3,7 kW. Diese Grenze wird durch das Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs bestimmt, nicht allein durch die Wallbox oder Ladesäule. Auch an einer 11-kW-Wallbox oder einer öffentlichen 11- beziehungsweise 22-kW-AC-Ladesäule zieht das Fahrzeug daher nur ungefähr 3,7 kW.
Die genaue Ladezeit hängt vom Ladezustand, der Stromversorgung und den Bedingungen ab. Als Orientierung werden für eine Vollladung Werte von etwa 6 Stunden 45 Minuten bis ungefähr 8 Stunden genannt. Im Alltag bedeutet das: Eine vollständige Ladung über Nacht ist gut machbar, die AC-Ladegeschwindigkeit liegt aber deutlich unter dem Niveau moderner Elektro-Transporter.
Für die meisten nicht fest angeschlagenen Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkte in Deutschland ist das passende Kabel ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Die Typ-2-Seite kommt in die Wallbox oder Ladesäule, die Typ-1-Seite in das Fahrzeug. Ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel passt nicht in den AC-Anschluss des älteren Partner Electric.
DC-Schnellladen
Wenn das Fahrzeug damit ausgestattet ist, erfolgt das DC-Schnellladen über CHAdeMO. Dieser Anschluss ist nicht mit CCS Combo 2 identisch. An öffentlichen Schnellladern wird dafür das fest angeschlagene CHAdeMO-Kabel der Ladesäule verwendet. Ein eigenes mobiles CHAdeMO-Kabel wird für öffentliches Schnellladen nicht gekauft oder mitgeführt. Ein CCS-Kabel oder ein CCS-Adapter ist für dieses Fahrzeug ebenfalls nicht die richtige Lösung.
Für den Partner Electric beziehungsweise Partner Tepee Electric werden Schnellladezeiten von etwa 10 bis 80 % in rund 30 Minuten genannt. Die maximale DC-Ladeleistung wird mit bis zu etwa 40 kW angegeben. In der Praxis hängen Ladeleistung und Dauer von der Ladesäule, Batterietemperatur, dem aktuellen Ladezustand und dem Zustand des Fahrzeugs ab.
Der wichtigste heutige Einschränkungsfaktor ist die Verfügbarkeit. CHAdeMO-Schnelllader sind in Deutschland weiterhin vorhanden, der Ausbau neuer Schnellladeinfrastruktur konzentriert sich jedoch überwiegend auf CCS Combo 2. Wer mit einem älteren Partner Electric auf Schnellladen angewiesen ist, sollte vor Fahrtantritt prüfen, ob auf der Route ein funktionierender CHAdeMO-Anschluss verfügbar ist.
Reichweite und Effizienz
Historische Peugeot-Angaben nannten für den älteren Partner Electric etwa 170 km Reichweite. Diese Angabe stammt im Wesentlichen aus dem älteren NEFZ-Testzyklus und sollte nicht wie eine moderne WLTP-Reichweite interpretiert werden. Für den Partner Tepee Electric wird eine WLTP-Umrechnung von etwa 106 km angegeben.
Für die Alltagsplanung ist bei vielen Nutzungsprofilen eine vorsichtige Reichweite von etwa 95 bis 115 km realistischer. Im Winter, bei Autobahntempo, mit hoher Zuladung, bei starker Nutzung der Innenraumheizung oder auf bergigen Strecken kann die Reichweite weiter sinken. Für lokale Lieferfahrten, Handwerkereinsätze und städtische Nutzung kann der ältere Partner Electric weiterhin sinnvoll sein. Für längere Strecken ist er nach heutigen Maßstäben jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Laden zu Hause
Das Laden zu Hause oder am eigenen Betriebsstandort ist meist die einfachste Art, einen älteren Peugeot Partner Electric zu betreiben. Die Batterie ist vergleichsweise klein und die AC-Ladeleistung liegt bei etwa 3,7 kW. Dadurch lässt sich der Akku über Nacht in der Regel problemlos wieder für den nächsten Einsatztag laden.
Für regelmäßiges Laden ist eine fest installierte Wallbox die sinnvollste Lösung. In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen weit verbreitet, häufig dreiphasig angeschlossen. Der Partner Electric nutzt davon jedoch nur seine fahrzeugseitige AC-Ladeleistung von etwa 3,7 kW. Bei einer Wallbox mit Steckdose benötigen Sie normalerweise ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Eine Wallbox mit fest angeschlagenem Typ-2-Kabel passt nicht direkt an den älteren Partner Electric, sofern sie nicht speziell mit Typ-1-Fahrzeugstecker ausgeführt ist.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Wenn über Schuko regelmäßig geladen werden soll, muss eine Elektrofachkraft vorher prüfen, ob Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation für die dauerhafte Belastung beim Laden eines E-Autos geeignet sind. Das ist besonders wichtig bei älteren Garagen, Werkstätten, Außensteckdosen oder unbekannten Installationen.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen AC-Laden benötigt der ältere Partner Electric an den meisten Ladesäulen ebenfalls ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Die Ladesäule kann mit 11 kW oder 22 kW angegeben sein; das Fahrzeug bleibt trotzdem auf seine eigene AC-Ladegrenze von rund 3,7 kW beschränkt. Öffentliches AC-Laden eignet sich daher vor allem für längere Standzeiten, Parken während der Arbeit oder Laden am Zielort.
Für DC-Schnellladen müssen Sie gezielt nach CHAdeMO suchen, nicht nach CCS Combo 2. Manche Schnelllader bieten mehrere Kabel an einem Gerät, neuere Standorte sind jedoch teils nur noch mit CCS ausgestattet. Vor der Abfahrt ist es sinnvoll, in der Lade-App zu prüfen, ob ein CHAdeMO-Kabel vorhanden ist, ob der Ladepunkt betriebsbereit angezeigt wird und ob er nicht bereits belegt ist.
Gebrauchtkäufer sollten außerdem das konkrete Fahrzeug prüfen. Typ-1-AC-Anschluss und CHAdeMO-Schnellladeanschluss sitzen bei dieser Generation an unterschiedlichen Positionen. Wenn am Fahrzeug kein CHAdeMO-Anschluss vorhanden ist, sollte die Nutzung vollständig um AC-Laden herum geplant werden.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Das prägende Merkmal dieser Generation ist ihr älteres Ladekonzept. Typ-1-AC-Laden und CHAdeMO-Schnellladen waren in dieser Zeit bei mehreren japanischen und PSA-Fahrzeugen üblich. Heute nutzen die meisten europäischen Elektroautos Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Deshalb ist die Kabelauswahl beim älteren Partner Electric anders als bei vielen modernen Elektrofahrzeugen.
Der Partner Electric ist zudem ein ausgelaufenes Modell. Sein Gebrauchtwert ergibt sich eher aus praktischem Nutzen, niedrigen Betriebskosten und planbaren urbanen Strecken als aus moderner Ladeleistung. Wer täglich ähnliche Strecken fährt und zuverlässig zu Hause oder am Betrieb laden kann, kommt mit der kleinen Batterie eher zurecht. Wer regelmäßig längere Distanzen fährt, muss die begrenzte Reichweite und die abnehmende CHAdeMO-Abdeckung sorgfältig einplanen.
Ladetipps
- Das richtige AC-Ladekabel wählen: Für die meisten Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkte benötigen Sie Typ 2 auf Typ 1, nicht Typ 2 auf Typ 2.
- Nicht mit dem neueren e-Partner verwechseln: Der spätere Peugeot e-Partner nutzt Typ 2 und CCS Combo 2 und gehört zu einer anderen Ladegeneration.
- Schnellladeanschluss prüfen: Verlassen Sie sich erst auf CHAdeMO, wenn Ihr konkretes Fahrzeug den entsprechenden Anschluss tatsächlich besitzt.
- Reichweite konservativ planen: Für den Alltag sind etwa 95 bis 115 km vorsichtiger als die ältere NEFZ-Angabe von rund 170 km.
- AC-Laden für die Routine nutzen: Eine 11-kW-Wallbox ist geeignet, das Fahrzeug lädt aber nur mit etwa 3,7 kW.
- CHAdeMO-Verfügbarkeit prüfen: Öffentliches Schnellladen ist mit CHAdeMO heute weniger flächendeckend als CCS-Laden.
- Schuko nur mit Bedacht verwenden: Für regelmäßiges Laden über Schuko sollte die Installation durch eine Elektrofachkraft geprüft sein.
Häufige Fragen
Ist der ältere Peugeot Partner Electric ein Plug-in-Hybrid?
Nein. Der hier behandelte Peugeot Partner Electric beziehungsweise Partner Tepee Electric ist ein reines batterieelektrisches Fahrzeug. Es gab auch Partner-Modelle mit Benzin- und Dieselmotor, dieser Ratgeber bezieht sich aber auf die elektrische Generation mit Typ 1 und gegebenenfalls CHAdeMO.
Welches Ladekabel brauche ich für einen Peugeot Partner Electric bis 2019?
Für die meisten nicht fest angeschlagenen Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkte benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel. Die Typ-2-Seite wird an die Ladesäule oder Wallbox angeschlossen, die Typ-1-Seite an das Fahrzeug.
Kann ich ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel verwenden?
Nein, nicht am AC-Anschluss des älteren Partner Electric. Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel werden von neueren Elektroautos verwendet, darunter der spätere Peugeot e-Partner. Der ältere Partner Electric nutzt für AC-Laden Typ 1.
Nutzt dieses Modell CCS Combo 2 für Schnellladen?
Nein. Der ältere Partner Electric nutzt, sofern vorhanden, CHAdeMO für DC-Schnellladen. CCS Combo 2 gehört zu vielen neueren Elektroautos und auch zum späteren e-Partner, aber nicht zu dieser älteren Typ-1-Generation.
Wie lange dauert das Laden zu Hause?
An einer geeigneten Wallbox ist eine vollständige Ladung typischerweise eine Übernacht-Aufgabe. Je nach Ausgangsladezustand und Bedingungen liegen veröffentlichte Werte ungefähr zwischen 6 Stunden 45 Minuten und rund 8 Stunden.
Welche Reichweite ist realistisch?
Die ältere Angabe von rund 170 km basiert überwiegend auf dem NEFZ-Zyklus. Für die praktische Planung sind etwa 95 bis 115 km vorsichtiger. Bei Kälte, höherem Tempo, Zuladung oder intensiver Heizungsnutzung kann die Reichweite niedriger ausfallen.
Kann ich den Peugeot Partner Electric an einer 22-kW-Ladesäule laden?
Ja, sofern die Ladesäule AC-Laden über Typ 2 unterstützt und Sie ein passendes Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel verwenden. Das Fahrzeug lädt dadurch aber nicht mit 22 kW, sondern bleibt auf etwa 3,7 kW begrenzt.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Peugeot Partner Electric bis 2019 kann weiterhin ein nützlicher lokaler Elektro-Transporter sein, wenn seine Grenzen realistisch eingeplant werden. Er hat eine kleine Batterie nach heutigen Maßstäben, eine AC-Ladeleistung von etwa 3,7 kW und, sofern vorhanden, CHAdeMO statt CCS Combo 2 für Schnellladen. Am besten passt er zu planbaren Tagesstrecken, Laden über Nacht und Einsätzen innerhalb einer vorsichtigen Reichweitenplanung von etwa 95 bis 115 km.
Der häufigste Fehler beim Zubehörkauf ist die Verwechslung mit der neueren e-Partner-Generation. Wenn Ihr Partner Electric einen Typ-1-AC-Anschluss hat, benötigen Sie Typ-1-kompatibles Ladezubehör. Wenn es sich dagegen um den späteren e-Partner mit Typ 2 und CCS Combo 2 handelt, gehört das Fahrzeug in eine andere Ladekabel-Kategorie.
Passendes Ladekabel für Peugeot Partner Electric (Modelle bis 2019)
Wenn Sie ein Ersatzkabel oder ein zusätzliches Ladekabel für den älteren Peugeot Partner Electric suchen, ist in der Regel ein Typ-2-auf-Typ-1-Ladekabel die passende Wahl für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte.
Peugeot Partner (Modelle bis 2019) Ladekabel ansehen
Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladeausstattung und technische Daten können je nach Modelljahr, Ausführung und Fahrzeughistorie abweichen. Für verbindliche Angaben sollten Sie immer die Betriebsanleitung und die konkrete Ausstattung Ihres Fahrzeugs prüfen.


