Der Range Rover Electric soll der erste vollelektrische Range Rover werden und das große Luxus-SUV ohne lokale Abgasemissionen in die Modellpalette bringen. Stand 10. Juni 2026 handelt es sich weiterhin um ein Vorserien- beziehungsweise kommendes Modell. JLR hat angekündigt, dass die Bestellbücher später im Jahr 2026 öffnen sollen. Einzelne Kundenspezifikationen können sich daher bis zur finalen Homologation und Veröffentlichung der technischen Daten noch ändern.
Dieser Ratgeber ist als Ladeüberblick für Interessenten, Vorbesteller und Fuhrparkverantwortliche gedacht. Er erklärt, was bereits bestätigt ist, welche Angaben noch als vorläufig gelten sollten und worin sich das Laden eines sehr großen 800-Volt-Batterie-Elektroautos vom bereits bekannten Range Rover Electric Hybrid unterscheidet. Wichtig: Der kommende Range Rover Electric ist ein reines Elektroauto, während der aktuelle Range Rover Electric Hybrid ein Plug-in-Hybrid mit anderen Batterie- und Ladeeigenschaften ist.
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Range Rover Electric Batterie- und Ladespezifikationen
JLR hat für den Range Rover Electric eine 117-kWh-Batterie mit 800-Volt-Architektur bestätigt. Der Akku besteht aus 344 prismatischen Zellen in einem doppelt gestapelten Cell-to-Pack-Aufbau. Noch nicht abschließend veröffentlicht ist, ob sich die 117 kWh auf die Brutto- oder Nettokapazität beziehen und wie viel Energie in der Serienversion tatsächlich nutzbar sein wird.
Für Deutschland und Europa ist die übliche Kombination aus Typ 2 und CCS Combo 2 zu erwarten. Typ 2 wird für AC-Laden an der Wallbox, am Arbeitsplatz und an vielen AC-Ladepunkten genutzt. CCS Combo 2 ist der Anschluss für DC-Schnellladen und HPC-Laden an Autobahnen, Schnellladeparks und leistungsstarken öffentlichen Ladestationen.
Offizielle Range-Rover-Informationen beschreiben für elektrische Range-Rover-Modelle CCS-Laden sowie optionale beidseitige AC-Ladezugänge, elektrisch öffnende Ladeklappen und beleuchtete Ladeanschlüsse. Aus professionellen Test- und Vorserienberichten wurden außerdem 22 kW AC-Ladeleistung, bis zu 350 kW DC-Ladeleistung und eine Ladezeit von etwa 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent genannt. Diese Werte sollten bis zur Veröffentlichung der finalen Kundenspezifikationen jedoch als vorläufig betrachtet werden.
Batterieoptionen
Zum Zeitpunkt der Erstellung ist die wichtigste bestätigte Batterieinformation das von JLR beschriebene 117-kWh-800-Volt-Paket aus der Prototypenerprobung. Eine endgültige Auswahl verschiedener Batteriegrößen oder eine vollständige technische Datenliste für alle Ausstattungen ist noch nicht veröffentlicht.
Deshalb sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Version, jeder Markt und jede Ausstattung identische Ladeeigenschaften erhält. Vor dem Kauf von Zubehör oder der Planung einer Ladeinfrastruktur lohnt sich ein Abgleich mit dem finalen Handbuch und den offiziellen technischen Daten des deutschen Modells.
Die Batteriegröße ist für die Ladeerwartung wichtig. Ein Akku dieser Klasse speichert deutlich mehr Energie als die Batterie vieler kleiner oder mittelgroßer Elektroautos. Das ist vorteilhaft für lange Strecken, Anhängerbetrieb oder zügige Autobahnfahrten, bedeutet aber auch: Eine vollständige Ladung von sehr niedrigem Akkustand dauert an einer normalen Wallbox entsprechend länger.
AC-Ladeleistung
AC-Laden ist die Ladeart, die viele Fahrer im Alltag am häufigsten nutzen. Dazu zählen die heimische Wallbox, Ladepunkte am Arbeitsplatz, Hotel-Ladestationen und viele öffentliche AC-Ladesäulen. Für den Range Rover Electric ist die endgültige AC-Ladeleistung in kW noch nicht in einem finalen deutschen Datenblatt bestätigt.
Vorserienberichte nennen eine AC-Ladefähigkeit von 22 kW. Falls dies für Serienfahrzeuge bestätigt wird, wäre das besonders interessant für Fahrer, die regelmäßig Zugang zu dreiphasigen 22-kW-AC-Ladepunkten haben. In Deutschland sind zu Hause jedoch vor allem 11-kW-Wallboxen verbreitet. Eine 22-kW-Wallbox ist technisch möglich, muss aber zur Installation passen und benötigt in der Regel die Zustimmung des Netzbetreibers. Maßgeblich ist immer die niedrigste Grenze im System: Wallbox, Stromanschluss, Ladekabel und Onboard-Lader des Fahrzeugs.
Für die Kabelauswahl ist ein Typ-2-Ladekabel das relevante AC-Kabel. Wenn 22 kW AC in der Serie bestätigt werden und Sie öffentliche oder gewerbliche dreiphasige AC-Ladepunkte nutzen möchten, ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel die flexibelste Wahl. An einer 11-kW-Wallbox lädt das Fahrzeug auch mit einem 22-kW-fähigen Kabel nur mit maximal 11 kW, wenn die Wallbox entsprechend begrenzt ist.
DC-Schnellladen
DC-Schnellladen nutzt den größeren CCS-Combo-2-Anschluss. An Schnell- und HPC-Ladern ist das Kabel normalerweise fest an der Ladesäule montiert. Für DC-Schnellladen müssen Sie daher in der Regel kein eigenes Ladekabel mitführen.
Aus Vorserien- und Testberichten wurden eine DC-Spitzenladeleistung von bis zu 350 kW und eine Ladezeit von rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent genannt. Diese Angaben sind vielversprechend, sollten aber bis zur finalen Veröffentlichung der Serienwerte vorsichtig eingeordnet werden. In der Praxis hängen Ladeleistung und Ladezeit von der Ladesäule, dem Akkustand, der Temperatur, der Software und der konkreten Ladekurve ab.
Die 800-Volt-Architektur sollte dem Fahrzeug helfen, leistungsstarke HPC-Lader effizient zu nutzen, wenn die Rahmenbedingungen passen. Auf Langstrecken ist es meist sinnvoll, am Schnelllader bis etwa 80 Prozent zu laden und dann weiterzufahren, da die Ladeleistung oberhalb von 80 Prozent häufig deutlich sinkt, um Batterie und Thermik zu schonen.
Reichweite und Effizienz
JLR hat noch keine finale homologierte WLTP-Reichweite für den Range Rover Electric veröffentlicht. In Berichten wurden Schätzungen im Bereich von etwa 480 km genannt, diese sollten aber nicht als offizielle Kundenangaben verstanden werden.
Die reale Reichweite hängt unter anderem von Radgröße, Geschwindigkeit, Außentemperatur, Streckenprofil, Beladung, Zubehör und Fahrstil ab. Als großes Luxus-SUV wird der Range Rover Electric bei dauerhaft hoher Autobahngeschwindigkeit voraussichtlich mehr Energie benötigen als ein kleineres, niedrigeres Elektroauto. Die große Batterie dürfte ihm gleichzeitig eine nennenswerte Energiereserve für längere Fahrten geben.
JLR hat die ThermAssist-Thermomanagement-Technologie bestätigt. Sie soll den Energiebedarf für das Heizen reduzieren und helfen, die Ladeleistung bei kalten Bedingungen zu stabilisieren. Die endgültige Ausstattungsbeschreibung für Kundenfahrzeuge sollte dennoch mit den finalen technischen Unterlagen abgeglichen werden.
Laden zu Hause
Für viele Fahrer wird das Laden zu Hause die bequemste und planbarste Lösung sein. In Deutschland ist eine fest installierte 11-kW-Wallbox an einem geeigneten dreiphasigen Anschluss ein sehr typisches Setup für Elektroautos. Bei einer Batterie dieser Größe ist regelmäßiges Nachladen im Alltag meist sinnvoller, als den Akku sehr weit leerzufahren und anschließend vollständig aufzuladen.
Eine 11-kW-Wallbox kann die im Alltag verbrauchte Energie über Nacht in der Regel komfortabel nachladen. Eine vollständige Ladung von sehr niedrigem Akkustand bis 100 Prozent dauert bei einem Akku um 117 kWh jedoch eher über Nacht hinaus beziehungsweise ungefähr einen langen Standzeitblock, abhängig von Ladeverlusten und nutzbarer Kapazität. Vor längeren Fahrten sollte daher rechtzeitig geplant werden.
Wenn das Fahrzeug final tatsächlich 22 kW AC unterstützt und ein geeigneter dreiphasiger Anschluss vorhanden ist, kann eine höhere AC-Ladeleistung möglich sein. Das ist zu Hause jedoch nicht automatisch gegeben. In Deutschland müssen Wallboxen beim Netzbetreiber angemeldet werden; Ladeeinrichtungen über 11 kW benötigen üblicherweise eine Genehmigung. Installation, Absicherung, Lastmanagement und Netzanschluss sollten immer durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb geprüft und umgesetzt werden.
Ein Schuko-Ladekabel ist vor allem als Not- oder gelegentliche Lademöglichkeit zu verstehen. Für ein Fahrzeug mit sehr großer Batterie ist Schuko-Laden langsam und für den Alltag meist nicht praktikabel. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn ein Elektriker die Steckdose und die Elektroinstallation ausdrücklich für dauerhaftes Laden eines E-Autos geprüft hat.
Öffentliches Laden
Öffentliches Laden mit dem Range Rover Electric lässt sich grob in AC-Zielladen und DC-Schnellladen einteilen. AC-Ladepunkte sind praktisch, wenn das Auto mehrere Stunden steht, etwa am Hotel, Büro, Einkaufszentrum, Freizeitstandort oder auf Langzeitparkplätzen. An nicht fest angeschlagenen AC-Ladesäulen benötigen Sie normalerweise Ihr eigenes Typ-2-Ladekabel.
Für längere Reisen sind DC-Schnelllader und HPC-Ladeparks die wichtigere Ladeform. Diese nutzen CCS Combo 2 und haben das Kabel in der Regel fest an der Ladesäule. Um sehr hohe Ladeleistungen zu erreichen, muss nicht nur das Fahrzeug dazu in der Lage sein; auch die Ladesäule muss die Leistung bereitstellen und der Akku muss sich im passenden Lade- und Temperaturfenster befinden.
Praktisch bedeutet das: Planen Sie Langstreckenstopps eher an zuverlässigen Schnellladeparks mit hoher Leistung, statt davon auszugehen, dass jede Ladesäule dieselbe Geschwindigkeit bietet. Eine 150-kW-Säule kann beispielsweise keine 350 kW liefern, selbst wenn das Fahrzeug unter idealen Bedingungen mehr aufnehmen könnte.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Range Rover Electric basiert auf JLRs Modular Longitudinal Architecture, die für den batterieelektrischen Einsatz angepasst wurde. Bestätigt sind die 800-Volt-Architektur, die 117-kWh-Batterie, Prototypentests im Winter sowie die Produktion in Solihull. Batterien und elektrische Antriebseinheiten sollen im Electric Propulsion Manufacturing Centre in Wolverhampton montiert werden.
Offizielle Range-Rover-Informationen nennen außerdem optionale beidseitige AC-Ladezugänge, elektrisch öffnende Ladeklappen und beleuchtete Ladeanschlüsse. Ein beidseitiger AC-Zugang kann beim Parken an der heimischen Wallbox oder an Ziel-Ladepunkten helfen, weil das Kabel je nach Stellplatz einfacher geführt werden kann. Käufer sollten aber prüfen, in welcher Form diese Ausstattung in der finalen deutschen Spezifikation verfügbar ist.
JLR hat zudem One-Pedal-Driving und eine Wattiefe von 900 mm für den Range Rover Electric bestätigt. Diese Punkte sind keine Kabel- oder Ladeleistungsangaben, zeigen aber, dass das Fahrzeug als vollwertiger Range Rover entwickelt wird und nicht nur als städtisches Elektro-SUV.
Ladetipps
- Finale Spezifikationen prüfen. Da das Fahrzeug noch nicht vollständig als Serienmodell veröffentlicht ist, sollten AC-Ladeleistung und Kabelanforderungen vor dem Zubehörkauf anhand des finalen Handbuchs geprüft werden.
- Für AC-Laden Typ 2 verwenden. Wallboxen, Arbeitsplatzlader und viele öffentliche AC-Ladepunkte in Deutschland nutzen Typ 2.
- Dreiphasiges 32-A-Kabel für maximale Flexibilität wählen. Wenn 22 kW AC bestätigt werden und Sie passende dreiphasige Ladepunkte nutzen, ist ein 22-kW-fähiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll.
- Für Langstrecken CCS Combo 2 nutzen. DC-Schnellladen ist die passende Lösung für Autobahnstopps und längere Reisen.
- Am Schnelllader meist bis etwa 80 Prozent laden. Oberhalb davon sinkt die Ladeleistung häufig, sodass ein weiterer kurzer Ladestopp oft schneller sein kann als ein sehr langes Laden bis 100 Prozent.
- Eine feste Wallbox einplanen. Für eine Batterie dieser Größe ist eine Wallbox deutlich praktischer als das Laden über Schuko.
Häufige Fragen
Ist der Range Rover Electric bereits bestellbar?
JLR beschreibt den Range Rover Electric als kommendes Modell, dessen Bestellbücher später im Jahr 2026 öffnen sollen. Finale Kundenspezifikationen können sich bis zur Markteinführung noch ändern.
Welchen Ladeanschluss nutzt der Range Rover Electric?
Für Deutschland und Europa ist die übliche Kombination aus Typ 2 für AC-Laden und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen zu erwarten. Das entspricht der gängigen Ladeinfrastruktur für moderne Elektroautos in Europa.
Wie schnell lädt der Range Rover Electric zu Hause?
In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox zu Hause sehr verbreitet. Vorserienberichte nennen 22 kW AC, dies muss für Serienfahrzeuge aber final bestätigt werden und setzt eine passende Ladeeinrichtung sowie einen geeigneten Anschluss voraus.
Brauche ich ein eigenes Kabel für öffentliches Laden?
Für viele nicht fest angeschlagene öffentliche AC-Ladesäulen benötigen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel. An DC-Schnellladern mit CCS Combo 2 ist das Kabel normalerweise fest an der Ladesäule angebracht.
Was ist die offizielle Reichweite?
Eine finale homologierte WLTP-Reichweite wurde noch nicht veröffentlicht. Reichweitenschätzungen von etwa 480 km sollten daher bis zur offiziellen Bestätigung vorsichtig behandelt werden.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Range Rover Electric sollte als großes Luxus-Elektroauto mit großer Batterie und hohem Langstreckenpotenzial betrachtet werden, nicht als Plug-in-Hybrid. Die bestätigte 117-kWh-Batterie, die 800-Volt-Architektur und CCS-Combo-2-Schnellladen sprechen für gute Voraussetzungen auf längeren Strecken, während die finalen Ladeleistungswerte noch bestätigt werden müssen.
Für die meisten Fahrer dürfte das sinnvolle Muster einfach sein: regelmäßig an einer festen Wallbox laden, ein passendes Typ-2-Ladekabel für AC-Zielladen mitführen und auf längeren Reisen CCS-Schnelllader nutzen. Wegen der großen Batterie sind häufige kleinere Nachladungen im Alltag meist angenehmer als seltene Ladevorgänge von sehr niedrigem Akkustand auf 100 Prozent.
Passendes Ladekabel für Range Rover Electric
Für den Range Rover Electric ist ein hochwertiges Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für AC-Laden an Wallboxen, Arbeitsplatzladern und vielen öffentlichen AC-Ladesäulen. Wenn 22 kW AC in der Serie bestätigt werden und Sie diese Ladepunkte nutzen möchten, ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel besonders flexibel.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Ratgeber. Ladeeigenschaften können sich je nach Modelljahr, Ausstattung und finaler Serienfreigabe ändern. Verbindliche Angaben finden Sie im Fahrzeughandbuch und in den offiziellen technischen Daten Ihres Fahrzeugs.


