Der Smart EQ forfour ist ein kompaktes, vollelektrisches fünftüriges Stadtauto. Er ist vor allem für kurze Strecken, enge Parklücken und effizientes Fahren im Stadtverkehr ausgelegt – weniger für regelmäßige Langstrecken auf der Autobahn. Als Gebrauchtwagen ist er interessant, weil sein Ladesystem ungewöhnlich ist: Der Smart EQ forfour lädt ausschließlich über Typ 2 mit Wechselstrom. Einen CCS-DC-Schnellladeanschluss hat er nicht.
Genau diese Unterscheidung ist wichtig, wenn es um das passende Ladekabel und die Ladeplanung geht. Je nach Baujahr und Ausstattung kann der Smart EQ forfour entweder mit bis zu 7,4 kW AC oder mit bis zu 22 kW AC laden. Die 22-kW-Version kann an passenden dreiphasigen Typ-2-AC-Ladepunkten sehr zügig nachladen. An einer heimischen Wallbox oder an öffentlichen AC-Ladesäulen bleibt aber immer der Bordlader des Fahrzeugs die technische Grenze.
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Smart EQ forfour Batterie- und Ladespezifikationen
Der Smart EQ forfour ist ein batterieelektrisches Fahrzeug und kein Plug-in-Hybrid. Er sollte nicht mit den Benzinversionen des Smart forfour oder mit späteren Modellen wie Smart #1 und Smart #3 verwechselt werden, da diese andere Fahrzeuge mit anderen Ladespezifikationen sind.
Elektrische Smart-forfour-Modelle wurden in den späten 2010er-Jahren angeboten und zum Modelljahr 2020 überarbeitet. Für Gebrauchtwagenkäufer ist besonders wichtig, dass die Ladeleistung nicht bei allen Baujahren identisch ist.
- Fahrzeugtyp: vollelektrischer Stadt-Kleinwagen
- Ladeanschluss: Typ 2 AC
- DC-Schnellladen: nicht unterstützt; kein CCS Combo 2 Schnellladeanschluss
- Batterie: 17,6 kWh Nennkapazität, rund 16,7 kWh nutzbar geschätzt
- WLTP-Reichweite: je nach Version und Ausstattung bis etwa 130 km
- Typische Alltagsreichweite: grob um 90 km, abhängig von Wetter, Tempo, Fahrstil und Nutzung der Heizung
Batterieoptionen
Der Smart EQ forfour nutzt eine kleine Hochvoltbatterie mit 17,6 kWh Nennkapazität. Als nutzbare Kapazität werden etwa 16,7 kWh angegeben. Damit gehört der EQ forfour klar in die Kategorie der Stadt- und Kurzstrecken-Elektroautos.
Anders als viele größere Elektroautos wurde der Smart EQ forfour nicht mit einer breiten Auswahl unterschiedlicher Batteriegrößen angeboten. Im Alltag ist deshalb weniger die Wahl des Akkupakets entscheidend, sondern vielmehr die Frage, welcher AC-Bordlader im konkreten Fahrzeug verbaut ist. Für Stadtfahrten, Pendelstrecken, Schulwege und Erledigungen im Nahbereich kann die kleine Batterie praktisch sein, weil Ladevorgänge kurz ausfallen. Für häufige Autobahnfahrten oder längere Reisen sind die begrenzte Reichweite und das fehlende DC-Schnellladen dagegen deutliche Einschränkungen.
AC-Ladeleistung
AC-Laden ist beim Smart EQ forfour der zentrale Punkt, denn externe Gleichstrom-Schnellladung wird nicht unterstützt. Das Fahrzeug besitzt einen Typ-2-Anschluss und kann an Wallboxen, Arbeitsplatzladern und öffentlichen AC-Ladesäulen geladen werden.
Bei späteren Modellen ab dem Facelift wird häufig eine maximale AC-Ladeleistung von 22 kW genannt. Mercedes-Benz beschrieb für die überarbeitete Smart-EQ-Baureihe eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in unter 40 Minuten, wenn der 22-kW-Bordlader genutzt wird und ein geeigneter dreiphasiger AC-Ladepunkt verfügbar ist. Für ein kleines Stadtauto ist das sehr schnell – allerdings nur dann, wenn das Fahrzeug tatsächlich den 22-kW-Bordlader hat und die Ladesäule diese Leistung über Typ 2 bereitstellt.
Bei früheren Fahrzeugen ist 7,4 kW AC als Standard und 22 kW AC als Option bekannt. Wer einen gebrauchten Smart EQ forfour kauft, sollte deshalb die Ausstattung des konkreten Fahrzeugs prüfen und nicht automatisch davon ausgehen, dass jeder EQ forfour mit 22 kW laden kann.
In Deutschland sind 11-kW-Wallboxen zu Hause sehr verbreitet. Eine 22-kW-fähige Version des Smart EQ forfour kann an einer solchen dreiphasigen Wallbox entsprechend durch die Wallbox auf bis zu 11 kW begrenzt werden. Eine Version mit 7,4-kW-Bordlader lädt dagegen nur mit der Leistung, die ihr Bordlader und die jeweilige Installation zulassen. An öffentlichen 22-kW-AC-Ladesäulen gilt dasselbe Prinzip: Die Säule kann 22 kW anbieten, das Auto bestimmt aber, wie viel davon tatsächlich genutzt wird.
DC-Schnellladen
Der Smart EQ forfour unterstützt kein DC-Schnellladen. Er hat nur einen Typ-2-AC-Ladeanschluss und keinen CCS Combo 2 Anschluss. Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Nutzung und besonders beim Gebrauchtwagenkauf.
CCS-Schnelllader an Autobahnraststätten, Ladeparks oder vielen Schnelllade-Hubs können mit dem Smart EQ forfour nicht für DC-Laden genutzt werden. Wenn ein Standort ausschließlich CCS- oder CHAdeMO-Ladepunkte und keine Typ-2-AC-Steckdose anbietet, ist er für den EQ forfour nicht geeignet.
Die schnellste öffentliche Lademöglichkeit für einen 22-kW-fähigen Smart EQ forfour ist daher in der Regel keine DC-Schnellladesäule, sondern eine 22-kW-AC-Ladesäule mit Typ-2-Anschluss. Die Angabe von unter 40 Minuten für 10 bis 80 Prozent bezieht sich auf 22-kW-AC-Laden an einer dreiphasigen Versorgung, nicht auf DC-Schnellladen.
Reichweite und Effizienz
Für den Smart EQ forfour werden je nach Version WLTP-Reichweiten von bis zu rund 130 km genannt. Weitere technische Angaben nennen eine WLTP-Spanne von etwa 114 bis 130 km, abhängig von Ausstattung und Spezifikation. Eine typische realistische Alltagsreichweite liegt eher bei ungefähr 90 km, kann aber je nach Bedingungen spürbar schwanken.
Im Stadtverkehr fühlt sich der Smart EQ forfour am wohlsten. Niedrige Geschwindigkeiten, kurze Wege und Stop-and-go-Fahrten passen gut zu Fahrzeuggröße und Batteriekapazität. Im Winter, bei starkem Regen, höherem Autobahntempo oder intensiver Innenraumheizung kann die Reichweite deutlich sinken. Längere Fahrten sind mit Planung möglich, erfordern aber wegen der kleinen Batterie und des fehlenden CCS-Schnellladens mehr Geduld als bei modernen Elektroautos mit größerem Akku.
Laden zu Hause
Für viele Fahrer ist das Laden zu Hause die bequemste und planbarste Lösung. Eine fest installierte Wallbox mit Typ-2-Anschluss ist dafür die sinnvollste Variante. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox im privaten Bereich üblich; sie muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. 22-kW-Wallboxen sind möglich, benötigen aber in der Regel eine Genehmigung des Netzbetreibers und eine passende elektrische Installation.
Bei einer Wallbox mit fest angeschlagenem Typ-2-Kabel kann der Smart EQ forfour direkt angeschlossen werden. Bei einer Wallbox mit Typ-2-Steckdose wird ein eigenes Typ-2-Ladekabel benötigt. Für die Kabelwahl ist entscheidend, ob das Fahrzeug nur mit 7,4 kW AC lädt oder den 22-kW-Bordlader besitzt. Wer öffentliche 22-kW-AC-Ladepunkte nutzen möchte, sollte bei einem 22-kW-fähigen Fahrzeug ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel einplanen.
Ein Schuko-Ladekabel ist eher als Not- oder Gelegenheitslösung zu verstehen. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose und die elektrische Installation ausdrücklich für die dauerhafte Belastung durch E-Auto-Laden geprüft hat. Beim Laden eines Elektroautos fließt über längere Zeit ein hoher Dauerstrom; eine normale Haushaltssteckdose sollte deshalb nicht ungeprüft für wiederholte lange Ladevorgänge verwendet werden.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen Laden erfordert der Smart EQ forfour etwas mehr Aufmerksamkeit als viele neuere Elektroautos. Gesucht werden Typ-2-AC-Ladepunkte, nicht CCS-Schnelllader. Viele Ladepunkte in Innenstädten, Parkhäusern, Supermärkten, Hotels, an Arbeitsplätzen oder an Zielorten bieten Typ-2-AC-Steckdosen und passen damit gut zum Fahrzeug.
Wenn Ihr Smart EQ forfour den 22-kW-Bordlader hat, sind öffentliche 22-kW-AC-Ladesäulen besonders interessant. Wegen der kleinen Batterie kann schon ein kurzer Stopp an einem geeigneten dreiphasigen AC-Ladepunkt spürbar Reichweite nachladen. Genau hier funktioniert das Ladekonzept des EQ forfour am besten: Er kann zwar kein DC-Schnellladen, aber die 22-kW-AC-Version kann an passenden AC-Säulen sehr zügig Energie aufnehmen.
Hat Ihr Fahrzeug nur den 7,4-kW-Bordlader, kann es trotzdem an einer 22-kW-AC-Säule laden. Es zieht dann aber nicht die vollen 22 kW. Die Ladeleistung richtet sich nach dem Bordlader des Autos, nicht allein nach der beworbenen Maximalleistung der Ladesäule.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Die wichtigste Besonderheit des Smart EQ forfour ist sein reines AC-Ladekonzept. Ein CCS Combo 2 Anschluss fehlt. Für spätere Fahrzeuge ist der 22-kW-AC-Bordlader in einem so kleinen Stadtauto ungewöhnlich und kann öffentliches AC-Laden sehr effektiv machen. Bei früheren Fahrzeugen ist dagegen entscheidend, ob die optionale 22-kW-Ladefunktion vorhanden ist oder nur der 7,4-kW-Bordlader verbaut wurde.
Eine Schnelllade-Vorkonditionierung spielt beim Smart EQ forfour praktisch keine Rolle, da das Fahrzeug kein DC-Schnellladen unterstützt. Auch Funktionen wie bidirektionales Laden sollten bei diesem Modell nicht erwartet werden. Im Alltag sollte der Smart EQ forfour als unkompliziertes Typ-2-AC-Elektroauto für Stadt- und Kurzstreckenbetrieb betrachtet werden.
Ladetipps
- Bordlader prüfen: Vor allem bei Fahrzeugen aus den früheren Baujahren sollte geklärt werden, ob 7,4 kW oder 22 kW AC verbaut sind.
- Nicht auf CCS planen: Der Smart EQ forfour kann keine CCS-DC-Schnelllader nutzen.
- In Lade-Apps nach AC filtern: Suchen Sie gezielt nach Typ-2-AC-Ladepunkten, besonders nach 22-kW-AC-Säulen, wenn Ihr Fahrzeug diese nutzen kann.
- Passendes Kabel wählen: Ein Typ-2-Ladekabel ist richtig. Für 22-kW-AC-Laden wird ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel benötigt.
- Lieber öfter kurz nachladen: Die kleine Batterie macht kurze Zwischenladungen im Stadtalltag sehr effektiv.
- Winterfahrten einplanen: Kälte, Heizung und höhere Geschwindigkeiten können die Reichweite deutlich reduzieren.
Häufige Fragen
Welches Ladekabel braucht der Smart EQ forfour?
Der Smart EQ forfour nutzt einen Typ-2-AC-Anschluss. Für Wallboxen oder öffentliche AC-Ladesäulen ohne festes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-Ladekabel.
Kann der Smart EQ forfour Schnelllader nutzen?
Er kann keine CCS-DC-Schnelllader nutzen. Einige Versionen können jedoch an 22-kW-AC-Ladesäulen über Typ 2 sehr schnell laden. Das ist weiterhin AC-Laden, nicht DC-Schnellladen.
Laden alle Smart EQ forfour mit 22 kW?
Nein. Spätere Fahrzeuge werden häufig mit 22 kW AC maximaler Bordladeleistung geführt. Bei früheren Fahrzeugen war 7,4 kW AC Standard und 22 kW AC eine Option. Die konkrete Ausstattung sollte daher immer geprüft werden.
Wie lange dauert das Laden zu Hause?
Das hängt vom Bordlader und von der Wallbox ab. An einer 11-kW-Wallbox kann eine 22-kW-fähige Version zu Hause deutlich schneller laden als ein Fahrzeug mit 7,4-kW-Bordlader. Aufgrund der kleinen Batterie sind vollständige Ladevorgänge in der Regel gut über Nacht oder oft schon in wenigen Stunden erledigt.
Ist der Smart EQ forfour für lange Strecken geeignet?
Er kann mit sorgfältiger Planung auch längere Strecken fahren, ist aber klar auf Stadtverkehr und Kurzstrecken ausgelegt. Die kleine Batterie und das fehlende DC-Schnellladen machen häufige Langstrecken weniger komfortabel.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Smart EQ forfour ist ein einfaches, kompaktes Elektroauto, das für lokale Fahrten sehr gut funktionieren kann, wenn seine Grenzen bekannt sind. Die Reichweite ist überschaubar, dafür ist die kleine Batterie schnell wieder nachgeladen. Der wichtigste Punkt ist die Lade-Kompatibilität: Dieses E-Auto lädt ausschließlich über Typ 2 AC, CCS-Schnelllader gehören nicht zur Ladeplanung.
Beim Gebrauchtwagenkauf sollte der AC-Bordlader ganz oben auf der Checkliste stehen. Hat das Fahrzeug den 22-kW-Bordlader und stehen passende dreiphasige AC-Ladepunkte zur Verfügung, kann der EQ forfour für ein Stadtauto bemerkenswert schnell nachladen. Hat er nur den 7,4-kW-Bordlader, bleibt er dennoch alltagstauglich, lädt aber an AC-Säulen entsprechend langsamer.
Passendes Ladekabel für Smart EQ forfour
Für den Smart EQ forfour ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl. Wenn Sie hauptsächlich an einer privaten Wallbox laden, reicht je nach Wallbox und Fahrzeugausstattung ein passendes Typ-2-Kabel für den Alltag. Wenn Ihr Smart EQ forfour den 22-kW-Bordlader besitzt und Sie öffentliche 22-kW-AC-Ladepunkte nutzen möchten, ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als Orientierung. Ladespezifikationen können je nach Baujahr, Ausstattung und Marktversion abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung und den Fahrzeugunterlagen Ihres Smart EQ forfour.


