Der Suzuki Across ist ein großer Plug-in-Hybrid-SUV, der viele Alltagsfahrten elektrisch zurücklegen kann und für längere Strecken zusätzlich einen Benzinmotor an Bord hat. Wichtig ist: Der Across ist kein reines Elektroauto. Er hat einen Typ-2-AC-Ladeanschluss, eine Traktionsbatterie mit 18,1 kWh, einen Benzinmotor und elektrischen Allradantrieb, aber keine bestätigte CCS-Schnellladefunktion.
Für die Ladezeiten ist beim Suzuki Across vor allem das Baujahr beziehungsweise das Produktionsdatum wichtig. Frühere Modelle besitzen einen schwächeren AC-Onboard-Lader, während mit der Aktualisierung ab April 2022 ein schnellerer 6-kW-AC-Onboard-Lader eingeführt wurde. Zwei äußerlich sehr ähnliche Fahrzeuge können deshalb an derselben Wallbox oder öffentlichen AC-Ladesäule unterschiedlich lange laden.
Dieser Ratgeber erklärt, wie der Suzuki Across in Deutschland geladen wird, welches Ladekabel passt, was beim Laden zu Hause und beim öffentlichen Laden zu beachten ist und wie sich die elektrische Reichweite im Alltag sinnvoll nutzen lässt.
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Suzuki Across Batterie- und Ladespezifikationen
Der Suzuki Across Plug-in-Hybrid nutzt eine Lithium-Ionen-Traktionsbatterie mit einer angegebenen Kapazität von 18,1 kWh. Die elektrische Reichweite wird mit bis zu rund 74 km angegeben. Das ist für einen Plug-in-Hybrid-SUV ein vergleichsweise hoher Wert und macht den Across für regelmäßige Pendelstrecken, Stadtfahrten und lokale Fahrten interessant, sofern er konsequent geladen wird.
In Europa nutzt der Across einen Typ-2-AC-Ladeanschluss. Typ 2 ist der Standardanschluss für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte. Das Fahrzeug lädt einphasig mit Wechselstrom. Für nicht fest angeschlagene Wallboxen und viele öffentliche AC-Ladepunkte ist daher ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel das wichtigste Zubehör.
Eine CCS- beziehungsweise DC-Schnellladefähigkeit ist für den Suzuki Across nicht bestätigt. Anders als viele reine Elektroautos ist er nicht für schnelle Ladestopps an der Autobahn ausgelegt. Das sinnvollste Ladeprofil besteht aus AC-Laden zu Hause, am Arbeitsplatz oder an Zielorten, an denen das Fahrzeug länger steht.
Batterieoptionen
Der Suzuki Across wird als 2.5 Plug-in-Hybrid E-Four angeboten. Die veröffentlichte Batteriekapazität liegt bei 18,1 kWh. Eine eindeutig und einheitlich veröffentlichte nutzbare Batteriekapazität ist nicht durchgehend verfügbar, daher ist es am sinnvollsten, sich auf die angegebene Gesamtkapazität von 18,1 kWh zu beziehen.
Da der Across ein Plug-in-Hybrid ist, ist seine Batterie kleiner als die Akkus der meisten vollelektrischen SUVs, aber größer als bei vielen älteren Plug-in-Hybriden. Dadurch kann er viele alltägliche Strecken elektrisch fahren, etwa den Arbeitsweg, Schulfahrten, Einkäufe oder kurze Freizeitfahrten. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug regelmäßig an die Steckdose beziehungsweise Wallbox kommt.
AC-Ladeleistung
Die AC-Ladeleistung ist beim Suzuki Across der wichtigste Punkt, weil sie je nach Bauzeitraum deutlich unterschiedlich ausfallen kann.
Aktuelle und ab April 2022 gebaute Fahrzeuge verfügen über einen verbesserten AC-Onboard-Lader mit bis zu 6 kW. An einer passenden AC-Ladequelle, die ausreichend einphasige Leistung bereitstellt, kann eine Vollladung etwa 2 Stunden 45 Minuten dauern. Die tatsächliche Ladezeit hängt vom Ladezustand, der Temperatur, der Wallbox-Konfiguration und möglichen Begrenzungen der Installation ab.
In Deutschland sind zu Hause 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss sehr verbreitet. Der Suzuki Across lädt jedoch einphasig. An einer typischen 11-kW-Wallbox mit 16 A pro Phase kann die tatsächlich nutzbare Ladeleistung deshalb niedriger liegen als die maximale Fahrzeugangabe. An öffentlichen 22-kW-AC-Ladepunkten oder entsprechend konfigurierten Wallboxen kann mehr einphasige Leistung verfügbar sein, das Fahrzeug bleibt aber immer durch seinen Onboard-Lader begrenzt.
Frühere Suzuki-Across-Modelle vor der Lade-Überarbeitung nutzen einen schwächeren AC-Onboard-Lader, der häufig mit etwa 3 bis 3,3 kW angegeben wird. Diese Fahrzeuge laden auch an einer stärkeren Wallbox nicht schneller als ihr Onboard-Lader erlaubt. Eine Vollladung von nahezu leer kann bei diesen früheren Modellen grob um sechs Stunden dauern.
Für die Kabelauswahl ist deshalb ein 32-A-einphasiges Typ-2-Ladekabel eine sinnvolle Wahl. Es unterstützt die höhere AC-Ladeleistung der späteren Fahrzeuge und funktioniert auch mit früheren Modellen. Ein stärkerer Ladepunkt oder ein höher spezifiziertes Kabel macht einen frühen Across jedoch nicht schneller, wenn der Onboard-Lader die Leistung begrenzt.
DC-Schnellladen
Der Suzuki Across hat keine bestätigte CCS- beziehungsweise DC-Schnellladefähigkeit. Deshalb gibt es auch keine sinnvolle 10-bis-80-Prozent-Schnellladezeit für dieses Modell. Fahrer sollten nicht davon ausgehen, den Across an DC-Schnellladern wie ein vollelektrisches Fahrzeug zu laden.
Das ist bei Plug-in-Hybriden nicht ungewöhnlich. Das vorgesehene Nutzungsmuster ist ein anderes: Statt auf Langstrecken Schnellladestopps einzuplanen, wird der Across im Alltag per AC geladen, zum Beispiel zu Hause, am Arbeitsplatz oder während längerer Parkzeiten. Auf langen Strecken sorgt der Benzinmotor für die Flexibilität, für die ein Plug-in-Hybrid ausgelegt ist.
Reichweite und Effizienz
Die angegebene elektrische Reichweite des Suzuki Across Plug-in-Hybrid liegt bei bis zu rund 74 km. Wie bei allen WLTP-Werten hängt die reale Reichweite von Temperatur, Geschwindigkeit, Fahrstil, Beladung, Streckenprofil sowie Heizung oder Klimaanlage ab.
Für viele Fahrer reicht diese elektrische Reichweite aus, um einen großen Teil der täglichen Fahrten ohne oder mit sehr wenig Benzin zurückzulegen. Besonders kurze und mittlere Alltagsstrecken sind die Stärke des Across. Wird der Akku nur selten geladen und das Fahrzeug überwiegend mit leerer Batterie bewegt, fährt es eher wie ein konventioneller Hybrid-SUV und der Vorteil der größeren Plug-in-Batterie wird nur teilweise genutzt.
Die wichtigste Effizienzregel ist einfach: möglichst regelmäßig laden. Wenn der Tag mit voller oder nahezu voller Batterie beginnt, kann der Across lokale Fahrten deutlich häufiger elektrisch erledigen, bevor der Benzinmotor benötigt wird.
Laden zu Hause
Das Laden zu Hause ist für den Suzuki Across in der Regel die bequemste Lösung. In Deutschland ist eine fest installierte 11-kW-Wallbox üblich. Auch wenn der Across als einphasig ladender Plug-in-Hybrid nicht die volle dreiphasige Leistung einer 11-kW-Wallbox nutzt, bietet eine Wallbox gegenüber einer Haushaltssteckdose mehr Komfort, bessere Steuerungsmöglichkeiten und eine auf Dauerladung ausgelegte Installation.
Bei einer Wallbox ohne fest angeschlagenes Kabel benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel. Ein 32-A-einphasiges Typ-2-Ladekabel ist für den Across eine passende Wahl, weil es die späteren Modelle mit 6-kW-Onboard-Lader unterstützt und gleichzeitig mit früheren Fahrzeugen kompatibel bleibt.
Ein Schuko-Ladekabel sollte beim Suzuki Across vor allem als Notfall- oder gelegentliche Lademöglichkeit verstanden werden. Haushaltssteckdosen sind nicht automatisch für stundenlange Dauerlast durch ein E-Auto ausgelegt. Wenn regelmäßig über Schuko geladen werden soll, müssen Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation vorher von einer Elektrofachkraft für diese Nutzung geprüft und freigegeben werden.
Wenn Ihre Wallbox zeitgesteuertes Laden unterstützt, kann ein Ladezeitplan sinnvoll sein. So lässt sich der Across beispielsweise über Nacht laden. Da die Batterie deutlich kleiner ist als bei einem reinen Elektroauto, ist sie selbst bei niedrigeren AC-Leistungen häufig bequem über Nacht oder während längerer Standzeiten wieder voll.
Öffentliches Laden
Beim öffentlichen Laden passt der Suzuki Across am besten zu AC-Ladepunkten an Zielorten. Dazu gehören Ladepunkte an Supermärkten, Hotels, Parkhäusern, Freizeiteinrichtungen, Arbeitgeberstandorten oder Langzeitparkplätzen.
Viele öffentliche AC-Ladepunkte in Deutschland sind mit Typ-2-Buchsen ausgestattet, bei denen Sie Ihr eigenes Kabel mitbringen. Ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel ist daher wichtig, wenn Sie den Across regelmäßig öffentlich laden möchten. Ein 32-A-einphasiges Kabel reicht für die fahrzeugseitige Ladefähigkeit aus. Ein dreiphasiges 22-kW-Kabel kann zwar funktionieren, sorgt aber nicht dafür, dass der Across mit 22 kW lädt.
Öffentliches AC-Laden lohnt sich besonders, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden steht. Spätere Modelle mit 6-kW-Onboard-Lader können während vieler Einkaufs-, Arbeits- oder Freizeitstopps einen großen Teil der Batterie nachladen oder komplett laden. Frühere Modelle benötigen länger, können aber während längerer Parkzeiten ebenfalls nennenswerte elektrische Reichweite gewinnen.
Da der Across nicht auf DC-Schnellladen ausgelegt ist, unterscheidet sich die Routenplanung von einem vollelektrischen SUV. Auf längeren Autobahnfahrten wird man in der Regel den Benzinmotor nutzen, statt Schnellladestopps einzuplanen. Öffentliche AC-Ladung ist vor allem am Zielort oder bei längeren Pausen sinnvoll.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der Across nutzt Suzukis E-Four-Plug-in-Hybrid-System. Es kombiniert einen 2,5-Liter-Benzinmotor mit elektrischen Motoren an Vorder- und Hinterachse. Der hintere Elektromotor unterstützt den elektrischen Allradantrieb und verbessert die Traktion, ohne dass eine klassische mechanische Kardanwelle erforderlich ist.
Suzuki verweist außerdem auf einen Battery-Charger-Modus, bei dem der Benzinmotor während der Fahrt Energie in die Traktionsbatterie nachladen kann. Das kann in bestimmten Situationen hilfreich sein, etwa wenn später eine innerstädtische Strecke elektrisch gefahren werden soll. In der Regel ist das Laden über das Stromnetz jedoch effizienter und kostengünstiger.
Der Across teilt sich einen großen Teil seiner Plug-in-Hybrid-Technik mit dem Toyota RAV4 Plug-in Hybrid. Für das Laden sollten Fahrer jedoch auf die konkreten Across-Daten achten: Typ-2-AC-Laden, keine bestätigte DC-Schnellladefunktion und unterschiedliche AC-Ladeleistungen je nach Bauzeitraum.
Ladetipps
- Baujahr prüfen: Fahrzeuge vor der Lade-Überarbeitung im April 2022 laden langsamer als spätere Modelle.
- Passendes Kabel wählen: Ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel mit 32 A einphasig ist eine praktische Wahl für Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte.
- Kein DC-Schnellladen erwarten: Der Across ist ein Plug-in-Hybrid ohne bestätigte CCS-Schnellladefunktion.
- Regelmäßig nachladen: Häufige AC-Ladungen helfen, die elektrische Reichweite von bis zu rund 74 km im Alltag besser zu nutzen.
- Zielortladen nutzen: Öffentliche AC-Ladepunkte sind besonders sinnvoll, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden parkt.
- Nicht zu viel Ladeleistung erwarten: 22-kW-AC-Ladepunkte oder dreiphasige Kabel machen den Across nicht zu einem 22-kW-ladenden Fahrzeug.
- Wallbox bevorzugen: Eine fest installierte Wallbox ist für regelmäßiges Laden meist komfortabler und geeigneter als eine Schuko-Steckdose.
Häufige Fragen
Ist der Suzuki Across ein reines Elektroauto?
Nein. Der Suzuki Across ist ein Plug-in-Hybrid. Er hat einen Benzinmotor, Elektromotoren und eine extern ladbare Traktionsbatterie. Kurze und mittlere Strecken kann er elektrisch fahren, er ist aber kein batterieelektrisches Fahrzeug.
Welches Ladekabel braucht der Suzuki Across?
Der Suzuki Across nutzt einen Typ-2-AC-Ladeanschluss. Für Wallboxen ohne festes Kabel und öffentliche AC-Ladepunkte mit Typ-2-Buchse benötigen Sie ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.
Sollte ich ein 16-A- oder 32-A-Kabel für den Suzuki Across kaufen?
Ein 32-A-einphasiges Typ-2-Ladekabel ist die beste Allround-Wahl. Es unterstützt spätere Fahrzeuge mit bis zu 6 kW AC-Ladeleistung und bleibt mit früheren Modellen kompatibel, die nur etwa 3 bis 3,3 kW laden.
Wie lange lädt der Suzuki Across?
Das hängt vom Bauzeitraum und der Ladequelle ab. Modelle ab der April-2022-Aktualisierung können an einer geeigneten AC-Ladequelle mit ausreichend einphasiger Leistung in etwa 2 Stunden 45 Minuten voll laden. Frühere Modelle benötigen wegen des schwächeren Onboard-Laders grob um sechs Stunden. An typischen 11-kW-Wallboxen kann die nutzbare Leistung bei einphasigem Laden niedriger sein als die maximale Fahrzeugangabe.
Kann der Suzuki Across Schnelllader nutzen?
Für den Suzuki Across ist keine CCS- beziehungsweise DC-Schnellladefähigkeit bestätigt. Schnellladen ist daher nicht Teil der normalen Ladenutzung. Der Across ist auf AC-Laden zu Hause, am Arbeitsplatz und an Zielorten ausgelegt.
Welche elektrische Reichweite hat der Suzuki Across?
Die angegebene elektrische Reichweite liegt bei bis zu rund 74 km. In der Praxis hängt die Reichweite unter anderem von Wetter, Geschwindigkeit, Fahrstil, Streckenprofil und Nutzung von Heizung oder Klimaanlage ab.
Kann ich den Suzuki Across an einer Schuko-Steckdose laden?
Mit einem passenden Schuko-Ladekabel ist das grundsätzlich möglich, sollte aber hauptsächlich als Notfall- oder gelegentliche Lösung dienen. Für regelmäßiges Laden muss eine Elektrofachkraft prüfen, ob Steckdose und Elektroinstallation für die dauerhafte Belastung geeignet sind.
Was das für Fahrer bedeutet
Der Suzuki Across funktioniert am besten, wenn er als Plug-in-Hybrid mit vergleichsweise großer elektrischer Reichweite genutzt wird – nicht wie ein konventioneller Hybrid und auch nicht wie ein reines Elektroauto. Wer regelmäßig lädt, kann mit der 18,1-kWh-Batterie viele tägliche Fahrten elektrisch zurücklegen. Wer selten lädt, nutzt den zentralen Vorteil des Plug-in-Hybrid-Systems nur eingeschränkt.
Der wichtigste praktische Punkt ist der Onboard-Lader Ihres konkreten Fahrzeugs. Spätere Across-Modelle können an geeigneten AC-Ladepunkten deutlich schneller laden als frühe Fahrzeuge. Frühere Modelle sind langsamer, lassen sich aber dennoch gut über Nacht oder während eines Arbeitstags nachladen. In beiden Fällen ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel das passende Kabel für nicht fest angeschlagene AC-Ladepunkte.
Da der Across nicht auf DC-Schnellladen ausgelegt ist, sollte die Laderoutine auf Wallbox, Arbeitsplatzladen und öffentliche AC-Ladepunkte an Zielorten ausgerichtet sein. So bleibt die Batterie für lokale elektrische Fahrten verfügbar, während der Benzinmotor die Langstrecken-Flexibilität übernimmt.
Passendes Ladekabel für Suzuki Across
Für den Suzuki Across ist ein Typ-2-Ladekabel für AC-Laden die richtige Wahl. Besonders sinnvoll ist ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel mit 32 A einphasig, da es zu den Ladefähigkeiten späterer Fahrzeuge passt und auch mit früheren Across-Modellen funktioniert.
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Bitte beachten Sie: Diese Informationen dienen als allgemeiner Ratgeber. Ladespezifikationen können je nach Modelljahr, Ausstattung und Marktversion abweichen. Verbindliche Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs oder bei Suzuki.


