Der Volvo C40 Recharge ist ein rein elektrisches Coupé-SUV beziehungsweise Crossover-Modell und technisch eng mit dem XC40 Recharge verwandt. Später wurde die Modellbezeichnung in vielen Märkten auf EC40 umgestellt. Wer heute nach einem C40 Recharge sucht, betrachtet daher häufig Bestandsfahrzeuge, Leasingrückläufer oder Gebrauchtwagen aus unterschiedlichen Modelljahren.
Beim Laden ist die Kabelauswahl unkompliziert: Der Volvo C40 Recharge nutzt für AC-Laden einen Typ-2-Anschluss und für DC-Schnellladen CCS Combo 2. Wichtiger als das Kabel ist die genaue Fahrzeugversion, denn Batteriegröße, Reichweite und Schnellladeleistung unterscheiden sich je nach Baujahr und Antrieb.
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Volvo C40 Recharge Batterie- und Ladespezifikationen
Der C40 Recharge ist ausschließlich batterieelektrisch. Zwar verwendete Volvo die Bezeichnung Recharge auch bei einigen Plug-in-Hybrid-Modellen anderer Baureihen, der C40 Recharge selbst fährt jedoch rein elektrisch und hat keinen Benzin- oder Dieselmotor.
Die relevanten C40 Recharge Varianten nutzen einen 11-kW-AC-Onboard-Lader mit Typ-2-Anschluss. Für Gleichstrom-Schnellladen wird derselbe Ladeanschluss mit dem unteren CCS-Bereich verwendet. Die maximale DC-Ladeleistung hängt deutlich von Batterie, Modelljahr und Variante ab.
| Merkmal | Volvo C40 Recharge |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Rein elektrisches Coupé-SUV / Crossover |
| Modellbezeichnung | C40 Recharge; später in vielen Märkten als EC40 bezeichnet |
| AC-Ladeanschluss | Typ 2 |
| DC-Schnellladeanschluss | CCS Combo 2 |
| Maximale AC-Ladeleistung | 11 kW, wenn eine passende dreiphasige Ladeinfrastruktur vorhanden ist |
| Typisches Laden zu Hause in Deutschland | Meist über eine 11-kW-Wallbox; das Fahrzeug begrenzt auf maximal 11 kW AC |
| Batteriegrößen | 69 kWh, 78 kWh oder 82 kWh brutto, je nach Modelljahr und Variante |
| DC-Schnellladen | Bei 69-kWh-Modellen typischerweise bis etwa 136 kW; beim MY24 Twin Motor bis etwa 200 kW |
Batterieoptionen
Die Batterievariante ist beim Volvo C40 Recharge einer der wichtigsten Punkte beim Gebrauchtwagenkauf. Das passende Ladekabel bleibt zwar gleich, aber Reichweite und DC-Schnellladeleistung unterscheiden sich.
Frühe Single-Motor-Modelle der Modelljahre 2022 und 2023 nutzten eine 69-kWh-Bruttobatterie, mit etwa 67 kWh nutzbarer Kapazität in unabhängigen Datensammlungen. Diese frühen Single-Motor-Fahrzeuge hatten Frontantrieb. Frühe Twin-Motor-AWD-Modelle verwendeten eine größere 78-kWh-Bruttobatterie, häufig mit rund 75 kWh nutzbarer Kapazität angegeben.
Mit dem Modelljahreswechsel 2024 wurde der Antriebsstrang überarbeitet. Der Single Motor wechselte auf Hinterradantrieb und blieb bei einer 69-kWh-Bruttobatterie, in unabhängigen Angaben mit etwa 66 kWh nutzbar. Der aktualisierte Twin Motor AWD erhielt eine 82-kWh-Bruttobatterie, mit rund 79 kWh nutzbarer Kapazität.
In einigen europäischen Konstellationen gab es außerdem eine Single-Motor-Extended-Range-Version mit 82-kWh-Batterie. Bei importierten Fahrzeugen oder späteren EC40-Modellen sollte deshalb nicht allein auf die Verkaufsbezeichnung vertraut werden. Entscheidend sind Fahrgestellnummer, Zulassungsdaten und die ursprüngliche Ausstattungsliste.
AC-Ladeleistung
Der Volvo C40 Recharge kann an Wechselstrom mit bis zu 11 kW laden. Das passt gut zum deutschen Markt, da 11-kW-Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss zu Hause sehr verbreitet sind. Auch an öffentlichen AC-Ladepunkten mit 11 oder 22 kW lädt das Fahrzeug maximal mit seiner eigenen Onboard-Lader-Leistung von 11 kW.
An einer 11-kW-Wallbox dauert eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent je nach Batterieversion, Temperatur, Ladeverlusten und Start-Ladestand ungefähr 7,25 bis 8,5 Stunden. Im Alltag wird jedoch selten von komplett leer auf voll geladen. Häufig reicht es, das E-Auto abends anzuschließen und den Energieverbrauch des Tages über Nacht nachzuladen.
Falls nur ein einphasiger Anschluss oder eine entsprechend begrenzte Wallbox genutzt wird, dauert das Laden entsprechend länger. Für eine unverkabelte Wallbox oder öffentliche AC-Ladesäulen ist ein geeignetes Typ-2-Ladekabel erforderlich. Wer die vollen 11 kW nutzen möchte, sollte ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel wählen.
DC-Schnellladen
Beim DC-Schnellladen zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den Varianten des C40 Recharge. Modelle mit 69-kWh-Batterie werden typischerweise mit einer maximalen DC-Ladeleistung von etwa 136 kW angegeben. Das reicht für Langstrecken gut aus, nutzt aber sehr leistungsstarke HPC-Ladesäulen nicht vollständig aus.
Die überarbeitete MY24 Twin-Motor-AWD-Version ist die stärkere Schnellladevariante. Für das 82-kWh-Twin-Motor-Modell werden bis etwa 200 kW genannt. Unter passenden Bedingungen kann ein 10-bis-80-Prozent-Ladestopp ungefähr im Bereich von rund 28 bis 35 Minuten liegen. Die konkrete Zeit hängt aber von Batterie-Temperatur, Ladestand, Ladeleistung der Säule und Standortbedingungen ab.
Für lange Strecken ist eine Planung von etwa 10 bis 80 Prozent sinnvoller als 0 bis 100 Prozent. Die Ladeleistung ist meist bei warmem Akku und niedrigerem Ladestand am höchsten und fällt Richtung 80 Prozent sowie darüber hinaus deutlich ab. Oft sind zwei kürzere Schnellladestopps zeitsparender als ein sehr langer Stopp bis fast 100 Prozent.
Reichweite und Effizienz
Die offiziellen WLTP-Reichweiten variieren nach Modelljahr, Radgröße, Ausstattung und Antrieb. Für überarbeitete MY24-Modelle wurden je nach Variante Werte bis etwa 478 km WLTP beim Single Motor und bis etwa 550 km WLTP beim Twin Motor genannt. Die reale Reichweite liegt im Alltag meist darunter, insbesondere bei Kälte, hoher Autobahngeschwindigkeit oder ungünstigen Witterungsbedingungen.
Als grobe Orientierung werden für den MY24 Single Motor etwa 354 km reale Reichweite und für den MY24 Twin Motor etwa 394 km genannt. Frühere Fahrzeuge können abweichen. Ein früher 69-kWh-Fronttriebler, ein früher 78-kWh-Twin-Motor und ein MY24 82-kWh-Twin-Motor können alle als C40 Recharge angeboten werden, sind aber für Reichweiten- und Ladeplanung nicht identisch.
Die Effizienz hängt außerdem von Temperatur, Strecke, Reifen, Fahrstil und Nutzung von Heizung oder Klimaanlage ab. Eine Wärmepumpe kann je nach Ausstattung und Modelljahr vorhanden sein, sollte aber nicht bei jedem C40 Recharge vorausgesetzt werden. Wer viel im Winter fährt, sollte die konkrete Ausstattung des Fahrzeugs prüfen.
Laden zu Hause
Für den Alltag ist eine fest installierte Wallbox die sinnvollste Lösung. In Deutschland ist eine 11-kW-Wallbox für den Volvo C40 Recharge besonders passend, weil das Fahrzeug diese AC-Leistung vollständig nutzen kann. Je nach Netzbetreiber und Installation sind Melde- beziehungsweise Genehmigungsanforderungen zu beachten; die Installation sollte immer durch einen Fachbetrieb erfolgen.
Eine Wallbox kann fest angeschlagen sein, also mit integriertem Ladekabel, oder eine Typ-2-Dose besitzen. Bei einer Wallbox ohne festes Kabel benötigen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel. Für den C40 Recharge ist ein dreiphasiges 32-A-Typ-2-Ladekabel eine zukunftssichere Wahl, auch wenn das Auto selbst bei 11 kW begrenzt. Es eignet sich sowohl für die heimische Wallbox als auch für viele öffentliche AC-Ladepunkte.
Ein Schuko-Ladekabel sollte vor allem als Not- oder Gelegenheitslösung verstanden werden. Haushaltssteckdosen sind nicht automatisch für dauerhaft hohe Ladeleistungen über viele Stunden ausgelegt. Regelmäßiges Laden über Schuko sollte nur erfolgen, wenn eine Elektrofachkraft die Steckdose, Leitung, Absicherung und Installation ausdrücklich für dauerhaftes E-Auto-Laden geprüft hat.
Öffentliches Laden
Öffentliches AC-Laden nutzt denselben Typ-2-Anschluss wie das Laden zu Hause. Viele AC-Ladesäulen in Parkhäusern, Innenstädten, Hotels, Supermärkten oder an Arbeitsplätzen haben kein festes Kabel. Dafür benötigen Sie ein eigenes Typ-2-Ladekabel. Auch wenn eine öffentliche AC-Säule 22 kW bereitstellt, lädt der Volvo C40 Recharge maximal mit 11 kW AC.
Für Autobahn- und Langstreckenfahrten werden in der Regel DC-Schnelllader genutzt. Diese Ladepunkte haben normalerweise ein fest angeschlagenes Kabel. Beim C40 Recharge wird der CCS-Combo-2-Stecker in den kombinierten Ladeanschluss gesteckt. Ein eigenes DC-Schnellladekabel wird nicht mitgeführt.
Bei der Routenplanung sollte die Ladeleistung zur Fahrzeugvariante passen. Ein 69-kWh-Modell mit rund 136 kW maximaler DC-Leistung braucht keinen 350-kW-Lader, um seine Spitzenleistung zu erreichen, kann einen kompatiblen HPC-Lader aber trotzdem nutzen. Der MY24 Twin Motor profitiert eher von leistungsstärkeren Schnellladern, erreicht die maximale Leistung aber nur unter passenden Bedingungen.
Fahrzeugspezifische Hinweise
Der C40 Recharge basiert auf Volvos CMA-Plattform und teilt viele elektrische Komponenten mit dem XC40 Recharge. Das Ladesystem ist konventionell ausgelegt und passt gut zur europäischen Ladeinfrastruktur mit Typ 2 und CCS Combo 2.
Für schnelles DC-Laden kann die Batterievorbereitung eine Rolle spielen. Volvo-Hinweise deuten darauf hin, dass die Routenplanung über Google Maps und das Setzen eines Schnellladers als Ziel dem Fahrzeug helfen kann, die Batterie vor Ankunft vorzubereiten. Das kann insbesondere bei niedrigen Temperaturen bessere Ladeleistungen unterstützen. Ob und wie stark dies wirkt, hängt von Softwarestand, Bedingungen und Fahrzeugversion ab.
Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Grid oder Vehicle-to-Home sollten beim C40 Recharge nicht vorausgesetzt werden. Die verfügbaren technischen Angaben bestätigen diese Funktionen für die betrachteten C40-Recharge-Varianten nicht.
Ladetipps
- Modelljahr prüfen: Frühe MY22/MY23-Fahrzeuge und aktualisierte MY24-Modelle können unterschiedliche Batterien und Ladeleistungen haben.
- Batteriegröße bestätigen: Fragen Sie gezielt nach 69 kWh, 78 kWh oder 82 kWh, statt sich nur auf die Anzeige im Inserat zu verlassen.
- Typ-2-Ladekabel für AC nutzen: Zu Hause, am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen AC-Ladepunkten wird Typ 2 verwendet.
- Dreiphasiges Kabel wählen: Für die vollen 11 kW AC ist ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel sinnvoll.
- CCS für Langstrecke nutzen: DC-Schnelllader haben üblicherweise ein festes Kabel; Sie benötigen dafür kein eigenes Schnellladekabel.
- Schnellladen bei 10 bis 80 Prozent planen: Oberhalb von 80 Prozent sinkt die Ladeleistung meist deutlich.
- Schnelllader als Navigationsziel setzen: Wenn Fahrzeug und Software dies unterstützen, kann die Batterie vor dem Ladestopp vorbereitet werden.
Häufige Fragen
Ist der Volvo C40 Recharge ein Plug-in-Hybrid?
Nein. Der Volvo C40 Recharge ist ein reines Elektroauto. Die Bezeichnung Recharge wurde bei Volvo zwar auch für einige Plug-in-Hybrid-Modelle verwendet, der C40 Recharge selbst ist aber ausschließlich batterieelektrisch.
Welches Ladekabel braucht der Volvo C40 Recharge?
Für AC-Laden nutzt der Volvo C40 Recharge ein Typ-2-Ladekabel. Für DC-Schnellladen verwendet er CCS Combo 2; öffentliche Schnelllader haben das passende Kabel normalerweise fest an der Ladesäule.
Kann der Volvo C40 Recharge zu Hause mit 11 kW laden?
Ja, das Fahrzeug kann bis zu 11 kW AC aufnehmen. Dafür ist eine passende dreiphasige 11-kW-Wallbox erforderlich. Das ist in Deutschland eine sehr übliche Heimladelösung, muss aber fachgerecht installiert und beim Netzbetreiber entsprechend behandelt werden.
Wie lange dauert das Laden?
An einer 11-kW-Wallbox dauert eine Vollladung je nach Batterieversion ungefähr 7,25 bis 8,5 Stunden. Beim DC-Schnellladen kann ein 10-bis-80-Prozent-Stopp unter günstigen Bedingungen etwa eine halbe Stunde dauern, abhängig von Variante, Temperatur, Ladestand und Ladesäule.
Haben alle Volvo C40 Recharge Modelle die 82-kWh-Batterie?
Nein. Viele C40 Recharge Fahrzeuge haben eine 69-kWh-Batterie, frühe Twin-Motor-Modelle nutzten eine 78-kWh-Bruttobatterie. Die 82-kWh-Batterie ist besonders mit überarbeiteten MY24-Twin-Motor-AWD-Modellen verbunden.
Kann ich an einer 22-kW-AC-Ladesäule schneller laden?
Nein, nicht über 11 kW hinaus. Eine 22-kW-AC-Ladesäule kann mehr Leistung bereitstellen, aber der Volvo C40 Recharge wird durch seinen 11-kW-Onboard-Lader begrenzt.
Unterstützt der C40 Recharge V2L oder V2G?
Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Grid und Vehicle-to-Home sollten nicht eingeplant werden. Die betrachteten technischen Angaben bestätigen diese Funktionen für den C40 Recharge nicht.
Was das für Fahrer bedeutet
Beim Ladekabel ist der Volvo C40 Recharge einfach einzuordnen: Für AC-Laden benötigen Sie Typ 2, für DC-Schnellladen nutzt das Fahrzeug CCS Combo 2. Für den deutschen Alltag passt eine 11-kW-Wallbox sehr gut zum Fahrzeug, ergänzt durch ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel für unverkabelte Wallboxen und öffentliche AC-Ladepunkte.
Der wichtigere Punkt ist die genaue Fahrzeugversion. Ein gebrauchter C40 Recharge kann ein frühes 69-kWh-Single-Motor-Modell, ein frühes 78-kWh-Twin-Motor-Modell, ein späteres 69-kWh-Single-Motor-Modell mit Hinterradantrieb oder ein MY24 82-kWh-Twin-Motor sein. Diese Unterschiede wirken sich stärker auf Reichweite und Schnellladeplanung aus als auf die Kabelauswahl.
Passendes Ladekabel für Volvo C40 Recharge
Wenn Sie ein Ladekabel für den Volvo C40 Recharge suchen, ist ein Typ-2-Ladekabel die richtige Wahl für AC-Laden zu Hause, am Arbeitsplatz und an öffentlichen AC-Ladesäulen. Für die Nutzung der vollen 11-kW-AC-Ladeleistung empfiehlt sich ein dreiphasiges Typ-2-Ladekabel.
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Bitte beachten Sie: Diese Angaben dienen als Orientierung. Ladeleistung und technische Daten können je nach Modelljahr, Softwarestand und Ausstattung abweichen. Maßgeblich sind immer die Betriebsanleitung und die technischen Unterlagen des konkreten Fahrzeugs.


